Mittwoch, 26. April 2017

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Der EHC Olten muss heute in La Chaux-de-Fonds in erster Linie verteidigen.

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«Harte Arbeit ist gefragt»: Romano Pargätzi (91) arbeitet Victor Barbero vom eigenen Tor weg. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Die letzten Leistungen des EHC Olten haben gezeigt: Es gibt noch viel zu tun im Hinblick auf die Playoffs, zu welchen in ziemlich genau vier Wochen, am 13. Februar, gestartet wird. Was es am Spiel der Oltner immer wieder zu bemängeln gilt, ist die fehlende Konstanz. Selbst gegen Martigny, welches man im mittleren Abschnitt regelrecht vorgeführt hatte, gelang es in der Folge nicht, den Rhythmus bis zum Schluss durchzuziehen. Ein wenig überzeugendes Schlussdrittel war gewissermassen der Auftakt zu einer Reihe von Spielen, welche nicht nach dem Gusto der Fans – und auch nicht nach jenem der Spieler – verliefen. «Die Konstanz hinzubringen, das ist das Schwierigste überhaupt», bestätigt Verteidiger Romano Pargätzi. «Der einzige Sportler», so der Bündner, «welcher über all die Jahre immer auf einem konstant hohen Level gespielt hat, ist wohl Roger Federer.» Wobei man die Konstanz auch nur schwer trainieren könne: «Es gibt nichts anderes, als im Training immer wieder daran zu arbeiten – und zu hoffen, dass es irgendwann auch wieder besser wird.»

Dass es sich dabei um eine Frage der Einstellung handle, wollte der Verteidiger nicht partout unterschreiben. «Es gab sicher Spiele, in welchen wir den Start verschliefen und nicht parat gewesen sind. Dann gab es aber auch Spiele, als der Einbruch im zweiten Drittel folgte. Das war dann weniger eine Einstellungsfrage.» Dass die eigenen Vorstellungen nicht immer umgesetzt werden können, das hänge, so Pargätzi, oft auch mit dem Spiel des Gegners zusammen. «Ajoie zum Beispiel ist von Anfang an sehr defensiv gestanden, unser Spiel hingegen ist darauf ausgerichtet, Druck zu machen, offensiv zu spielen. So gesehen hat es der Gegner manchmal einfacher.» Zumindest heute Abend stehen die Vorzeichen für einmal umgekehrt. Obwohl die Oltner im letzten Vergleich mit den Neuenburgern gewonnen haben, liegt es an den Gastgebern, vor dem eigenen Anhang für die Musik zu sorgen. «Wir gehen in den Match mit dem Ziel, die ersten zehn Minuten zu überstehen», so Pargätzi.

Kein Angstgegner mehr
Es wird also jenes Spiel aufgezogen, mit welchem der EHCO normalerweise zu kämpfen hat: «Sich darauf zu konzentrieren, kein Tor zu kriegen und dann Konter fahren – das ist natürlich viel einfacher, als von Anfang an das Spiel machen zu müssen.» Nicht nur die Spielanlage spricht also, unter den momentanen Voraussetzungen, für den EHC Olten, auch der letzte beherzte Auftritt, vielleicht der beste dieser Saison, dürfte die Oltner im Hinterkopf in den Neuenburger Jura begleiten. «Es war sehr wichtig, dass wir sie endlich wieder einmal schlagen konnten, noch dazu auswärts», so Pargätzi, «schliesslich hatten sie sich zu so etwas wie unserem ‹Angstgegner› entwickelt. Wir haben bewiesen, auf fremdem Eis mithalten zu können, wenn wir unsere Leistung bringen.»

Die Voraussetzungen dafür, auf die Erfolgsschiene zurückkehren zu können, stehen also bestimmt nicht schlecht. Und dennoch ist beim Tabellenzweiten Vorsicht geboten. «Wir haben nicht den besten Lauf, es wird sicher ein schwerer Match», weiss Pargätzi. «Ich hoffe auf ein enges Spiel, welches wir am Ende dennoch gewinnen können. Einen Kantersieg wird es kaum geben», schmunzelt er, «harte Arbeit ist gefragt, aber wir wissen: Wenn wir gut spielen, dann können wir sie schlagen.» (von Michael Forster)

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