Montag, 24. Juli 2017

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Die Oltner traben an Ort


Nach dem 5:10 in Visp kassiert der EHCO in Martigny eine 2:6-Niederlage.

BILDER
Typisch für den Oltner Auftritt gegen Martigny: Adrian Brunner verpasst eine Hereingabe von Remo Hirt. (Bild: pva)

Martigny – Olten 6:2 (2:0, 1:1, 3:1)

Patinoire du Forum. – 653 Zuschauer. – SR: Fischer, Huguet/Jetzer. – Tore: 1. (0:12) Schiriajew (Knöpfli, Wick) 1:0. 18. Wick (Knöpfli, Schiriajew/Ausschluss Brunner) 2:0. 26. Montandon (Rimann) 3:0. 31. Wiebe (Truttmann/Ausschluss Faic) 3:1. Rachunek (Brem, Svoboda/Ausschluss Ganz 4:1. 54. (53:09) Montandon (M. Zanatta) 5:1. 54. (53:24) Burki (Feser, Pargätzi) 5:2. 57. Wick (Ausschluss Borlat!/Olten ohne Torhüter) 6:2. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Martigny, 3-mal 2 Minuten gegen Olten.

Martigny: Lory; Maret, Borlat; L. Zanatta, Hostettler; Marti, M. Zanatta; Wyssen, Zorin; Knöpfli, Schiriajew, Wick; Brem, Rachunek, Svoboda; Lachmatov, Faic, Malgin; Dähler, Montandon, Rimann.

Olten: Tobler; Parati, Ganz; Meister, Pargätzi; Schnyder, Aeschlimann; Huras; Burki, Wiebe, Feser; Schwarzenbach, Schneuwly, Truttmann; Wüst, Brunner, Hirt; Lüthi, Ruhnke, Wüthrich.

Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Schild und Weber (alle verletzt). Knöpfli und Schwarzenbach als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 57. Timeout Olten.

 

Die deutliche Schlappe zum Saisonauftakt gegen Visp hinterliess im Line-up des EHC Olten deutliche Spuren. Nicht, dass Trainer Scott Beattie jede Menge Alternativen zur Hand gehabt hätte, doch er holte aus dem vorhandenen Material fast schon das Maximum an Veränderung heraus. So blieben zwar die Verteidigerpaare unverändert, dafür wirbelte Beattie die ersten drei Sturmlinien durcheinander und ersetzte den unglücklichen Thomas Bäumle im Tor mit Michael Tobler. Eigentlich genügend Anpassungen also, damit auch am Spiel der Oltner Entscheidendes hätte verändert respektive verbessert werden können. Und doch ging der Schuss wieder nach hinten los, und zwar noch schlimmer als vier Tage zuvor ein paar Kilometer weiter talaufwärts. Dauerte es damals noch vierzehn Sekunden bis zum ersten Gegentreffer, musste Tobler gestern bereits nach deren zwölf hinter sich greifen. Die Gäste brachten die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, und Schiriajew erwischte den Oltner Schlussmann bei erstbester Gelegenheit mit einem gezielten Hocheckschuss.

Doch das wars dann auch schon mit den Parallelen im Bezug auf das Spiel gegen Visp. Fingen sich die Oltner nämlich am Freitag rasch auf und erzielten noch in derselben Minute den Ausgleich, waren sie diesmal von einem starken Startabschnitt meilenweit entfernt. Feser war mit seinen zwei Abschlüssen in den ersten zwölf Minuten noch der gefährlichste, weil einzige Gästeschütze, daneben verbrachten die Oltner viel Zeit in den Ecken anstatt vor dem Tor. Wenig, viel zu wenig kam im ersten Drittel auch im Powerplay. Während die Gäste kaum recht den Weg in die gegnerische Endzone fanden, holte Martigny aus seiner einzigen Möglichkeit das Maximum heraus. Die Gastgeber gingen mit der nötigen Power zu Werke und erhöhten durch Wick auf 2:0.

Immerhin besserte sich der EHCO-Auftritt mit Beginn des zweiten Abschnitts. Bereits nach zwei Minuten verpasste Parati mit seinem Weitschuss den Anschlusstreffer, nachdem Schnyder mit einer schönen Angriffsauslösung an die gegnerische blaue Linie Hirt lanciert hatte. Endlich fand auch einmal ein erster Pass aus dem eigenen Drittel einen Abnehmer – und schon wurde es vor Lory gefährlich. Die Gäste schienen jetzt tatsächlich ins Spiel gefunden zu haben: Zuerst scheiterte Wiebe nach einer Scheibeneroberung knapp, dann konnte auch Truttmann nach einem schönen Aeschlimann-Solo nicht reüssieren. Es brauchte einen ärgerlichen unerklärbaren Wüst-Fehlpass mitten in der eigenen Zone, um die Gäste-Druckphase zu unterbrechen – und wie. Rimann scheiterte zwar nach der Scheibeneroberung noch mit seinem Buebetrickli-Versuch, doch Montandon stocherte die Scheibe zum 3:0 über die Linie.

Dennoch blieben die Gäste jetzt tonangebend, nahmen an Fahrt auf und schickten sich an, die zweite Überzahlmöglichkeit des Abends etwas erbaulicher zu gestalten als noch die erste. Mit Erfolg: Wiebe verwertete einen Querpass von Truttmann aus relativ spitzem Winkel präzise zum ersten Oltner Treffer (31.). Der Aufwärtstrend war da, obwohl der Rückstand nicht hatte verringert werden können in den zweiten zwanzig Minuten.

Und prompt ging es nach der zweiten Sirene wieder in die andere Richtung. Zwar waren auch jetzt Ansätze da, wie die herrliche Kombination zwischen Brunner, Truttmann und Wüst, doch das reichte bei weitem nicht. Zu sehr war die Verunsicherung jedem einzelnen Oltner anzusehen, zu wenig klappte bei Scheibenbesitz, ganz zu schweigen vom Spielaufbau. Und so erstaunte es nicht weiter, dass die Reihe kurz vor Drittelsmitte wieder an den Gastgebern war. Kurz nach Abschluss einer gut einminütigen doppelten Überzahlphase erzielten diese das 4:1 und, nur vier Minuten später, gar das vorentscheidende 5:1. Burki gelang zwar unmittelbar nach dem Anspiel der Gegenschlag, doch das war es dann auch in Sachen grünweisser Produktivität. Es war vielmehr Red Ice, welches das Risiko der Gäste, ihren Goalie bereits vier Minuten vor Schluss durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzten, zum sechsten Treffer nutzte. «Wir haben einen gewissen Rückstand und können ihn nicht wettmachen», so Diego Schwarzenbach. Als erstes gelte es, einfacher zu spielen, denn «so kommen wir nicht weiter.» (mf)

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