Mittwoch, 23. August 2017

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Bittere Niederlage vor Heim-Premiere


Der EHC Olten bezieht gegen die GCK Lions eine unnötige 1:2-Niederlage nach Verlängerung.

BILDER
Trotz grosser Dominanz gab es für den EHC Olten kaum ein Durchkommen am überragenden Niklas Schlegel im Tor der GCK Lions. (Bild: Philipp von Arx)

Den grossen Schock in der Partie gegen die GCK Lions erlebte der EHC Olten im Schlussdrittel. Weil sich gleich zwei Zürcher Spieler eine überflüssige Strafe leisteten, konnten die Gäste volle zwei Minuten in doppelter Überzahl aufs gegnerische Tor losstürmen. Am erfolgreichsten stürmte jedoch einer im blauen Dress: Alexandre Tremblay. Der Lions-Topscorer schnappte sich die Scheibe, lancierte einen Konter und setzte einen satten Schuss an die Latte. Von dort prallte die Scheibe ins Tor ab – die Resultattafel zeigte 1:0 für die GCK Lions.

Brunners Traumpass
Nach diesem unerwartetem Gegentor sammelte sich der EHC Olten rasch wieder und bemühte sich vehement um den Ausgleich – in doppelter Überzahl gelang ihm dies vorerst nicht. Wenige Zeigerumdrehungen später jedoch lancierte Adrian Brunner mit einem Traumpass quer übers ganze Feld den pfeilschnellen Philipp Wüst. Dieser hängte seine Gegner ab und bezwang am Ende auch noch Lions-Keeper Schlegel. 1:1 – der EHCO war wieder im Spiel. Mehr noch: Zwei Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit hätte Feser gar für die Entscheidung sorgen können. Der Kanadier scheiterte aber aus bester Position.
 
In der Verlängerung dauerte es dann keine zwei Minuten, ehe die GCK Lions sich in die Arme fielen. Sandro Zangger hatte nach einem Schuss von Sitje vor dem Tor nachgesetzt und die Scheibe tatsächlich an Oltens Goalie vorbeischieben können. Damit verlor der EHC Olten die letzte Hauptprobe vor dem ersten Heimspiel im «neuen» Kleinholz mit 1:2. Eine völlig unnötige Niederlage, wenn man den gesamten Spielverlauf und das klare Chancenplus aufseiten der Gäste in Betracht zieht.


Überlegenheit nicht genutzt
Denn zu Beginn des Abends sah es nach einem ganz anderen Ende aus: Im Startdrittel etwa führte Thomas Bäumle im Tor des EHC Olten ein einsames Dasein. Der Keeper musste sich in den ersten 20 Minuten nur gerade bei einer brenzligen Situation auszeichnen, ansonsten übernahmen seine Vorderleute die ganze Abwehrarbeit. In Scheibenbesitz war eigentlich nur der EHC Olten. Und wenn die schlaftrunken wirkenden Zürcher doch mal den Puck in ihren Reihen hatten, war blitzschnell eine Powermaus zur Stelle, die sich das Spielgerät zurückeroberte. Bäumle dürfte sich nach dem Pfiff zur Drittelspause auf einen warmen Pausentee gefreut haben. Trotz krasser Überlegenheit blieb den Oltnern der Führungstreffer verwehrt.
 
In der Pause schien das Farmteam der ZSC Lions aus dem Halbschlaf erwacht zu sein. Nach Wiederbeginn boten die Gastgeber deutlich mehr Gegenwehr und zeigten deutlich mehr Laufbereitschaft als noch im Startdrittel. Der EHC Olten blieb aber das spielbestimmende Team, allerdings ohne einen Torerfolg zu verzeichnen. Brunner, Ruhnke, Wiebe oder etwa Pargätzi liessen Grosschancen aus. Gesündigt hatte aber auch Thomas Studer. Der EHCO-Neuzuzug gelangte vor dem gegnerischen Tor mutterseelenallein an die Scheibe, auch er fand kein Mittel, um GCK-Goalie Niklas Schlegel zu düpieren. Wären die Oltner in dieser Phase in Führung gegangen, hätte die Partie wohl einen ganz anderen Verlauf genommen. Spätestens am Dienstag bei der Einweihung des sanierten Kleinholzstadions dürfen sich die Oltner im Derby gegen Langenthal nicht mehr mit dem Konjunktiv vertrösten. von Adriana Gubler

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