Sonntag, 28. Mai 2017

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Brenzlige Momente trotz Kantersieg


Der EHC Olten zieht mit einem 9:1-Triumph über den 1.-Ligisten EHC Burgdorf in den Achtelfinal des Schweizer Eishockey-Cups ein.

BILDER
Konnten sich gegen das unterklassige Burgdorf beide in die Torschützenliste eintragen lassen: Justin Feser und Marco Truttmann. (Bild: Hansruedi Aeschbacher)

Alle Resultate aus dem 1/16-Final des Schweizer Cups finden Sie hier.

 

Burgdorf – Olten 1:9 (0:2, 1:2, 0:5)

Localenet-Arena, Burgdorf. – 1037 Zuschauer. – SR: Bielmann/Mandioni, Altmann/Kaderli. – Tore: 5. Wiebe (Rampazzo) 0:1. 8. Feser (Truttmann) 0:2. Meyer (Martin Muralt) 1:2. 35. Schwarzenbach (Wiebe) 1:3. 38. Bürki (Meister, Feser) 1:4. 42. Truttmann (Bürki) 1:5. 53. Hirt (Wiebe, Rampazzo) 1:6. 58. Pargätzi (Wiebe, Schwarzenbach) 1:7. 59:19 Ruhnke 1:8. 59:56 Lüthi (Ruhnke) 1:9. - Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Burgdorf, 7-mal 2 Minuten gegen Olten.

Burgdorf: Kaufmann; Bruni, Mathias, Muralt; Bösiger, Kühni; Kiss, Dünser; Blatter, Mäder; Meyer, Martin Muralt, Moser; Oliver Lüdi, Ruch, Tanner; Kohler, Alexander Lüdi, Mombelli.

Olten: Tobler; Pargätzi, Ganz; Schnyder, Aeschlimann; Huras, Ramazzo; Meister; Bürki, Feser, Truttmann; Schwarzenbach, Wiebe, Hirt; Wüst, Studer, Brunner; Lüthi, Wüthrich, Ruhnke.

Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Schild, Weber (alle verletzt), Schneuwly und Parati (beide angeschlagen). 18. Pfostenschuss Othmann. Wiebe (Olten) und Meyer (Burgdorf) als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet.

Ein schwitzender Sicherheitschef, ein gut besuchtes Haus (1037 Zuschauer) und eine Stimmung, wie es die Localnet-Arena in Burgdorf seit ihrem Bau 2010 bei einem Eishockeyspiel noch nie erlebt hat. Der neu aufgelegte Cup im Schweizer Eishockey hat in der Emmentaler Gemeinde zumindest phasenweise das erhoffte Spektakel geboten. Resultatmässig blieben für das Heimteam aus der 1. Liga die Hoffnungen jedoch nicht erfüllt, gegen den Favoriten aus Olten war kein Kraut gewachsen. Das NLB-Team setzte sich standesgemäss mit 9:1 durch.

Die Burgdörfer Anhängerschaft kam im Mitteldrittel trotzdem auf ihre Kosten. Denn mit dem 0:2-Rückstand im Nacken legten die 1.-Ligisten ihren Respekt plötzlich ab und spielten frech auf. Zusätzlichen Aufwind gab dem Heimteam der schnelle 1:2-Anschlusstreffer nur acht Sekunden nach Wiederbeginn. Patrick Meyer düpierte Michael Tobler mit einem trockenen Schuss. Ganz zur Freude der aufmarschierten Burgdorf-Fans schnupperte der Underdog wenig später gar am Ausgleich: Während Remo Meister in der Kühlbox sass, hatte der EHCO-Keeper einige brenzlige Situationen zu überstehen.

Wacker mitgespielt
Der ganz grosse Exploit blieb dem EHC Burgdorf dann aber doch verwehrt. In der 35. Minute liess Diego Schwarzenbach die vielen mitgereisten Oltner Fans aufatmen, als er seine Farben mit 3:1 in Front brachte. Die Weichen endgültig auf Sieg stellte schliesslich Codey Burki in der 38. Minute mit seinem Treffer zum 4:1. Wenige Sekunden zuvor hat der ehemalige Oltner NLB-Spieler in den Reihen des EHC Burgdorf, Robert Othmann, den erneuten Anschluss verpasst. Die Nummer 76, die 2007 vom EHCO ausgemustert worden war, traf nur das Gehäuse. Das Schussverhältnis von 11:6 zugunsten der Gäste zeigt jedoch deutlich, dass die Berner im zweiten Spielabschnitt wacker mitspielten. «Das zweite Drittel war eine Katastrophe», sagte EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli nach dem Spiel. «Wir haben beinahe das 2:2 kassiert.»

Von einem starken Auftritt der Gastgeber war im ersten Drittel noch in keiner Weise die Rede. Das Schussverhältnis von 11:2 demonstriert, wie selten das Heimteam gefährlich vor Oltens Keeper auftauchte. Zu schnell waren die Oltner im Umschalten, so dass sie den Burgdörfern die Scheibe entreissen konnten, ehe diese zu einem Abschlussversuch ansetzen konnten. Oft fanden auch die Pässe der 1.-Ligisten ihren Adressaten nicht, immer wieder konnte ein Oltner seine Schaufel dazwischen strecken. Folglich hatten die Powermäuse nach den ersten 20 Minuten mit 2:0 die Nase vorn – die Tore steuerten die beiden jungen Kanadier Shayne Wiebe (5. Minute) und Justin Feser (8.) bei.

«Nur der Sieg zählt»
Im Schlussabschnitt ging es im gleichen Stil weiter wie am Anfang: Der EHC Olten spielte, der EHC Burgdorf verteidigte. Nur mehr selten war Michael Tobler gefordert, denn die Musik spielte zumeist vor dem Berner Torhüter Michael Kaufmann. Fünf ihrer vielen Chancen nützten die Powermäuse aus und erhöhten das Skore bis zum Schluss auf 9:1. Damit ziehen sie in den Achtelfinal des Schweizer Cups ein. «Nur der Sieg zählt», kommentierte Rötheli. «Jetzt haben wir die Chance auf ein gutes Los in der nächsten Runde.» Das würde bedeuten, dass der EHCOdann in der gleichen Rolle steckt, wie der EHC Burgdorf im 1/16-Finalspiel. Von Adriana Gubler

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