Sonntag, 25. Juni 2017

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Ein «Oldie» bändigt die Junglöwen


Martin Wüthrich schiesst den EHC Olten gegen die GCK Lions mit seinen drei Treffern zum 5:4-Erfolg.

BILDER
Beim EHC Olten – hier Cyrill Aeschlimann, Hattrick-Schütze Martin Wüthrich und Martin Ulmer (von links) – wird wieder gelacht. (BIld: Hr. Aeschbacher)

Olten – GCK Lions 5:4 (0:1, 2:2, 3:1)

Kleinholz. – 2793 Zuschauer (Saisonminusrekord). – SR: Kämpfer; Altmann, Wermeille. – Tore: 8. Braun (Neher) 0:1. 26. Ramón Diem (Dominik Diem) 0:2. 28. Bachofner (Nikiforuk/Ausschluss Bagnoud) 0:3. 29. Bagnoud 1:3. 40. Wüthrich (Lüthi, Schneuwly) 2:3. 43. Wüthrich (Pargätzi, Meister) 3:3. 46. Ulmer (Aeschlimann) 4:3. 49. Brandi (Ramón Diem, Karrer/Ausschluss Pargätzi) 4:4. 53. Wüthrich (Ulmer, Parati) 5:4. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Olten, 6-mal 2 Minuten gegen GCK Lions.

Olten: Tobler; Pargätzi, Meister; Schnyder, Bagnoud; Parati, Aeschlimann; Truttmann, Feser, Brunner; Hirt, Wiebe, Wüst; Ulmer, Burki, Schwarzenbach; Wüthrich, Schneuwly, Lüthi.

GCK Lions: Schlegel; Blatter, Büsser; Molina, Tabacek; Karrer, Schmuckli; Braun; Faic, Nikiforuk, Hofmann; Brandi, Neher, Meier; Ramón Diem, Dominik Diem, Bachofner; Puntus, Nägeli, Hinterkircher.

Bemerkungen: Olten ohne Ganz, Leone, Marolf, Schild, Studer (alle verletzt), El Assaoui (wegen Matchstrafe ein Spiel gesperrt) und Ruhnke (überzählig). GCK Lions ohne Tremblay (verletzt), Zangger (Wechsel zu Gottéron), Künzle, Sitje, Malgin (alle ZSC Lions), Raffeiner, Boltshauser, Neuenschwander und Meier (alle überzählig). 42:35 Timeout GCK Lions. 57:31 Timeout Olten. GCK Lions von 59:05 bis am Schluss ohne Torhüter. Wüthrich und Schlegel als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 

Das erste Heimspiel nach der Freistellung von Coach Scott Beattie bot den Fans des EHC Olten von Begräbnisstimmung bis Siegeseuphorie eine breite Gefühlspalette. Nach einem 0:3-Rückstand zur 28. Minute wendete mit Martin Wüthrich der älteste Oltner Akteur die Partie gegen die GCK Lions zum 5:4-Heimsieg. Der bald 32-Jährige drehte mit seinen notabene drei ersten Saisontreffern gegen den Klub der 18- bis 21-Jährigen für seine Farben doch noch alles zum Guten. «Wir sind noch nicht über den Berg», musste der Matchwinner nach dem Schlusspfiff und dem zweiten Triumph in Serie dennoch einräumen. «Wir hatten einen guten Start, doch nach dem 0:1 lief es immer schlechter, bis wir wieder zum einfachen Spiel fanden und den Turnaround mit etwas Glück schafften.»

Mit fast dreimal mehr Schüssen als die Gäste in den ersten zwei Dritteln liess sich nicht behaupten, dass die Oltner das Spieldiktat nicht frühzeitig in ihre Hände genommen hätten. Bloss das nackte Resultat liess vorerst arg zu wünschen übrig. Der Start und das erste Powerplay in der 6. Minute waren bei den Grünweissen vielversprechend, doch nach einem Fehler an der eigenen blauen Linie genügte ein Blitzkonter der GCK Lions, um das Resultat in der 8. Minute schon ins Negative zu drehen. Nachdem eben noch Marco Truttmann an der Fanghand des Zürcher Keepers Niklas Schlegel gescheitert war, nützte Alexander Braun eine 2:1-Situation zum 1:0 aus.

Schlägerei aus Frust
Oltner Möglichkeiten folgten sich Schlag auf Schlag, doch mit zunehmender Dauer enthüllten sie nur noch die Unfähigkeit im Realisieren. Adrian Brunner, der wegen Nasenblutens kurzzeitig aussetzen musste, scheiterte ebenso wie Raffael Lüthi, Diego Schwarzenbach oder Topscorer Truttmann. Völlig unpassend zum schnellen, aber wenig intensiven Spiel führte wohl nicht zuletzt der Oltner Frust zu in der 16. Minute einer Schlägerei vor Nkklas Schlegel, in deren Gefolge Justin Feser und Jérôme Bachofner für vier Minuten in die Kühlbox mussten.

Einen ernsten Tiefpunkt erreichte das Oltner Spiel jedoch erst im zweiten Abschnitt, als Ramón Diem in der 26. Minute enorme Freiheiten genoss und diese zu einem Solo gegen Michael Tobler und zum 2:0 verwendete. Derweil Philipp Wüst und Justin Feser ihre Gelegenheiten versiebten, kam es für die Gäste in der 28. Minute noch besser. Als Christopher Bagnoud auf der Strafbank sass, tauchte mit Jérôme Bachofner schon wieder ein Junglöwe allein vor dem Oltner Torhüter auf und verwertete ebenfalls kaltblütig zum 3:0. 

Aufgerappelt zum Sieg
Zurückgekehrt von der Strafbank, hatte Bagnoud dann allerdings Erbarmen mit seiner Mannschaft und verkürzte 63 Sekunden nach dem letzten Zürcher Coup auf 1:3. War bei diesem Treffer noch das Glück des Tüchtigen im Spiel, so blamierten sich die Oltner in der 37. Minute, als sie während 65 Sekunden mit fünf gegen drei Mann agieren konnten, bis auf die Knochen. Marco Truttmann liess die Scheibe aus der Angriffszone springen, Adrian Brunner leistete sich einen Umfaller und Martin Ulmer, Diego Schwarzenbach und Remo Hirt stellten sich beim Scoren reichlich umständlich an. Da sich jedoch Martin Wüthrich eines Besseren besann und 42 Sekunden vor der zweiten Drittelspause auf 2:3 verkürzte, behielten sich die Oltner für den Schlussteil trotzdem alle Optionen offen. 

Im letzten Abschnitt schüttelten die Gastgeber dann die Schatten der jüngsten Vergangenheit ab und boten den gepeinigten Zuschauern doch noch etwas fürs Eintrittsgeld. Martin Wüthrich glich mit seinem zweiten Coup in der 43. Minute zum 3:3 aus, ehe Martin Ulmer in der 46. Minute mit dem 4:3 die erstmalige Oltner Führung gelang. Da die GCK Lions auch ihre zweite Überzahlsituation erfolgreich gestalteten, war der Resultatstand in der 49. Minute aber plötzlich wieder ausgeglichen. Da brauchte es für die Oltner eben nochmals Wüthrich, der in der 53. Minute, in zentraler Position allein angespielt, Schlegel mit dem dritten persönlichen Treffer zum 5:4-Endstand nochmals das Nachsehen gab. von Jürg Salvisberg

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