Mittwoch, 26. April 2017

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«Arbeiten macht nicht immer Spass»


Trainer Heikki Leime scheint mit finnischer Bodenständigkeit den Erfolg nach Olten zurückgebracht zu haben.

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Der neue Trainer Heikki Leime scheint dem EHCO gutzutun. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Nach knapp einem Monat kehrt Heikki Leime an jene Stätte zurück, wo er den EHC Olten zum ersten Mal auf dem Eis zu Gesicht bekam. Am 11. Dezember reiste der Finne mit langer Trainerlaufbahn in Frankreich unmittelbar nach seiner Ankunft in Olten nach Langnau, um zwei Tage später bereits als Headcoach denselben Gegner im Kleinholz zu empfangen. Seit Leime an der Bande steht, hat der EHC Olten nur eine Niederlage nach der regulären Spielzeit einstecken müssen. «Wenn wir momentan erfolgreich sind, dann hat er (zeigt auf Dino Stecher, der soeben in die Trainergarderobe gekommen ist An. d. Red.) grossen Anteil daran», gibt er die Blumen dem Assistenten weiter.

«Wir haben nur an grundlegenden Dingen gearbeitet. Die Wahrheit ist eigentlich, dass wir nicht viel Zeit hatten, weil der Spielplan derart streng ist. Es bleibt nicht viel Zeit, um zu üben. Wir haben vornehmlich über das Defensivspiel gesprochen», ist Leimes bescheidenes Fazit zu seiner bisherigen Amtszeit in Olten. Die Situation mit den unzähligen Matches sei nicht ideal. «Mit dem momentanen Spielplan würde uns fast nur Zeit bleiben, für die kommenden Spiele zu regenerieren, aber wir mussten an unserem Spiel arbeiten», begründet der Finne die aus seiner Sicht zuletzt fehlende Spritzigkeit gegen die GCK Lions. «Aber ich bin glücklich, dass die Jungs hart arbeiten und versuchen umzusetzen, was ich verlange», zeigt er sich mit dem Willen seiner Mannschaft zufrieden. Die grösste Arbeit sei getan, «nun geht es um das Feintuning der Maschine», denkt Leime im Hinblick auf die Playoffs.

Kein rangmässiges Ziel

Über Letztere werde zwar noch nicht gesprochen, aber: «Am Ende des Tages versuchst du, dein Spiel in Ordnung gebracht zu haben.» Entsprechend formuliert Leime auch kein rangmässiges Qualifikationsziel. «Wir sollten nicht mehr darüber nachdenken, wie wir zu spielen haben, sondern faktisch nur das Spiel geniessen können. Momentan arbeiten wir das Spiel noch, und arbeiten macht nicht immer Spass», sieht Leime seine wichtigste Aufgabe in der Vorbereitung.

Die Rückbesinnung auf das Grundlegende und nicht das Streben nach Wundern scheint dem EHC Olten gutgetan zu haben. Ist es Leimes finnische Bodenständigkeit, die den Oltnern das verloren gegangene Selbstvertrauen zurückbrachte? Spätestens die diesjährigen Playoffs dürften eine Antwort auf diese Frage bringen. Vorerst geht es für die Dreitannenstädter allerdings mit dem happigen Qualifikationsprogramm weiter. Der heutige Gegner Langnau scheint nicht gerade in bester Verfassung zu sein. «Oh, die werden auf uns vorbereitet sein», hat Leime Respekt vor dem Leader. «Aber wir auch auf sie», erstarrt er nicht in Ehrfurcht.

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