Freitag, 24. März 2017

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Powermäuse pfeifen aus dem Januarloch


Die Oltner verlieren ihr Heimspiel gegen den HC Ajoie sang- und klanglos mit 1:4.

BILDER
Eine Niederlage, die weh tut: Dario Kummer jubelt, die Oltner sind konsterniert. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Olten - Ajoie 1:4 (0:2, 1:0, 0:2)

Kleinholz. – 2824 Zuschauer. – SR: Peer, Mauron/Rebetez. – Tore: 5. Mäder (Tuffet, Primeau) 0:1. 11. Tuffet (Casserini, Primeau) 0:2. 28. Burki (Wiebe, Brunner) 1:2. 55. Mäder (Tuffet, Primeau) 1:3. 58. Kummer (ins leere Tor) 1:4. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten, 1-mal 2 Minuten gegen Ajoie.

Olten: Tobler; Pargätzi, Meister; Parati, Ganz; El Assaoui, Schnyder; Grossniklaus; Truttmann, Feser, Wüst; Brunner, Burki, Wiebe; Hirt, Schneuwly, Schwarzenbach; Ruhnke, Studer, Lüthi.

Ajoie: Mischler; Hauert, Orlando; Casserini, Barbero; Ryser, Mettler; Tanner; Beauregard, Lemieux, Horansky; Primeau, Mäder, Tuffet; Kummer, Portmann, Zigerli; Rimann, Frossard, Vermeille.

Bemerkungen: Olten ohne Aeschlimann, Bagnoud, Marolf, Schild, Ulmer, Wüthrich (alle verletzt) und Leone (Kloten Flyers). Ajoie ohne Barras, Erard, Verreault (alle verletzt), Mosimann (krank) und Zaugg (überzählig. 55:26 Timeout Olten. Olten von 56:33 bis 57:15 ohne Torhüter. Grossniklaus und Tuffet als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet.

Das Heimrecht in den Playoffs wollten die Oltner gegen die als Tabellenachte angetretenen Ajoulots konsolidieren. Herausgekommen ist das pure Gegenteil: Durch die 1:4-Niederlage mussten die Oltner den vierten Platz an das gestern siegreiche Visp abtreten. Die dreimal skorende zweite Linie brachte umgekehrt den Jurassiern Erleichterung, die auch durch die Thurgauer Niederlage gegen La Chaux-de-Fonds am Playoff-Strich nun wieder mehr Luft haben.

Mit nunmehr nur zwei Punkten aus den letzten vier Spielen kann Olten genau einen Monat vor dem Playoff-Start kein Zeugnis seiner Reife ablegen. In einem der schlechtesten Drittel überhaupt geriet es gegen Ajoie innert wenig mehr als zehn Minuten 0:2 in Rückstand. Zuerst zog Timothé Tuffet seine Gegenspieler Tim Grossniklaus, Romano Pargätzi und Shayne Wiebe so auseinander, dass Stefan Mäder in der Mitte allein anspielbar war, um zum 0:1 einzuschiessen. Dann drückte Giacomo Casserini an der blauen Linie Richtung Gewühl vor dem Oltner Gehäuse ab, wo Tuffet diesmal selber den Stock goldrichtig hielt, so dass Michael Tobler beim 0:2 keine Abwehrchance hatte.

Die Nuller-Darbietung war für die EHCO-Fans umso ärgerlicher, da Ajoie wohl einen motivierten Gegner, aber keine Macht darstellte. Dies zeigte sich insbesondere bei den drei frühen Powerplay-Möglichkeiten, als die Jurassier wenig Kreatives zu bieten hatten.

Heikki Leime reagierte zu Beginn des zweiten Drittels, als er Diego Schwarzenbach in die erste und Wüst in die dritte Linie zurückbeorderte. Später ersetzte er auch noch Thomas Studer in der vierten Formation. Immerhin erlangten die Gastgeber im Mittelabschnitt die Schussüberlegenheit und eine Resultatkorrektur. Wiebe lancierte Codey Burki ideal in den Lauf, sodass es in der 28. Minute nur noch 1:2 hiess.

Wiebe und Marco Truttmann hätten das Resultat in der Folge ausgleichen können. Die goldene Chance zum 2:2 besass Remo Meister in der 40. Minute, als er allein vor Ajoie-Goalie Mischler scheiterte. Die Gastgeber versuchten im Schlussdrittel das Ruder zu übernehmen, doch der strukturiertere Spielaufbau allein reichte nicht aus, um die Quote der Fehlpässe zu reduzieren und die Abschlusseffizienz zu erhöhen. Als Fabian Ganz in der 56. Minute im Eingangsbereich der eigenen Zone die Scheibe passieren liess, konnten Tuffet und Mäder zum entscheidenden Schlag ausholen. Der vierte Treffer ins von Tobler verlassene Gehäuse war nur noch Zugabe. «Wenn wir einfach spielen und die defensive Seite beachten, kommt es auch offensiv gut», sagte Codey Burki, «wenn wir das aber nicht tun, fallen wir auseinander.» (Jürg Salvisberg)

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