Samstag, 29. April 2017

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«Ein gutes A4-Blatt voll Anwärter»


Der EHC Olten befindet sich auf der Suche nach einem neuen Trainer. Im Derby steht weiterhin Dino Stecher federführend an der Bande.

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Nach den Erfolgen gegen Thurgau und die GCK Lions wollen die Oltner heute im Schoren zum dritten Mal hintereinander einen Sieg bejubeln. (Bild: Hr. Aeschbacher)

«Es sind einige Anwärter, ja – ein gutes A4-Blatt voll», äussert sich Köbi Kölliker knapp eine Woche nach der Beurlaubung von Headcoach Scott Beattie über die Suche nach einem Nachfolger für den Kanadier. Nach den zwei Siegen gegen Thurgau und die Junglöwen war ein Tag vor dem dritten Derby der Saison in Langenthal deutlich zu spüren, dass die Last des Leistungsdrucks auf den Schultern des gesamten EHCO-Umfeldes etwas nachgelassen hat und die Anspannung nach der sich abzeichnenden Strukturveränderung verflogen ist. Das Bewerbungsverfahren für den Headcoach-Posten sei «offen», es werde kein Zeitraum berechnet, in welchem Beatties Nachfolger definiert werden soll. Gemäss Kölliker befindet sich die Klubführung in der Evaluation. Bisher seien einige potenzielle Kandidaten konkret angegangen worden, weitere würden noch hinzukommen. «Es wird einen engeren Kandidatenkreis geben», bleibt Oltens Sportchef in seinen Äusserungen vage. Nichts ist spruchreif – man will sich nach den Turbulenzen in Ruhe wieder finden.

Stecher ist keine Option

Es sind Turbulenzen, die bereits vor Saisonbeginn ihren Anfang genommen hatten. Nach dem frühen Playoff-Ausscheiden und der in schwierigen Umständen missglückten Saisonvorbereitung genoss Scott Beattie in Fankreisen wenig Kredit. Der endgültige Prozess, welcher Beattie letztlich bei der Vereinsführung in Missgunst brachte und zu seiner Absetzung führen sollte, begann jedoch im Langenthaler Schoren. Nicht Zahlen, also in diesem Sinne die fünf Spiele andauernde Niederlagenserie, kosteten Beattie den Job, sondern vielmehr der Zerfall des Oltner Mannschaftsgebildes, bewirkt durch die Verunsicherung fast aller Spieler. Interims-Cheftrainer Dino Stecher scheint nun tatsächlich einen Umschwung bewirkt zu haben und erhält heute im Schoren weiterhin die Möglichkeit, sich zu beweisen, obwohl er den Klubverantwortlichen zufolge keine Option für die Headcoach-Position ist.

Derby Nummer drei bereits im November – dies widerspiegelt den unbefriedigenden Modus mit sechs Runden. «Es ist okay, die Leute wollen Derbys, wir wollen Derbys – es soll <chlöpfe und tätsche>. Das ist Playoff-Vorbereitung», sieht Kölliker die Gefahr nicht, dass Derby-Affichen der vielen Partien wegen überstrapaziert werden könnten. Wenn man auf einen Nachbar treffe, habe ein Spiel immer diesen speziellen Charakter. «Ob es dann zu dem kommt, was man sich unter einem Derby vorstellt, kommt auf uns, die Akteure an.» Die Langenthaler scheinen ihre vor der Nationalmannschaftspause durchlaufene Baisse überwunden zu haben. SCL-Trainer Olivier Horak war damals infrage gestellt worden – doch der Oberaargauer Headcoach konnte sich im Gegensatz zu Beattie im Amt halten. (Yann Schlegel)

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