Mittwoch, 26. April 2017

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«Visp ist eine komplette Mannschaft»


Oltens Trainer Heikki Leime erachtet den Playoff-Gegner als echte Herausforderung.

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EHCO-Trainer Heikki Leime sieht die mentale Verfassung seiner Spieler als das A und O in den Playoffs. (Bild: ae)

Sie haben die Mannschaft vor knapp zwei Monaten übernommen. Hatten Sie genug Zeit, die Spieler auf Playoff-Level zu bringen?

Heikki Leime: 

 

Auf was haben Sie in den letzten Tagen besonders geachtet?

Um ehrlich zu sein, viel zu tun gab es nicht mehr. Es war Detailarbeit, welche wir verrichteten, Details wie Bullys, Special Games. Das Wichtigste war zweifellos der mentale Bereich, wir haben viel miteinander gesprochen.

Haben die Auf und Ab der letzten Wochen mit dem Mentalen zu tun? Das ist ja mehr als nur ein Detail.

Auf jeden Fall, das Mentale ist ein ganz wichtiger Teil. Ich habe das Team übrigens nie als mental schwach wahrgenommen, manchmal fehlte uns ein wenig das Feuer, wir sind aber stets zurückgekehrt. Ich habe meine Vorstellungen von Playoff-Hockey, und genau das versuche ich den Spielern weiterzugeben. Ich habe das Gefühl, das funktioniert – wir werden es sehen (lacht).

Olten blieb in den letzten Jahren den Beweis schuldig, eine Playoff-Mannschaft zu sein. Es gelang meistens nicht, in der entscheidenden Phase einen Zacken zulegen zu können. Wird es in diesem Jahr anders?

Diese Dinge gehören der Vergangenheit an und haben mit dem aktuellen Team nichts zu tun.

Ist es nicht ein Prozess, welchen ein Team durchlaufen muss? Kann das innerhalb eines Jahres gelingen?

Es ist nicht die Frage, was vor einem oder zwei Jahren passierte. Jedes Jahr ist ein neues Abenteuer und der mentale Aspekt ist dabei zentral. Meine Herangehensweise ist ein bisschen speziell. Ich habe als Spieler mehrfach in Siegerteams gestanden, und ich kann mich noch gut an die Mentalität von damals erinnern. Genau das ist es, was ich meinen Spielern sagen will, ihnen aufzuzeigen, dass dies ein möglicher Weg sein kann, in den Playoffs Erfolg zu haben. Ob es am Ende funktioniert, weiss ich nicht. Aber ich bin sicher, dass ich die Spieler habe, die genau das umzusetzen versuchen, was ich ihnen sagen will.

Olten hat das letzte Spiel in Visp 6:3 gewonnen, zudem den letzten Vergleich in Olten 4:1. Sie reisen sicher mit einem guten Gefühl ins Wallis ...

Wir haben gegen jedes Team gewonnen, deshalb wissen wir genau: Wenn jeder seinen Job richtig macht, können wir Erfolg haben. Wir haben viele positive Elemente in unserem Team, welche den Erfolg schliesslich ermöglichen.

Es spielt also keine grosse Rolle, gegen wen man spielt – man kann sie ja alle schlagen.

Wählen können wir unseren Gegner tatsächlich nicht, sonst würden wir zum Beispiel Brandis aus der 1. Liga nehmen (lacht). Der Ansatz muss mehr jener sein, dass wir sagen: «Hey, das ist unser Spiel!» Das ist viel wichtiger als die Frage, wer auf der anderen Seite steht.

Alle reden von Visps Offensivstärke. Ist das alles, was der Gegner zu bieten hat?

Ich denke, Visp ist vielmehr eine komplette Mannschaft, sie spielen auch defensiv sehr stark. Deshalb ist es spannend, gegen sie zu spielen – eine echte Herausforderung. (mf)

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