Donnerstag, 29. Juni 2017

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Die Playoff-Hauptprobe ist geglückt


Der EHCO bezwingt Visp sicher mit 4:1 – kurioses Weitschusstor von Fabian Ganz.

BILDER
Remo Meister (15) und Topscorer Justin Feser erkämpfen sich gegen aufsässige Visper gemeinsam den Puck. (Bild: AE)

Olten - Visp 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

Kleinholz. – 3222 Zuschauer. – SR: Bielmann/Durussel, Ströbel/Wüst. – Tore: 9. (8:06) Heynen (Desmarais, Altorfer) 0:1. 10. (9:30) Feser (Courchaine, Truttmann) 1:1. 35. Ganz 2:1. 50. Truttmann (Ganz, Feser, Ausschluss Botta) 3:1. 52. Hirt (Schneuwly) 4:1. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Olten, 3-mal 2 Minuten gegen Visp.

Olten: Bäumle; Pargätzi, Meister; Ganz, Parati; El Assaoui, Schnyder; Bagnoud; Truttmann, Feser, Courchaine; Schwarzenbach, Burki, Wüst; Hirt, Schneuwly, Wüthrich;  Aeschlimann, Weber, Lüthi.

Visp: Schoder; Wollgast, Wiedmer; Geiger, Bucher; Heldstab, Heynen; Leu; Rapuzzi, Desmarais, Altorfer; Botta, Brunold, Dolana; Michailow, Hischier, Müller; Furrer, Keller, Privet.

Bemerkungen: Olten ohne Brunner, Ruhnke, Marolf, Schild, Ulmer, Studer (alle verletzt), Grossniklaus (krank) und Wiebe (überzähliger Ausländer), erstmals wieder mit Wüthrich; Visp ohne Schmutz (verletzt), Zeiter, Alihodzic (beide beim Partnerteam) und Moren (überzählig). Remo Hirt und Matthias Schoder zu den besten Spielern ihrer Teams gewählt.

 

Sollten Olten und Visp in den Playoffs aufeinandertreffen, und dafür spricht angesichts der aktuellen Tabellensituation einiges, dann ist den Oltnern mit einem hochverdienten 4:1-Sieg die Hauptprobe für die Viertelfinals sowohl leistungs- als auch resultatmässig vollauf geglückt. Gleichzeitig wahrten die Dreitannenstädter ihre leisen Chancen, am 13. Februar doch noch mit einem Heimspiel in die entscheidende Phase der Meisterschaft zu steigen – auch wenn Visp mit einem Spiel weniger weiterhin zwei Punkte Reserve hat.

Mit schnellen Pässen zum Erfolg

Angesicht der grossen Überlegenheit und des klaren Chancenplus' (vor allem im Mitteldrittel) hätte der Sieg der Leime-Schützlinge gar noch höher ausfallen können. Womit wir gleichzeitig beim einzigen Manko des EHCO wären – der mangelnden Chancenauswertung. Ansonsten präsentierten sich die Oltner gegenüber den zuletzt wenig überzeugenden Vorstellungen deutlich verbessert. Besonders zu gefallen wussten sie mit ihren schnellen (und genauen!) Zuspielen auf einen Richtung Tor laufenden oder vor dem Tor postierten Mitspieler.

Typisches Beispiel hierfür war der Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 10. Minute nur 84 Sekunden nach dem 0:1. Der neue EHCO-Kanadier Adam Courchaine passte in seinem zweiten Spiel, in dem er wiederum gute Ansätze zeigte, zentimetergenau zu seinem Landsmann Justin Feser, und der neue EHCO-Topscorer bezwang Matthias Schoder erstmals.

Plexiglas – Goalie-Rücken – Tor!

Im zweiten Drittel glänzten die Oltner gleich dreimal mit solchen Direktzuspielen – dreimal in unterschiedlicher Angriffskonstellation. In der 21. Minute bediente Romano Pargätzi Adam Courchaine, der den Puck nur knapp neben das Tor setzte. In der 24. Minute passte Raffael Lüthi zu Tim Weber, der an Schoder scheiterte. Und in der 26. Minute fand auch der erstmals seit seinem Kieferbruch wieder (mit Integralhelm) spielende Martin Wüthrich auf Zuspiel von Remo Hirt im überragenden Visp-Keeper seinen Meister. Und gleich noch ein Beispiel für die Dominanz der Oltner: In der 32. Minute zischte der Puck nach einem «Buebetrickli» von Cédric Schneuwly um Millimeter am Tor vorbei.

Es war angesichts dieser Chancenflut der Oltner, der die Gäste lediglich den einen oder anderen Konter entgegenzusetzen hatten, fast schon ironisch, auf welch kuriose Art die Oltner das 2:1 dann doch noch erzielten. Verteidiger Fabian Ganz setzte in der 35. Minute zwischen der roten und der blauen Linie zu einem Slapshot an, der Puck flog über das Tor und hinter dem Kasten ans Plexiglas, knallte von dort zurück und via Schoders Rücken ins Tor!

Bäumles Steigerung

Damit waren die beiden Teams in Sachen ungewöhnliche Tore quasi quitt, denn auch Visps Führungstreffer war alles andere als zwingend. EHCO-Goalie Thomas Bäumle hatte den Puck hinter dem Tor an sich unter Kontrolle, wurde aber bedrängt, die Scheibe landete bei James Desmarais, der Fernando Heynen an der blauen Linie bediente. Dessen Distanzschuss liess Bäumle zum Entsetzen seiner Vorderleute passieren. Es war dies jedoch die einzige Unsicherheit des Oltner Goalies, der neben dem ausgezeichneten Boxplay massgeblichen Anteil daran hatte, dass die Walliser in der Folge torlos blieben.

Nicht jedoch die Oltner, die dem Glückstreffer von Ganz im letzten Drittel zwei wunderschön herausgespielte Tore folgen liessen und so dafür sorgten, dass der Spielverlauf endlich auch im Resultat wiedergegeben wurde. In der 50. Minute traf Marco Truttmann auf Vorarbeit von Ganz und Feser im Powerplay, und 98 Sekunden später sorgte Hirt auf Pass von Schneuwly für das 4:1-Schlussresultat.

«Es wartet noch viel Arbeit»

«Dieser Sieg sorgt natürlich für eine positive Atmosphäre», sagte Heikki Leime, «aber es wartet immer noch viel Arbeit auf uns.» Während der EHCO-Trainer mit dem Unterzahlspiel und der Offensivpower seiner Schützlinge zufrieden war, ortete er trotz nur eines Gegentreffers den einen oder anderen defensiven Mangel. «Da war noch längst nicht alles perfekt, und man kann noch einiges besser machen.» Nicht auf die Äste hinauslassen wollte sich der Finne, inwiefern der Sieg gegen Visp die Chancen auf ein Heimspiel zum Playoff-Auftakt verbessert habe: «Ich schaue weniger auf die Rangliste als auf die Art, wie wir spielen.» (Markus Angst)

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