Mittwoch, 26. April 2017

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Der EHCO muss sich beweisen


Wegen drei Langverletzten reagiert EHCO-Sportchef Köbi Kölliker ein erstes Mal und verpflichtet vor dem Spiel in La Chaux-de-Fonds temporär Ruben Rampazzo vom HC Davos.

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Roman Schild hat längst einen Pechvogelpreis verdient. (Bild: ae)

Gelassenheit ist beim EHC Olten derzeit nicht angebracht, zuversichtliche Stimmung herrscht jedoch trotz missglücktem Saisonauftakt noch immer. Nach zwei Startniederlagen im Wallis (5:10 in Visp und 3:6 in Martigny) warten die Dreitannenstädter weiterhin auf die ersten Punkte und bilden in der noch unbedeutenden Tabelle das Schlusslicht. Der Druck steigt – nicht nur neben dem Eis, wo im totalsanierten Kleinholz alles auf die grosse Stadioneröffnung vom 7. Oktober ausgerichtet ist. Der neben Langnau designierte Ligafavorit steht unter Zugzwang. Oltens Headcoach Scott Beattie wirkt zwar leicht angespannt, gibt sich nach zwei Niederlagen aber noch gewohnt pragmatisch. «Es sind zwei von 48 Spielen gespielt», will er Nervosität und Druck nicht zulassen.

La Chaux-de-Fonds heisst beim letztjährigen Qualifikationssieger die nächste Destination der sechs Spiele umfassenden Auswärtstournee. Die Reise in den Neuenburger Jura bedeutet die Rückkehr an jenen Ort, wo Olten im Playoff-Viertelfinal bereits am 4. März ein abruptes Saisonende erfuhr. «Ich habe von der letzten Saison noch immer ein brennendes Ding im Bauch», ist Beattie gegen die nun ebenfalls unglücklich gestarteten Chaux-de-Fonniers auf Wiedergutmachung aus. Doch es spiele keine Rolle, was in ihm sei, es komme darauf an, was die 22 Jungs leisten werden. «Wenn sie nicht bereit sind, mit dem Willen dorthin zu gehen, etwas zu zeigen, dann stimmt etwas nicht», fordert Headcoach Beattie den Hunger seiner Schützlinge heraus.

Gleich drei Langzeitverletzte

Roman Schild klebt weiterhin das Verletzungspech an den Kufen. Der 28-jährige Stürmer, der bereits in den beiden letzten Saisons wegen Gehirnerschütterungen längere Zeit ausgefallen war, muss erneut mit dem Training aussetzen. Das Sommertraining konnte er noch problemlos absolvieren, ehe beim Eistraining die Nachwirkungssymptome einer Hirnerschütterung wieder einsetzten. Eine Untersuchung plus eine Zweitanalyse ergab nun, dass der Flügelstürmer an einer posttraumatischen Restsymptomatik im Bereich der oberen Halswirbelsäule leidet. Roman Schild hat bereits mit einer entsprechenden Therapie begonnen und wird voraussichtlich bis Ende Jahr ausfallen. Von einer am Dolomitencup zugezogenen Hirnerschütterung zurückgeworfen sieht sich auch Tim Weber. Er fällt wie Mike Marolf – der Verteidiger leidet an einer Schulterverletzung – für längere Zeit aus.

Um die von Marolf hinterlassene Lücke zu schliessen, hat der in der Defensive ohnehin dünn besetzte EHC Olten reagiert. Mit dem Italoschweizer Ruben Rampazzo verpflichtete Köbi Kölliker einen 21-jährigen Verteidiger für vorerst eine Woche. «Nach zwei Spielen wird am Sonntag über seine Zukunft entschieden, er kann sich hier zeigen», äussert sich Sportchef Kölliker zum Transfer. Der 192 cm grosse Verteidiger steht seit dieser Saison im Kader von Arno Del Curto, stösst also vom HC Davos zu den Powermäusen. Der schweizerisch-italienische Doppelbürger bringt fast 100 Kilogramm und die Erfahrung zweier B-Junioren-Weltmeisterschaften mit Italien mit. (Yann Schlegel)

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