Sonntag, 25. Juni 2017

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Der EHC Olten kassiert beim 3:6 gegen Ajoie die fünfte Niederlage in Serie.

BILDER
Codey Burki (rechts) und der EHC Olten kamen gestern Abend auch gegen den HC Ajoie ins Straucheln. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Olten – Ajoie 3:6 (1:1, 1:2, 1:3)
Kleinholz. – 2949 Zuschauer. – SR: Clément, Jetzer/Schüpbach. - Tore: 7. Brunner (Aeschlimann) 1:0. 10. Beauregard (Hauert/Ausschluss Studer) 1:1. 24. Rimann (Barbero) 1:2. 36. (35:54) Kummer (Frossard, Rimann) 1:3. 37. (36:48) Brunner (Truttmann, Feser) 2:3. 51. Parati (Truttmann, Aeschlimann) 3:3. 54. Mosimann (Portmann, Orlando) 3:4. 56. Barras (Casserini, Mischler/Ausschluss Ryser!) 3:5. 59. Barras (Hauert/Ausschluss Wüst/Olten ohne Goalie) 3:6. - Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Olten, 7-mal 2 Minuten gegen Ajoie.

Olten: 
Bäumle; Meister, Pargätzi; Bagnoud, El Assaoui; Parati, Aeschlimann; Schnyder; Truttmann, Feser, Brunner; Hirt, Wiebe, Schwarzenbach; Wüst, Burki, Ulmer; Leone, Schneuwly, Studer. 

Ajoie: 
Mischler; Vermeille, Casserini; Hauert, Orlando; Barbero, Tanner; Ryser, Erard; Zigerli, Mäder, Primeau; Barras, Lemieux, Beauregard; Kummer, Frossard, Rimann; Mosimann, Portmann, Horansky.

Bemerkungen: Olten ohne Rampazzo (krank), Ganz, Marolf, Schild (alle verletzt), Lüthi, Ruhnke und Weber (alle überzählig). Ajoie ohne Cloutier (als Topscorer überzähliger Ausländer!), Pouilly und Mettler (beide verletzt). 27. Lattenschuss Hauert. 57:12 Time-out Olten, danach bis 57:44 (Strafe gegen Wüst) und von 58:08 bis 58:41 ohne Goalie. Adrian Brunner und Rémy Rimann zu den besten Spielern ihrer Teams gewählt.

117 ebenso beklemmende wie lange Sekunden kurz vor Hälfte der Spielzeit sagten alles aus über den aktuellen Zustand des EHC Olten. Fast zwei volle Minuten lang konnten die Oltner beim Stand von 1:2 mit fünf gegen drei spielen, nachdem innerhalb von drei Sekunden Simon Barbero und Miguel Orlando auf die Strafbank geschickt wurden. Statt die Doppelstrafe zumindest zum Ausgleich zu nützen, ärgerten die Oltner das immer lauter pfeifende Publikum mit unzähligen Querpässen entlang der blauen Linie, mehreren zu Befreiungsschlägen führenden Puckverlusten und keiner einzigen Torchance. Lediglich Justin Feser drückte von der blauen Linie halbwegs gefährlich ab, aber der Puck landete deutlich über dem Tor.

Immerhin riskierte Feser einen Schuss. Sein Landsmann Shayne Wiebe wurde in der 19. Minute völlig freistehend angespielt. Doch statt den Puck im Stil der vergangenen Glanzsaison in den Maschen zu versenken, suchte Wiebe einen freistehenden Mitspieler und passte ins Nirgendwo. Während die EHCO-Ausländer einmal mehr auf der ganzen Linie enttäuschten, konnte es sich Ajoie erlauben, seinen Topscorer Keven Cloutier als überzähligen Kanadier zuschauen zu lassen.

Erstmalige Führung
Dabei hatte die Partie aus EHCO-Sicht vielversprechend begonnen. Erstmals nach der Nationalmannschaftspause gingen die Oltner in Führung. In der 7. Minute sah Adrian Brunner seinen ersten Schuss von Matthias Mischler gehalten, reüssierte aber im Nachschuss. Doch schon nach der ersten Oltner Strafe war es mit der Herrlichkeit vorbei. Ajoies Thomas Beauregard nutzte Thomas Studers Ausschluss in der 10. Minute kaltblütig zum 1:1 aus. Als Rémy Rimann die Jurassier in der 24. Minute erstmals in Führung brachte, schoss er von hinter der verlängerten Torlinie. Den Weg in den Kasten fand der Puck via Schlittschuh des in dieser Situation unglücklich aussehenden EHCO-Schlussmannes Thomas Bäumle. Drei Minuten später hätte Jordane Hauert die Gäste beinahe mit zwei Toren in Führung gebracht, aber sein Distanzschuss prallte vom Pfosten zurück.

In der 36. Minute wurde das 1:3 trotzdem Tatsache, als Dario Kummer von der Bande unbedrängt Richtung Tor marschierte und einschiessen konnte. Allerdings dauerte es nur 54 Sekunden, bis die Oltner durch Adrian Brunners zweiten Treffer auf 2:3 verkürzten. Als Patrick Parati in der 51. Minute den Ausgleich markierte, war dies die Belohnung für die stärkste Phase des Gastgebers, der im Schlussdrittel lange das klar bessere Team war.

«... ja keinen Fehler zu machen» 
Just in dieser Sturm-und-Drang-Periode lief der EHCO in einen Konter, und Ajoie lag nach 54 Minuten dank Jan Mosimann erneut in Front. Eine Minute später keimte bei Olten zum letzten Mal Hoffnung auf, als Kevin Ryser auf die Strafbank musste. Statt 4:4 hiess es aber 3:5 durch Steven Barras, der in der 59. Minute noch das 6:3 ins leere Tor erzielte. «Blöde Fehler, die typisch sind für die Verunsicherung in der Mannschaft, haben den Match entschieden», sagte der sichtlich enttäuschte Benvenuto Savoldelli. Die verpasste Powerplaychance im Mitteldrittel hatte für den EHCO-Verwaltungsratspräsidenten vorentscheidenden Charakter. «Jeder hat den Puck dem nächsten zugespielt – in der Hoffnung, selber ja keinen Fehler zu machen.» von Markus Angst

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