Freitag, 28. April 2017

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Krise überwinden und Bann brechen


Dem EHC Olten steht mit dem Gastspiel bei Thurgau keine einfache Aufgabe bevor.

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Patrick Bloch spielte mehrere Jahre beim EHC Olten. (Bild: ran)

 

Der HC Thurgau ist eine Heimmacht. Obwohl die Saison bloss wenige Spiele alt ist, lässt sich diese These bereits mit gewichtigen Argumenten stützen. Drei von fünf Partien durften die Ostschweizer in ihrer zierlichen Heimstätte, der Güttingsreuti absolvieren, sämtliche Spiele konnten in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen gewonnen werden. Bemerkenswert ist dies insbesondere, weil mit Langnau und Langenthal gleich zwei Liga-Favoriten in der «Gütti» den Kürzeren zogen.

Von der Verletzungshexe verfolgt

Immer noch eine feste Grösse im Kader der Ostschweizer ist Patrick Bloch, wenn er dann nicht verletzt ist. Der langjährige Olten-Akteur steht, nachdem er beim EHC Olten nicht mehr erwünscht war, in seiner dritten Saison bei den Thurgauern. Doch nach einem Kreuzbandriss in der vorletzten Spielzeit hat es den grossgewachsenen Verteidiger nun erneut erwischt – dieses Mal an der recchten Schulter – und er wird gegen seinen ehemaligen Verein nicht mittun können. «Ich bin nun seit knapp vier Wochen operiert, brauche Geduld», spricht Bloch von seinem Leidensweg, der sich noch bis Dezember hinziehen will. Bloch erhofft sich vor den Playoffs noch Spielpraxis zu sammeln, um dann in Topform zu sein – glaubt er an einen Platz unter den ersten acht. Die Abgänge von Leitwolf Thomas Nüssli und Torhüter Pascal Caminada habe man mit der Verteilung der Last auf mehrere Schultern wegstecken können. Bloch ist noch heute im ständigen Kontakt mit «einigen Jungs» aus Olten. Konkret sind dies Simon Schnyder, Romano Pargätzi und Remo Hirt, die alle drei an Blochs Hochzeit im Sommer zu Gast waren.

Auf und neben dem Eis Fortschritte erzielt

Die Thurgauer sind das beste Beispiel, um aufzuzeigen, dass die NLB in den vergangenen zwei Jahren nochmals enger zusammengerückt ist. «Letztes Jahr hatten wir 16 neue Spieler, nun konnten wir das Gerüst zusammenhalten», spricht Bloch von Kontinuität und einer ausgeglicheneren Mannschaft. Mit Christian Weber können sich die Ostschweizer seit 2013 auf einen renommierten Trainer verlassen, was dem HC Thurgau die erste Playoff-Teilnahme seit geraumer Zeit einbrachte. Dass auch in Weinfelden professionell gearbeitet wird, verdeutlicht der neue Internetauftritt, welcher mit der Umbenennung zu Hockey Thurgau einherging. Die Klubbezeichnung habe man aus marketingtechnischen Gründen weggelassen. «Wir können uns so besser als Unternehmen profilieren», spricht Bloch von diesem Schritt. Hockey Thurgau identifiziert sich seit dieser Saison stärker durch das Ländliche. «Wir stehen dazu und nutzen die Chance», findet der HC Thurgau rundum positive Rückmeldung zu seinem neuen Auftritt. Mit Adrian Wichser gelang es Christian Weber zudem, einen Ex-Internationalen zu verpflichten. Der EHC Olten wird in Thurgau also gefordert sein, um den Bann zu brechen und den Ostschweizern die erste Heimniederlage zuzufügen. (ys)

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