Sonntag, 26. März 2017

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Ulmer schlägt erneut doppelt zu


Der EHC Olten gewinnt auch das zweite Spiel im neuen Kleinholz gegen Martigny (6:4).

BILDER
Oltens Stürmer Martin Ulmer (Mitte) erzielt in der 25. Minute das 2:2. (Bild: bko)

Olten – Red Ice Martigny 6:4 (1:2, 1:0, 4:2)

Kleinholz. – 3324 Zuschauer. – SR: Erard; Kehrli, Schüpbach. – Tore: 2. Wiebe (Hirt, Wüthrich) 1:0. 9. Starkov 1:1. 15. Schirjajew (Brem, Zorin) 1:2. 25. Ulmer (Feser, Ganz) 2:2. 47. Schirjajew (Michael Zanatta) 2:3. 50. Pargätzi (Truttmann, Feser/Ausschlüsse Starkov und Wiebe) 3:3. 54. Lüthi 4:3. 55. Ulmer (Truttmann, Burki/Ausschlüsse Schirjajew und Borlat) 5:3. 60. (59:17) Lakhmatov (Montandon) 5:4. 60. (59:39) Hirt (Schwarzenbach/ins leere Tor) 6:4.  – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten, 4-mal 2 Minuten gegen Martigny.

Olten: Bäumle; Ganz, Pargätzi; Bagnoud, Meister; Wüthrich, Schnyder; Rampazzo; Ulmer, Feser, Burki; Hirt, Wiebe, Schwarzenbach; Brunner, Studer, Wüst; Truttmann, Ruhnke, Lüthi.

Martigny: Lory; Borlat, Maret; Marghitola, Sirokovs; Hostettler, Wyssen; Michael Zanatta; Wick, Schirjajew, Knöpfli; Starkov, Montandon, Lakhmatov; Malgin, Gailland, Dähler; Zorin, Faic, Brem.

Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Schild, Parati, Schneuwly, Weber (alle verletzt) und Aeschlimann (angeschlagen). Martigny ohne Ulmann, Marti (beide bei Lausanne), Luca Zanatta und Chaperon (beide überzählig). 24. Pfostenschuss Studer. Martigny ersetzt von 58:50 bis 59:39 den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. 59:18 Timeout Martigny. Ulmer und Schirjajew als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet.

Der EHC Olten bleibt in seinem neuen Stadion ungeschlagen und entscheidet gegen Red Ice Martigny das dritte Spiel in Serie zu seinen Gunsten. Die Differenz beim 6:4-Erfolg gegen die Unterwalliser schuf Martin Ulmer, der wie schon bei seinem Einstieg in Langnau gegen die SCL Tigers zwei Tore zum Sieg beisteuerte. Dass den Oltnern erst in der 55. Minute bei einem doppelten Walliser Ausschluss das vorentscheidende 5:3 gelang, war ein bezeichnender Schönheitsfehler bei der gestrigen Vorstellung, deren Spannung wesentlich von der Ineffizienz der Gastgeber lebte.

Dabei hatte für die Oltner alles so planmässig begonnen. Doch trotz einer schönen Eröffnung durch Shayne Wiebe, der nach 89 Sekunden die Scheibe backhand in die rechte hohe Ecke des Walliser Tors beförderte, geriet das erste Drittel resultatmässig nicht nach ihrem Gusto. Dabei stimmten fast alle Faktoren: Die Einheimischen dominierten optisch, hatten ein klares Chancenplus und hätten eigentlich vom Unsicherheitsfaktor zwischen den Pfosten von Martigny profitieren müssen. Keeper Reto Lory wehrte auch einfache Abschlüsse ohne Hauch von Souveränität und oft mit Abprallern ab. Dennoch sahen Justin Feser, Wiebe und Martin Ulmer ihre Abschlüsse aus zentraler Position abgeblockt.

Dürftiges 2:2 nach Drittel 2

Besser machte es der russischstämmige Kiril Starkov auf der Gegenseite. Der 27-jährige Däne stemmte sich in der 9. Minute in den Slot und drückte den Puck an Thomas Bäumle vorbei über die Linie zum 1:1. Die erste gefährliche Szene der Gäste hatte somit zum Ausgleich geführt. Als es in der 15. Minute zum zweiten Mal vor dem Oltner Goalie brannte, weil das Verteidigerduo Fabian Ganz und Romano Pargätzi nicht rechtzeitig zur Stelle war, konnte Ewgeni Schirjajew das Loch auf der rechten Seite der Auswärtigen zum 1:2 nützen. «Wir haben zu viele Fehler gemacht», konstatierte Neuzugang Ulmer im Publikumsinterview zur Pause und schritt im zweiten Abschnitt gleich zur Besserung. Nach einem Pfostenschuss von Thomas Studer schloss der neue EHCO-Stürmer in der 25. Minute einen schnellen Angriff der ersten Linie mit seinem dritten Tor beim erst zweiten Einsatz ab.

Abgesehen von vier nicht ungefährlichen Schüssen hatte das Team von Albert Malgin, das einzig viel zum Tempo beitrug, auch im zweiten Drittel wenig zu bestellen. Dennoch kamen die Oltner mit 18 Abschlussversuchen nicht wirklich auf einen grünen Zweig. Die bessere Auslösung aus der Defensive und der intensivere Rhythmus brachten nicht den gewünschten Ertrag. In der 35. Minute hätte zwar wenig gefehlt, damit Olten den ersten Ausschluss mit einem Shorthander durch Philipp Wüst zu seinen Gunsten gewendet hätte. Auch Adrian Brunner und Feser konnten vor dem zweiten Unterbruch mit besten Gelegenheiten den Resultatdienst auf dem Videowürfel, der gestern wegen Softwareproblemen zeitweise mit Ausfällen zu kämpfen hatte, nicht mit dem 3:2 füttern.

Das 3:2 sollte wie schon das 2:0 für die Oltner Zuschauer eine Illusion bleiben. Dafür sorgte Schirjajew in der 47. Minute, der einen Schuss Zanattas von der blauen Linie vor Bäumle so abfälschte, dass daraus, obwohl weiter entgegen dem Spielverlauf, das 2:3 entstand. Diese Pervertierung der Verhältnisse wollte dann Pargätzi doch nicht auf Olten sitzen. Als beide Teams je einen Mann auf der Strafbank delegiert hatten, wurde der Verteidiger von Marco Truttmann durch die Beine eines Gegenspielers vor Lory ideal lanciert und buchte das 3:3.

In der 54. Minute schlug für die vierte Linie die goldene Stunde. Rafael Lüthi passte mit Ziel Corey Ruhnke auf die linke Seite, doch bevor die Scheibe diesen erreichte, hatte sie Daniele Marghitola in den eigenen Kasten zum 4:3 abgelenkt. Noch besser kam es für die Oltner eine Zeigerumdrehung später, als Schirjajew und Valentin Borlat in der Kühlbox sassen. Der Doppeltorschütze würdigte das 5:3 im Anschluss so, dass Olten mit einer mit dem Trainer abgemachten und einstudierten Variante reüssiert habe. «Wir sind auch dank der tollen Kulisse zurückgekommen», sagte Ulmer. Gefährden konnten die Gäste in der Folge das Verdikt nicht mehr wirklich, obwohl sie 43 Sekunden vor der dritten Sirene nochmals verkürzten, was Remo Hirt noch mit einem Treffer ins verlassene Gehäuse korrigieren sollte. (js)

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