Montag, 24. Juli 2017

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«So macht es extrem viel Spass»


Der EHC Olten deklassiert das Tabellenschlusslicht Thurgau mit 7:2.

BILDER
Adrian Brunner (97) lenkt den Pass von Philipp Wüst zum 6:0 für den EHCO ab – und freut sich entsprechend. (Bild: ae)

Olten – Thurgau 7:2 (3:0, 3:1, 1:1)

Kleinholz. – 3292 Zuschauer. – SR: Durussel/Erard, Huggenberger/Schüpbach. – Tore: 14. Wüst (Truttmann, Schwarzenbach) 1:0. 18. Truttmann (El Assaoui) 2:0. 19. Burki (Brunner, Parati) 3:0. 23. Wüst (Hirt, Schneuwly) 4:0. 26. Feser (Parati, Ganz/Ausschluss Rampazzo!) 5:0. 38. (37:01) Brunner (Wüst, Schneuwly) 6:0. 38. (37:43) Bahar (Surgeon) 6:1. 46. Rohner (Büsser) 6:2. 58. Truttmann (Schnyder, Bagnoud) 7:2. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Olten, 2-mal 2 Minuten gegen Thurgau.

Olten: Tobler; Meister, El Assaoui; Parati, Ganz; Bagnoud, Schnyder; Rampazzo; Schwarzenbach, Feser, Truttmann; Wiebe, Burki, Brunner; Wüst, Schneuwly, Hirt; Lüthi, Studer, Wüthrich; Ruhnke.

Thurgau: Roos, Eigenmann; Winkler, Büsser; Maier, Profico; Urech; Schmutz, Damon, F. Lemm; Andersons, Küng, Rohner; A. Lemm, Spurgeon, Bahar; Hüsler, Fuhrer, Mettler.

Bemerkungen: Olten ohneAeschlimann, Marolf, Pargätzi, Schild, Ulmer (alle verletzt), Leone (Kloten Flyers) und Weber (überzählig). Thurgau ohne Blasbalg Bloch, Irman, Pfranger, Weber und Wichser (alle verletzt). Dafür heute erstmals mit Tyler Spurgeon (Kanada), der den verletzten Danny Irmen ersetzt. 25:47 Time-Out Olten. 33. Pfostenschuss Feser. Bahar (Thurgau) und Wüst (Olten) als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet.

Eigentlich befindet sich Thurgau im Aufwind. Das NLB-Schlusslicht hat zuletzt in fünf Spielen das Eis viermal als Sieger verlassen. Von diesem Aufwärtstrend war im Oltner Kleinholz aber herzlich wenig zu sehen. Aufwind war viel mehr beim Heimteam spürbar. Nach dem 4:2-Auswärtssieg in der Ajoie powerte der EHC Olten gegen die Ostschweizer von Beginn weg und spielte die Gäste regelrecht an die Wand, am Ende zeigte die Resultattafel ein 7:2 zugunsten der Powermäuse. «Es war zwar sehr viel Arbeit und sehr viel Kampf – aber so macht es extrem viel Spass», sagte Philipp Wüst, seines Zeichens Doppeltorschütze.

Obwohl die Oltner von der ersten Minute an klar machten, wer im Kleinholz Hausherr ist, und schon nach 23 Sekunden einen ersten gefährlichen Torschuss verzeichneten, liess der erste Treffer bis zur 14. Minute auf sich warten. Philipp Wüst kam – nach einem Rencontre mit einem Gegner – an die Scheibe und erwischte Thurgau-Keeper Dominic Nyffeler zwischen den Beinen zum 1:0. Marco Truttmann und Codey Burki – aus spitzestem Winkel – erhöhten noch vor dem Pausentee auf 3:0. Das Team von Christian Weber hatte den anstürmenden Powermäusen nicht viel entgegenzuhalten. «Wir sind als Team aufgetreten und haben einander unterstützt», sagte Wüst, «noch ist nicht alles top, aber wir sind auf dem richtigen Weg.»

Weil Thurgau sich nach der Pause nicht fangen konnte, setzte der EHC Olten seinen Torreigen fort. Als Erster fing Wüst an der blauen Linie die Scheibe ab und konnte zum Konter ansetzen (4:0). Auf gleiche Art und Weise erhöhte Justin Feser nur gut eine Minute später auf 5:0 – einziger Unterschied zum vorangehenden Treffer war, dass sich der EHCO beim Effort des Kanadiers in Unterzahl befand. Zwischen dem 4:0 und dem 5:0 kamen Schnyder und Schwarzenbach auch noch zu Abschlüssen aus aussichtsreichen Positionen. Spätestens nach dem 5:0 war bei den Ostschweizern so richtig der Wurm drin. So kassierten sie zu allem Unglück auch noch eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis – und plötzlich lag auch noch ein Zahnschutz eines Thurgauers völlig verloren auf dem Eis.

Für die Moral der Powermäuse kam das gestrige Schützenfest gegen Thurgau genau zur rechten Zeit. Dies zeigte auch der grosse Jubel, der bei den Oltner nach jedem Treffer zu sehen war. Adrian Brunner etwa sprang Wüst regelrecht an, als er dessen Schuss in der 38. Minute ablenkte und so das 6:0 markierte. «Wir gingen zuletzt schon ziemlich unten durch», sagte Wüst, «daher kann es schon sein, dass auch die Zuschauer bei uns eine gewisse Erlösung herausspüren.»

Ein minimer Dämpfer für Oltens Fans war der Gegentreffer nur 42 Sekunden nach dem 6:0. Ein Patzer des unterbeschäftigten EHCO-Keepers Michael Tobler ging diesem voraus. Die Würfel waren trotzdem schon nach 40 Minuten gefallen und der Treffer der Thurgauer zum 6:2 in der 46. Minute war nur mehr Resultatkosmetik. Den Schlusspunkt – und das passte zum Spiel – setzte jedoch EHCO-Topscorer Marco Truttmann mit dem 7:2. Die Ausbeute des neuen Oltner Headcoaches Heikki Leime kann sich sehen lassen: Drei Spiele, sieben Punkte – und zufriedene Kleinholz-Besucher. (Adriana Gubler)

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