Mittwoch, 23. August 2017

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Der EHC Olten lässt beim 2:3 nach Verlängerung gegen La Chaux-de-Fonds wieder zwei Punkte liegen.

BILDER
Trotz Überlegenheit und Chancenplus musste der EHC Olten, wie hier in Person von Adrian Brunner, am Ende gegen das HCC-Kollektiv unten durch. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Olten– La Chaux-de-Fonds 2:3 n.V. (0:1, 2:1, 0:0, 0:1)

Kleinholz. – 2937 Zuschauer. – SR: Fischer; Gnemmi, Micheli. – Tore: 8. Muller (Forget, Merola) 0:1. 25. Bochatay (Erb, Bonnet) 0:2. 30. Truttmann (Feser, Brunner/Ausschluss Poudrier) 1:2. 31. Ulmer (Wüst) 2:2. 61. (60:57) Forget (Sejna, Neininger) 2:3. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Olten, 5-mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds.

Olten: Bäumle; Pargätzi, Aeschlimann; El Assaoui, Bagnoud; Parati, Meister; Lüthi, Schnyder; Truttmann, Feser, Brunner; Ulmer, Wiebe, Wüst; Hirt, Burki, Ruhnke; Wüthrich, Schneuwly, Schwarzenbach.

La Chaux-de-Fonds: Giovannini; Zubler, Girardin; Erb, Du Bois; Jacquet, Sutter; Daucourt, Blatter; Merola, Forget, Muller; Grezet, Bonnet, Bochatay; Leblanc, Poudrier, Neininger; Barbero, Burkhalter, Sejna.

Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Schild, Ganz, Leone (alle verletzt), Rampazzo, Studer und Weber (alle überzählig). La Chaux-de-Fonds ohne Mondou und Pivron (beide verletzt). 31. Leblanc scheidet mit einer ausgekugelten Schulter aus und muss sich in Spitalbehandlung begeben. 49. Pfostenschuss Ruhnke. Ulmer und Forget als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 

Zwar gelang es dem EHC Olten im vierten Spiel gegen Neo-Angstgegner La Chaux-de-Fonds endlich einen Zähler zu holen. Doch die 2:3-Niederlage in der Verlängerung bedeutete, dass es definitiv zwei Punkte zuwenig waren. Denn die Platzherren führten 40 Minuten lang klar das Zepter und boten in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels vielleicht das bisher Beste der Saison. Auch im vierten Match unter Interimstrainer Dino Stecher gaben die Oltner mit ihren unterschiedlichen Phasen Rätsel auf. Das auffälligste war dieses: Wie bringt ein Team zwei Tore innert 41 Sekunden zustande und sonst nichts Zählbares?

Fragezeichen hinterliessen auch die zehn Minuten zu Beginn und am Ende der regulären Spielzeit. Zuerst drehte der EHC Olten relativ konzeptlos und verschlafen seine Runden über das Eis, derweil die Neuenburger mit präzis getimten Pässen mächtig Druck aufsetzten. Da La Chaux-de-Fonds in dieser Phase trotzdem nur wenige Möglichkeiten kreierte, war das 1:0 ihre einzige Ausbeute. Devin Muller führte bei seinem Treffer in der 8. Minute die Scheibe am lang geführten Stock elegant um EHCO-Schlussmann Thomas Bäumle herum hinter die Torlinie. Doch die Gäste hatten sich mit ihrem Blitzstart etwas übernommen und gingen für den Rest des Startdrittels offensiv auf Tauchstation.

Blitzreaktion auf das 0:2
Olten dämmerte es langsam, dass es an diesem Abend unweigerlich die Führungsrolle an sich reissen musste, um gegen die Neuenburger endlich wieder einmal zu einem besseren Ende zu kommen. Cyrill Aeschlimann (dreimal), Philipp Wüst, Martin Wüthrich, Adrian Brunner, Remo Meister, Diego Schwarzenbach und Justin Feser gaben dem Abschluss des EHCO immerhin mal ihren Namen, auch wenn ihre Versuche noch zaghaft oder ungenau ausfielen. Auch das erste Oltner Powerplay des Spiels war noch durchzogen: Brunner, für einmal «nur» Antreiber statt Realisator, scheiterte mit seinem Schuss ebenso wie vier Zeigerumdrehungen später bei normalem Bestand.

Dann drohte ein defensives Blackout zwischen Christopher Bagnoud und Patrick Parati die Oltner in der Begegnung vorentscheidend zurückzuwerfen. Michael Bochatay profitierte vom Freiraum und schoss seine Farben in der 25. Minute zum 2:0-Vorsprung. Erst bei Halbzeit gaben die Gastgeber dann der Partie eine deutlich andere Richtung. Erst verwertete Marco Truttmann die zweite Oltner Überzahlgelegenheit und nur 41 Sekunden danach buchte Martin Ulmer mit einem Schuss von der blauen Linie gar den 2:2-Ausgleich.

Nach Pfostenschuss eingebrochen
Die Oltner waren darauf klar die Chefs auf dem Eis. Mit den erwachten Emotionen auf den Rängen und ihrem Sturmdrang schnürten sie die Neuenburger gegen Ende des Mitteldrittels fast ein. Spätestens nach dem vierten Ausschluss eines Gästeakteurs in der 43. Minute hätten die Einheimischen in Führung gehen müssen. Martin Wüthrich verpasste knapp eine Volleyabnahme im Slot und Adrian Brunner verspielte eine Puckstafette in extremis, ehe auch noch Martin Ulmer seinen Schuss gehalten sah. Die Krönung der matchentscheidenden Abschlussflaute lieferte Corey Ruhnke in der 49. Minute, als er die Scheibe mit Präzision an den linken Pfosten von Remo Giovanninis Kasten setzte.

Nach dem Metalltreffer gaben die Oltner die Kontrolle des Spiels Schritt für Schritt wieder aus der Hand. Die klaren Chancen wurden selbst im noch folgenden letzten Powerplay wieder zur Mangelware, die defensive Standfestigkeit brüchiger. Plötzlich kam La Chaux-de-Fonds wieder zu Breaks und dass es nach einer Strafe gegen Olten die letzten 78 Sekunden in Überzahl spielen konnte, kam auch nicht von ungefähr. Zwar war das Boxplay, das in die Verlängerung hinein andauerte nicht matchentscheidend, aber es legte die Grundlage für das Pressing, in dem HCC-Topscorer Dominic Forget nach 57 Sekunden der Overtime beim dritten Abschlussversuch das 2:3 gelang. Von Jürg Salvisberg

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