Freitag, 24. März 2017

Zofingen

8 bis 15°C

Ein Shutout in der Festhütte


Der EHC Olten gewinnt das erste Derby dieser Saison im umgebauten Stadion Kleinholz vor 5588 Zuschauern mit 2:0.

BILDER
EHCO-Neuverpflichtung Thomas Studer erzielt just als die Matchuhr 50:00 anzeigt das siegessichernde 2:0. (Bild: Hr. Aeschbacher)

EHC Olten – SC Langenthal 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
Kleinholz. – 5588 Zuschauer. – SR: Fischer, Huggenberger/Gnemmi. – Tore: 2. Feser (Bürki) 1:0. 50. Studer (Bagnoud, Brunner) 2:0. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Olten. 6mal 2 Minuten gegen Langenthal.
Olten: Tobler; Pargätzi, Ganz; Meister, Bagnoud; Simon Schnyder, Aeschlimann; Huras, Rampazzo; Bürki, Feser, Truttmann; Schwarzenbach, Wiebe, Hirt; Wüst, Studer, Brunner; Lüthi, Wüthrich, Ruhnke.
Langenthal: Eichmann; Schüpbach, Pienitz; Welti, Fröhlicher; Minder, Mike Küng; Kaufmann; Tschannen, Campbell, Kelly; Füglister, Gemperli, Triulzi; Arnold, Lüssy, Carbis; Hobi, Vincenco Küng, Ranov; Stefan Schnyder.
Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Parati, Schilt, Schneuwly und Weber (alle verletzt). Langenthal ohne Stämpfli (Champions Hockey League), Kämpf, Schefer (beide verletzt) und Schäublin (rekonvaleszent). 5. Tschannen scheidet mit ausgekugelter Schulter aus. Thomas Studer und Marc Eichmann zu den besten Spielern ihrer Teams gewählt.

Das ganz grosse Spektakel wurde das erste Derby der noch jungen Saison zwar nicht. Doch dank einer soliden Defensivleistung, einem glänzenden Goalie Michael Tobler und zwei Toren von Justin Feser und Thomas Studer feierte der EHC Olten eine erfolgreiche Heimpremiere im frisch renovierten Kleinholz-Stadion. Dass die Oltner bereits nach 98 Sekunden in Führung gingen – SCL-Torhüter Marc Eichmann wehrte einen Schuss von Topscorer Codey Bürki nur ungenügend ab, worauf Jstin Feser den freiliegenden Puck versenkte – liess eigentlich auf einen torreichen Match hoffen. Doch dem war keineswegs so, und statt vieler Offensivaktionen sahen die 5588 Zuschauer eine über weite Strecken erstaunlich stimmungsarme Begegnung mit vielen technischen Mängeln. Die Oltner hätten es mit ihrem klaren Chancenplus in der Hand gehabt, frühzeitig etwas Ruhe ins Spiel zu bringen. Doch während einer 86 Sekunden dauernden Fünf-gegen-drei-Situation – Pascal Gemperli und Hans Pienitz sassen gemeinsam auf der Strafbank – verpasste Diego Schwarzenbach in der 12. Minute das leere Tor. Immerhin kassierten die Oltner diesmal keinen Gegentreffer in doppelter Überzahl.

Tobler verhinderte Shorthander
In der 22. Minute machte Marc Eichmann einen gefährlichen Abschlussversuch Justin Fesers ebenso zunichte wie denjenigen von Shayne Wiebe zwei Minuten später. Und in der 31. Minute scheiterten während eines Powerplays erst Wiebe und dann auch Marco Truttmann am hervorragenden Langenthaler Schlussmann. Das Überzahlspiel war eben auch bei der Heimpremiere nicht gerade das Oltner Glanzlicht. Dafür gefielen die Platzherren in defensiver Hinsicht umso besser. Allen voran Goalie Michael Tobler, denn auch die Oberaargauer hatten durchaus ihre Chancen. So kam Dominic Hobi in der 6. Minute frei zum Schuss. Doch Tobler hielt ebenso wie in der 23. Minute, als Stefan Schnyder ebenfalls freistehend zu einem Abschlussversuch kam. Die dickste Chance der Gäste machte der EHCO-Keeper aber in der 25. Minute zunichte, als Brent Kelly nach einem Scheibenverlust von Wiebe in Unterzahl fast über das ganze Feld sprintete, seinen Schuss aber gehalten sah.

2:0 fast eine Kopie des 1:0
Dafür musste sich zehn Minuten vor Schluss Marc Eichmann zum zweiten Mal geschlagen geben – und zwar auf ähnliche Art und Weise wie beim Oltner Führungstreffer. Wiederum musste er einen Schuss, diesmal von Christopher Bagnoud, nach vorne abprallen lassen. Und wieder konnte ein Oltner Stürmer, diesmal Thomas Studer, erben. Das 2:0 war auch deshalb wichtig, weil die Langenthaler ab der 30. Minute etwas besser ins Spiel kamen. Insofern kam Studers Treffer gerade zum richtigen Zeitpunkt, damit die Oltner die Partie ruhig nach Hause fahren konnten – was sie denn auch ohne Probleme taten und ihrem Goalie Michael Tobler gleich im ersten Heimspiel zu einem Shutout verhalfen.

Horaks Ärger
«Klar spielt Olten zu Hause immer stark, aber wir haben uns das Leben selber schwer gemacht», ärgerte sich Langenthals Trainer Olivier Horak nach dem Spiel. «Wir hatten viel zu viele Scheibenverluste, von denen zwei prompt zu den Gegentreffern geführt haben. Das müssen wir schleunigst abstellen.» Deutlich besser war die Stimmung wenig überraschend in der EHCO-Kabine. «Wenn man zu null spielt, ist man natürlich immer zufrieden – denn was will man mehr?», sagte Verteidiger Simon Schnyder fast schon etwas zurückhaltend. «Nach den letzten Spielen mussten wir etwas ändern und haben gegen Langenthal besonders Wert auf eine solide Defensivleistung gelegt. Deshalb galt für uns ‹defense first›, denn wir haben vorne so starke Stürmer, da fällt dann schon mal einer rein», erzählte Schnyder weiter. «Und in zwei, drei brenzligen Situationen hat uns Michael Tobler natürlich auch geholfen.» Der EHCO-Keeper wiederum gab das Kompliment an seine Vorderleute weiter. «Ich glaube, wir haben einen guten Teameffort geboten, auf dem wir aufbauen können. Ein solcher Start im neuen Stadion macht natürlich besonders Spass», sagte Tobler. Entscheidend war für ihn, «dass wir Langenthal wenig zugelassen haben.» Und auch das frühe 1:0 erachtete er als wichtig. «Ein frühes Tor gibt der Mannschaft immer eine gewisse Sicherheit, aber sie muss den Defensivjob natürlich trotzdem weiterhin gut machen.» von Markus Angst

Kommentare zu diesem Artikel (0)
Kommentar zu diesem Artikel schreiben
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.





Sie befinden sich hier: 

Home / RESSORTS / EHCO Mobile-Website anzeigen


Verlag

Zeitungen





Copyright 2016 © Zofinger Tagblatt