Sonntag, 25. Juni 2017

Zofingen

21 bis 28°C

Null Punkte gegen drei Linien


Oltens NLB-Eishockeyaner verlieren gegen stark ersatzgeschwächte Langnauer mit 1:4.

BILDER
Oltens Remo Hirt wird von zwei Langnauern bearbeitet, während Yannick-Lennart Albrecht zusieht. (Bild: Michael Marti)

Langnau - Olten 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)

Ilfishalle. – 5619 Zuschauer. – SR: Kämpfer, Brunner/Jetzer. – Tore: 3. Ronchetti (Schlapbach, Albrecht) 1:0. 15. Burki (Brunner) 1:1. 20. (19:54) T. Bucher (Bonnet, Hecquefeuille/Ausschlüsse Bagnoud, Schneuwly) 2:1. 25. C. Moggi (T. Gerber, Rexha) 3:1. 60. (59:56) Müller (C. Moggi, Lakos/ins leere Tor) 4:1. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Langnau, 8-mal 2 Minuten gegen Olten.

Langnau: Ciaccio; Bonnet, Hecquefeuille; Müller, Lakos; Ronchetti, Zryd; Currit; T. Gerber, C. Moggi, Rexha; Haas, T. Bucher, Sterchi; S. Lindemann, Albrecht, Schlapbach; Bandiera.

Olten: Tobler; Meister, Pargätzi; Ganz, Parati; Bagnoud, El Assaoui; Schnyder; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Burki, Brunner; Schwarzenbach, Schneuwly, Hirt; Lüthi, Studer, Ruhnke; Weber.

Bemerkungen: Langnau S. Moggi, Nüssli, Croce, Bärtschi, Rüegg (alle verletzt), Wyss, K. Lindemann, Stettler, Gustafsson, A. Gerber (alle krank) und DiDomenico (überzählig); Olten ohne Marolf, Schild, Ulmer, Aeschlimann, Wüthrich (alle verletzt), Leone (Kloten Flyers) und Rampazzo (überzählig). Ciaccio und Parati als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. Pfostenschüsse Feser: 40./43.

«Natürlich wollten wir unbedingt drei Punkte holen», sagte ein enttäuschter Thomas Studer, «wir konnten auf das frühe Gegentor reagieren, sind gelaufen, brachten die Schüsse aufs Tor» – allein, gereicht habe es nicht. Dabei wäre angerichtet gewesen, dem Leader zu Hause ein Bein zu stellen. Nebst fünf kranken Akteuren fehlten bei den Tigers ebenso viele Spieler verletzungsbedingt. Und wäre das des Ungemachs für Trainer Bengt-Ake Gustafsson nicht schon genug gewesen, musste dieser auch noch auf seinen Topscorer verzichten: Aufgrund der eklatanten Verteidiger-Not liess er DiDomenico draussen und investierte dafür seine beiden Ausländer-Lizenzen in Hecquefeuille und Lakos. Doch es war ausgerechnet Hecquefeuille, der die Oltner in der 15. Minute ins Spiel brachte. Während der Kanadier ansonsten eher vor dem gegnerischen Tor für Gefahr sorgt, leitete er den Ausgleich der Gäste mit einem haarsträubenden Querpass auf Adrian Brunner ein. Dieser scheiterte zwar noch alleine vor Damiano Ciaccio, doch der nacheilende Burki hatte nach dem Abpraller das leere Tor vor sich.

Dass die Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht zumindest mit einer Länge voraus lagen, hatten sie sich selber zuzuschreiben. Bereits nach 13 Sekunden vergab zuerst Wüst aus bester Position, nach 31 Sekunden Linienkollege Feser ebenfalls mittels Direktschuss. Es war ein Auftakt, wie ihn sich die Gäste vorgestellt hatten, allein es fehlten die Tore. Ein Mangel, welcher sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie ziehen sollte. Denn der Möglichkeiten wären für die Oltner genug dagewesen. Eine Minute nur nach dem furiosen Auftakt zum Beispiel, als Brunner die nächste Chance ausliess, um nur Sekunden später mit ansehen zu müssen, wie die Gastgeber ihren allerersten Torschuss sogleich bejubeln konnten. Ronchetti traf, an Freund und Feind vorbei, nach zwei Minuten.

Nachdem die Langnauer vier Sekunden vor Drittelsende in doppelter Überzahl das 2:1 erzielt hatten, war von den Gästen in Abschnitt zwei eine Reaktion gefordert. Doch die blieb weitgehend aus. Es war vielmehr Claudio Moggi, welcher in der 25. Minute auf 3:1 erhöhte. Umso ärgerlicher war es für die Gäste, dass sie ihre Chancen im Gegenzug vermasselten. Remo Meister zum Beispiel, der einen Querpass von Truttmann in einem schnellen Unterzahl-Gegenstoss doch tatsächlich am leeren Tor vorbei schob. Oder Philipp Wüst zu Spielmitte, welcher von einem Bonnet-Patzer nicht profitieren konnte. Der Oltner Flügel war so etwas wie das Sinnbild bei den Gästen. Der Einsatz stimmte, der Ertrag hingegen nicht. Er war es schliesslich auch, welcher in der letzten Minute die finale Möglichkeit zum Anschlusstreffer ausliess – und damit Müller mit seinem Treffer ins von Tobler bereits verlassene EHCO-Gehäuse die Siegsicherung ermöglichte. «Man spürte, dass die Batterien leer waren», nahm Trainer Heikki Leime seine Spieler nach dem Spiel in Schutz, «mental und auch körperlich.» (Michael Forster)

Kommentare zu diesem Artikel (0)
Kommentar zu diesem Artikel schreiben
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.





Sie befinden sich hier: 

Home / RESSORTS / EHCO Mobile-Website anzeigen


Verlag

Zeitungen





Copyright 2016 © Zofinger Tagblatt