Sonntag, 23. Juli 2017

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Nicht nur im Powerplay viel Luft nach oben


Der EHC Olten verliert das erste 6-Punkte-Spiel gegen Red Ice Martigny mit 1:3 und verliert weiter an Boden.

BILDER
Wie wäre die Partie wohl verlaufen, hätte dieser Puck von Shayne Wiebe gegen Ende des zweiten Drittels den Weg ins Tor gefunden. (Bild: bko)

Olten - Martigny 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)

Kleinholz. – 3093 Zuschauer. – SR: Engelmann, Huggenberger/Schmidt. – Tore: 30. Wiebe (Burki, Hirt) 1:0. 37. Starkov (Montandon, Luca Zanatta) 1:1. 42. Lakhmatov (Montandon, Luca Zanatta/Ausschlüsse Truttmann und Meister) 1:2. 49. Wick (Maret, Knoepfli/Ausschluss Burki) 1:3. – Strafen: je 9-mal 2 Minuten.

Olten: Bäumle; Pargätzi, Grossniklaus; El Assaoui, Schnyder; Meister, Aeschlimann; Parati; Truttmann, Feser, Wüst; Ruhnke, Burki, Wiebe; Brunner, Weber, Schneuwly; Hirt, Studer, Lüthi.

Martigny: Descloux; Borlat, Maret; Hostettler, Marti; Luca Zanatta, Sirokovs; Marghitola; Wick, Schirjajew, Knoepfli; Starkov, Montandon, Lakhmatov; Franzén, Brem, Dähler; Wyssen, Faic, Zorin.

Bemerkungen: Olten ohne Ganz, Marolf, Schild, Ulmer, Wüthrich (alle verletzt), Bagnoud und Schwarzenbach (beide krank). Martigny ohne Ulmann (Lausanne), Gailland (verletzt), Malgin, Michael Zanatta (beide krank) und Douay (überzählig). 36. Lattenschuss Luca Zanatta. 57:38 Timeout Olten, das danach bis zum Schluss ohne Torhüter spielt. Bäumle und Montandon als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet.

Je neun Zweiminutenstrafen kassierten die beiden zuvor um vier Punkte distanzierten Mannschaften. Wie sie mit den Special-Team-Phasen umgingen, zeigte, dass die Walliser im Augenblick ihren Platz unter den ersten Vier verdient haben. Als sich die Strafwaage zu Beginn stets zulasten der Gäste neigte, schöpften die Oltnern die nummerische Überlegenheit nicht aus, um den auch reichlich vorhandenen offensiven Leerlauf zu kompensieren und ein Torpolster vorzulegen. Während 115 Sekunden bot sich den Gastgebern ab der 5. Minute die Möglichkeit, mit zwei Mann mehr zu operieren, doch der erhoffte Ertrag blieb gänzlich aus. Shayne Wiebe (zweimal) und Justin Feser sahen ihre Versuche am Red-Ice-Kasten vorbeiflitzen, ehe der von Philipp Wüst abgegebene Puck zwei Zentimeter vor der Torlinie kleben blieb. Tim Grossniklaus mit einem Pfostenstreifschuss und Marco Truttmann blieben ebenso erfolglos, obwohl die Oltner gegen Ende des Powerplays wegen einer weiteren angezeigten Strafe gegen die Walliser gar mit sechs gegen drei Feldspieler agieren konnten.

Was im ersten Drittel folgte, war beidseits ein komisch verworrenes Spiel, bei dem sich beide Teams zusehends ob der eigenen Unfähigkeit, etwas Ansehnliches zustande zu bringen, nervten. In der 19. Minute wurde ein Konter Martignys den Oltnern beinahe zum Verhängnis. Da jedoch Ewgeni Schirjajew eine tolle Vorlage von Jeremy Wick von hinter dem Oltner Gehäuse an Keeper Bäumle scheitern sah, retteten die Platzherren immerhin das Remis in die Pause. Etwas gefälliger für die Zuschauer eröffneten die beiden Mannschaften das Mitteldrittel. Olten wirkte im Aufbau etwas strukturierter und lieferte für ein paar Minuten gar eine sehr überzeugende Vorstellung ab. Auslöser der stärksten Momente des ganzen Abends war das Führungstor: Nachdem Codey Burki noch an einem gegnerischen Schlittschuh auf der Torlinie gescheitert war, stocherte Wiebe in der 30. Minute die Scheibe doch noch zum 1:0 in die Maschen.

Wüst, Wiebe, Burki und Truttmann hätten den Vorsprung in der Folge ausbauen müssen. Hinten bot Thomas Bäumle seinen Teamkollegen in der 34.Minute mit einem Big Save gegen Maksims Sirokovs Abschluss aus nächster Nähe die bestmögliche Unterstützung. Als Wiebe in der 36. Minute auch noch einen Shorthander verpasst hatte, nahm das Schicksal seine Wendung. Luca Zanatta deutete mit einem Lattenknaller an, dass mit den Unterwallisern verstärkt zu rechnen war. Als die Strafe gegen Corey Ruhnke abgelaufen war, fiel dann das 1:1 durch Kirill Starkov doch noch.

Mit den Strafen gegen Olten häuften sich die Chancen für die Auswärtigen, den Match in die eigene gute Richtung zu lenken. In der 40. Minute tanzte die Scheibe förmlich vor Bäumles Kasten, fand aber den Weg ins Tor noch nicht. Bei einer 5:3-Überzahl in der 42. Minute fackelte Martigny jedoch bloss 16 Sekunden, bis Vitaly Lakhmatov zum 1:2 verwertete. Mit der Geduld bis zur äussersten Zeitlimite handhabte es Wick in der 49. Minute, als er zwei Sekunden vor Burkis Rückkehr von der Strafbank das 1:3 erzielte.

Oltens Reaktion war ein Schlag ins Wasser. Weitere wenige überzeugende Powerplays gipfelten in den Schlussminuten (ohne eigenen Goalie) in einer 6:4-Überlegenheit vor dem Gästetor. Dass dabei Wüst im Abschluss Truttmann anschoss, der ihm zuvor den Puck zugepasst hatte, war bezeichnend für die Oltner Hilflosigkeit. Unter diesen Umständen konnten die Oltner Fans auch dem gesamthaft positiven Schussverhältnis von 35:25 nichts Gutes mehr abgewinnen.

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