Donnerstag, 27. April 2017

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Mit einem verdienten Arbeitssieg in die Pause


Der EHC Olten wird von Tabellennachbar GCK Lions hart gefordert, gewinnt den Spitzenkampf aber dennoch mit 6:4.

BILDER
Doppeltorschütze Justin Feser gehörte gegen die GCK Lions zu den auffälligsten Akteuren beim EHC Olten. (Bild: Hr. Aeschbacher)

GCK Lions – Olten 4:6 (2:2, 1:1, 1:3)
KEB Küsnacht. – 300 Zuschauer. – SR: Winnekens, Ambrosetti/Fauerbach. – Tore: 9. (8:07) Studer (Leone, Meister) 0:1. 9. (8:24) Brunner (Leone, Meister) 0:2. 12. (11:19) Büsser (S. Zangger, Karrer) 1:2. 13. (12:28) Nikiforuk (Schmuckli, Tabacek/Ausschluss Schwarzenbach) 2:2. 29. S. Zangger (Malgin, Nikiforuk) 3:2. 32. Feser (Pargätzi, Leone) 3:3. 41. (40:36) Ruhnke (Leone, Feser/Ausschluss M. Zangger) 3:4. 46. Ganz (Hirt, Studer/Ausschluss Schmuckli) 3:5. 48. Bachofner (Nikiforuk, Tabacek/Ausschluss Meister) 4:5. 60. (59:59) Feser (Brunner, Ganz/GCK Lions ohne Torhüter) 4:6. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen die GCK Lions, 8-mal 2 Minuten gegen Olten.
GCK Lions: Schlegel; Büsser, Blatter; Tabacek, Molina; Schmuckli, Karrer; M. Zangger, Braun; Neuenschwander, Sitje, S. Zangger; Hoffmann, Malgin, Nikiforuk; R. Diem, D. Diem, Bachofner; Faic, Neher, Bandi.
Olten: Bäumle; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Meister; Parati, Aeschlimann; Rampazzo, Schnyder; Wüst, Feser, Schwarzenbach; Burki, Wiebe, Hirt; Brunner, Studer, Leone; Lüthi, Wüthrich, Ruhnke.
Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Schild, Weber, Schneuwly (alle verletzt) und Truttmann (angeschlagen). Bachofner und Leone als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 2. Lattenschuss Nikiforuk, 37. Pfostenschuss Hoffmann, 42. Lattenschuss D. Diem. GCK Lions ab 58:50 ohne Torhüter.

Wer vor dem Auftritt des EHC Olten in Küsnacht, dem dritten Spiel notabene innert knapp drei Tagen, jenen vom 4. Oktober an gleicher Stätte vor Augen hatte und erneut einen ähnlichen Spielverlauf erwartete, der wurde bald eines Besseren belehrt. Waren damals die Gäste die aktivere, vor allem aber die bessere Mannschaft, war der zweite Vergleich mit den GCK Lions von Anfang an ausgeglichen. Die Gäste buchten zwar in der 9. Minute durch Thomas Studer respektive Adrian Brunner innert 17 Sekunden einen Doppelschlag, mussten dann aber ihrerseits keine vier Minuten später einen ebensolchen einstecken. Damit war bereits nach gut zwölf Minuten die Torausbeute aus dem ersten Aufeinandertreffen (2:1 nach Verlängerung) überboten.

Dass die Zürcher diesmal viel zielstrebiger zu Werke gingen als noch beim letzten Mal, spiegelte sich auch in der Strafenstatistik wider: Alleine im ersten Drittel wussten sich die Oltner gleich viermal nur regelwidrig zu helfen – dreimal ging das gut, beim vierten Mal nutzte Alex Nikiforuk den numerischen Vorteil zum 2:2-Ausgleich. Und die Gäste bekamen die forsche Gangart der Junglöwen auch im zweiten Abschnitt zu spüren. Erst vergab Wiebe eine Hereingabe von Linienkollege Burki (fast etwas zu nahe) vor Schlegel, ehe sich die Gastgeber mit einem perfekt getimten Steilpass aus dem eigenen Drittel von Karrer auf Bachofner an die gegnerische blaue Linie lösten. Dieser konnte von Rampazzo nur mittels Foul am Abschluss gehindert werden – das anschliessende Powerplay brachte dann aber nichts Zählbares ein.

Anders drei Minuten später, als die Oltner, auf ärgerliche Art und Weise, zum ersten Mal in Rückstand gerieten. Kurz zuvor hatten sie den bereits sechsten Ausschluss schadlos überstanden, brachten die Scheibe aber, obwohl die Chance dazu bestanden hätte, nicht aus dem eigenen Drittel – was Sandro Zangger prompt zum 3:2 nutzte. Allein, auch diese Führung hatte nicht lange Bestand. Allerdings profitierten die Oltner von der Regelauslegung von Head Winnekens, welcher bei einem (harmlosen) Beinstellen von Schwarzenbach quasi «zugunsten des Angeklagten entschied» und nebst dem Oltner auch Molina wegen unsportlichem Verhalten auf die Strafbank schickte. Somit blieben die Gäste in Überzahl; Pargätzis Slapshot missriet zwar komplett, wurde aber gleichzeitig zur optimalen Vorlage für Feser, der den Puck seinerseits unter die Latte hämmerte.

Mit unentschiedenem Spielstand ging es ins letzte Drittel, und da waren es jetzt eindeutig die Gäste, welche sofort das Kommando übernahmen. Kaum war wieder angespielt, da setzte Ruhnke seine konsequente Arbeit im gegnerischen Slot in Überzahl zum 4:3 um. Und fünf Minuten später nutzten die Gäste auch die nächste Powerplay-Gelegenheit eiskalt aus: Fabian Ganz traf aus der Distanz genau in die weite Ecke, auch deshalb, weil sich Ganz’ Teamkollegen ideal zwischen ihm und dem GCK-Schlussmann positioniert hatten.

Doch das war noch nicht die Entscheidung in einem Spitzenkampf, welcher seinem Namen in allen Belangen gerecht wurde. Denn nach Bachofners Anschlusstreffer zum 4:5 hätte die Partie auf beide Seiten kippen können. Es war jetzt vor allem Thomas Bäumle im Tor der Gäste, welcher alle Hände voll zu tun hatte und sich mehrfach auszeichnen konnte. Gegen Nikiforuk und Hoffmann etwa, oder Jan Tabecek, dessen Schuss Bäumle in der letzten Spielminute sicher parierte. Die Junglöwen steckten nicht auf und suchten den Ausgleich wortwörtlich bis zur letzten Sekunde, ehe Justin Feser mit seinem zweiten Treffer mit der Schlusssirene alles klar machte.

Mit diesem 6:4-Erfolg sind die Oltner in der Tabelle an den GCK Lions vorbeigezogen und grüssen neu vom zweiten Tabellenplatz, allerdings mit zwei Spielen weniger als der Leader SCL Tigers. Weiter geht es für den EHCO in der Meisterschaft nach der Nationalmannschaftspause am 11. November, wenn die Auswärtspartie in Langenthal auf dem Programm steht. von Michael Forster

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