Mittwoch, 23. August 2017

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Die «Gentlemen» dürfen keine Zeit mehr verlieren


Der neue EHCO-TRainer Heikki Leime sieht sein neues Team als homogene Truppe – allerdings müssen die Details rasch verbessert und neue Ideen umgesetzt werden.

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Baut beim Umsetzen von seinen Vorstellungen auf ein unverzügliches Mitziehen seiner Spieler: Heikki Leime. (Bild: ae)

Doch, mit der ersten Trainingseinheit unter seiner Leitung sei er ganz zufrieden, stellte sich der neue Trainer des EHC Olten, Heikki Leime, ziemlich gelassen den ersten Fragen. Es war eine Einschätzung, welche er wohl schon im längeren Gespräch mit den Spielern vor der «normalen» Einheit auf dem Eis gewonnen hatte, denn das Eistraining selber, in welchem er seine Spieler etwa mit «Gentlemen» ansprach, verkürzte sich dadurch auf gerade noch 45 Minuten anstelle der gebuchten 75. Angesichts des gedrängten Wochenprogramms mit drei Spielen innert vier Tagen spielte das jedoch absolut keine Rolle. Will der neue Trainer gewisse festgefahrene Mechanismen aufbrechen und neue Elemente ins Spiel der Oltner einbringen, muss ohnehin viel gesprochen und erklärt werden. Etwas, das unter seinem Vorgänger Scott Beattie gegen Ende kaum mehr stattgefunden hatte. Ein zentraler Punkt in Leimes Hockey-Philosophie ist der Puckbesitz. «Wenn wir den Puck einmal haben, dürfen wir ihn nicht einfach so weggeben. Allerdings», so der Finne weiter, brauche es dazu auch das nötige Spielermaterial. «Ob wir das in Olten haben, werde ich ziemlich schnell herausfinden. Aber so viel ist sicher: Wenn sie das einmal beherrschen, werden sie es lieben.» Denn, schloss der Eishockeylehrer, der Puck sei schliesslich das schnellste Element auf dem Eis – und das gelte es, auszunützen.

Etwas problematisch erachtet Leime den Faktor Zeit in Olten. «Das Ganze kann nur funktionieren, wenn alle voll mitziehen. Ansonsten reicht die Zeit nicht.» Der erste Eindruck, welchen er tags zuvor beim Auswärtsspiel in Langnau gewonnen hatte, stimmt ihn jedoch zuversichtlich. «Es ist eine homogene Truppe, technisch beschlagen, alles gute Skater, doch die kleinen Details haben am Ende den Unterschied zugunsten des Gegners ausgemacht.» Und ja, er sehe gewiss Potenzial in der Mannschaft, doch «das heisst nicht viel. Potenzial ist schnell einmal auszumachen. Entscheidend wird sein, wie weit die Spieler gehen wollen. Was ich bislang gemerkt habe: Sie hören zu. Und sie scheinen bereit und offen dafür zu sein, mit mir zu arbeiten.» (Michael Forster)

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