Mittwoch, 23. August 2017

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Wieder einmal La Chaux-de-Fonds


Erste Heimniederlage für den EHCO (1:2) in dieser Saison – trotz klarer Überlegenheit gegen La Chaux-de-Fonds.

BILDER
Michael Neininger vergibt gegen Olten-Goalie Thomas Bäumle, Fabian Ganz kommt zu spät. (Bild: ae)

Olten – La Chaux-de-Fonds 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)

Kleinholz. – 3134 Zuschauer. – SR: Fischer, Huggenberger/Kehrli. – Tore: 6. Neininger (Merola, Burkhalter, Ausschluss Studer) 0:1. 28. Zuber (Erb, Forget) 0:2. 53. Schwarzenbach (Feser) 1:2. – Strafen: Olten 3-mal 2 Minuten, La Chaux-de-Fonds 8-mal 2 Minuten.

Olten: Bäumle; Meister, Bagnoud; Ganz, Pargätzi; Schnyder, Aeschlimann; Rampazzo; Schwarzenbach, Feser, Truttmann; Hirt, Wiebe, Bürki; Brunner, Studer, Wüst; Ruhnke, Wüthrich, Lüthi. 

La Chaux-de-Fonds: Giovannini; Sutter, Jaquet; Erb, Du Bois; Daucourt, Zubler; Vuilleumier; Merola, Forget, Muller; Barbero, Bonnet, Bochatay; Pivron, Poudrier, Grezet; Meyrat, Burkhalter, Neininger.

Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Parati, Schild, Schneuwly und Weber (alle verletzt) und Ulmer (bei Biel), La Chaux-de-Fonds ohne Mondou, Leblanc, Blatter, Hofmann, Camarda, Girardin und Berbezat (alle verletzt), nur mit einem Ausländer. 58:36 Time-out Olten. 58:36 Olten ohne Goalie. Christopher Bagnoud und Remo Giovannini zu den besten Spielern ihrer Teams gewählt.

 

Der EHCO und La Chaux-de-Fonds – das wird im Jahr 2014 aus Oltner Sicht definitiv keine Liebesbeziehung. Nach dem Playoff-Out in den Viertelfinals Ende letzte Saison und der 5:6-Niederlage im ersten Spiel der neuen Meisterschaft bezogen die Dreitannenstädter nach drei Siegen nun auch just gegen La Chaux-de-Fonds die erste Heimniederlage im renovierten Kleinholz-Stadion. 

Allerdings war es alles andere als eine zwingende Niederlage. Denn die Oltner dominierten die Partie über weite Strecken und wiesen mit 35:19 (auf die Drittel verteilt 11:7, 14:7, 10:5) auch das klar bessere Schussverhältnis auf. Doch aus der Überlegenheit resultierten zum einen nur wenige hochkarätige Chancen. Und wenn es vor Gästegoalie Remo Giovannini mal brenzlig wurde, mangelte es den EHCO-Stürmern an der nötigen Kaltblütigkeit.

 Schwächen im Powerplay

Die Ideen- und Harmlosigkeit offenbarte sich insbesondere im Powerplay. Zwischen der 6. und 23. Minute spielten die Oltner viermal in Überzahl, zwischen der 32. und 36. Minute nochmals zweimal. Doch im ersten Powerplay spielten sie zwar 110 Sekunden im gegnerischen Drittel, kamen aber kaum zu einem Schuss. Im zweiten mussten sie froh sein, dass der Neuenburger Verteidiger Raphael Erb nach einem Break an Thomas Bäumle scheiterte und damit einen Shorthander verpasste. Das dritte/vierte Überzahlspiel dauerte gleich vier Minuten, weil Valentin Du Bois eine Doppelstrafe kassiert hatte. Aber ausser einem wenig gefährlichen Schuss von Diego Schwarzenbach gabs nichts zu notieren. Im fünften Powerplay hatte derselbe Schwarzenbach völlig freistehend vor Giften Powerplay hatte derselbe Schwarzenbach völlig fteistehend n Drittelovannini alle Zeit der Welt, knalle den Puck aber mit voller Wucht direkt auf die Brust des Gästekeepers, der danach auch noch zwei Abschlussversuche von Romano Pargätzi (von der blauen Linie) und Codey Bürki (aus fünf Metern) zunichtemachte. Und beim sechsten Versuch mit fünf gegen vier kamen die Oltner zum zweiten Mal nur knapp um einen Shorthander herum. Denn es war erneut Erb, der nach einem Gegenzug frei vor Bäumle zum Schuss kam, aber am EHCO-Goalie seinen Meister.

 Effiziente Gäste

Auf der anderen Seite bewies La Chaux-de-Fonds, was Effizienz ist. Mit einem Minimum an Offensivaufwand, aber einem Maximum an kräfteraubender Defensivarbeit lehrte das wegen Benoit Mondous Verletzung nur mit einem Ausländer angetretene Schlusslicht die Oltner wiederum das Fürchten. Beide Tore der Gäste fielen nach Schüssen von der blauen Linie. In der 6. Minute lenkte Michael Neininger bei der ersten Oltner Strafe gegen Thomas Studer einen Schuss von Melvin Merola unhaltbar für Thomas Bäumle ab. Beim 0:2 in der 28. war aber der Oltner Goalie mitschuldig, liess er doch Raphael Erbs Schuss nach vorne abprallen, und Patrick Zubler brauchte nur noch einzuschieben.

 Spätes Anschlusstor

Zwar schossen auch die Oltner noch ein ähnliches Tor, als Diego Schwarzenbach in der 53. Minute nach einem Schuss Justin Fesers von der blauen Linie endlich seinen ersten Saisontreffer erzielte. Zu mehr als diesem 1:2-Anschlusstreffer reichte es jedoch nicht, obwohl La Chaux-de-Fonds in der 55. Minute und 16 Sekunden vor Schluss nochmals zwei Strafen einfing. Mit sechs gegen vier versuchten die Oltner nochmals alles, aber 2,3 Sekunden vor Matchende hielt Giovannini auch den 35. und letzten Oltner Schuss.

«Es gibt solche Abende», so Corey Ruhnke, «wo es einfach nicht läuft. Du kämpfst zwar, aber im Abschluss passt nichts.» Von einem Angstgegner La Chaux-de-Fonds wollte der EHCO-Stürmer nicht sprechen, doch eines war für ihn klar: «So schlecht, wie der aktuelles Tabellenplatz es vermuten lassen könnte, sind die nicht. Sie haben gegen uns sehr effizient gespielt und mit Giovannini einen exzellenten Goalie. Doch eines ist sicher: Das mit La Chaux-de-Fonds, das wollen wir so schnell wie möglich ändern!»

 «Jede Menge Selbstvertrauen»

So wie Corey Ruhnke das Wort Angstgegner vermied, wollte Alex Reinhard auch nicht von seinem Lieblingsgegner Olten reden. «Aber», so der Trainer von La Chaux-de-Fonds, «der Playoff-Sieg in der letzten Saison hat uns natürlich jede Menge Selbstvertrauen gegeben, und immer, wenn wir gegen Olten spielen, kommen die Emotionen und die positive Energie wieder hoch.» Kam diesmal laut Alex Reinhard ein weiterer Faktor hinzu: «Weil wir sieben verletzte Spieler haben und nur mit einem Ausländer spielen konnten, hat jeder Spieler meiner Mannschaft praktisch eine Doppelaufgabe gehabt – und alle haben ihren Job exzellent erledigt.» (ma)

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