Sonntag, 28. Mai 2017

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Nach Visps Führung fielen die Tore


Der EHC Olten gewinnt auch den zweiten Playoff-Viertelfinal gegen Visp (6:1).

BILDER
Oltens Remo Hirt erzielte zwei Tore, eines davon auf Pass von Diego Schwarzenbach. (Bild: ae)

Olten – Visp 6:1 (0:0, 2:1, 4:0)

Kleinholz. – 4794 Zuschauer. – SR: Kämpfer/Wirth, Huggenberger/Schüpbach. – Tore: 31. Rapuzzi (Desmarais) 0:1. 34. Weber (El-Assaoui, Wiebe, angezeigte Strafe gegen Visp) 1:1. 39. Hirt (Schwarzenbach, Ganz) 2:1. 50. Feser (Wiebe) 3:1. 53. Weber (Feser, El-Assaoui) 4:1. 58. Ganz (Burki) 5:1. 59. Hirt (Schneuwly, Burki, Ausschluss Schmutz) 6:1. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Olten, 7-mal 2 Minuten gegen Visp.

Olten: Tobler; Pargätzi, Meister; Parati, Ganz; El Assaoui, Bagnoud; Schnyder; Aeschlimann; Weber, Feser, Wiebe; Schwarzenbach, Schneuwly, Hirt; Wüthrich, Burki, Wüst; Scherwey, Studer, Lüthi.

Visp: Schoder; Leu, Bucher; Wollgast, Wiedmer; Heldstab, Heynen; Rapuzzi, Desmarais, Schmutz; Botta, Brunold, Dolana; Furrer, Heitzmann, Keller; Michailow, Neher, Altorfer.

Bemerkungen: Olten ohne Courchaine und Truttmann (krank), Brunner, Ruhnke, Marolf, Schild, Ulmer (alle verletzt), und Grossniklaus (überzählig), Visp ohne Hischier, Zeiter und Alihodzic (alle verletzt). 600. EHCO-Spiel von Cyrill Aeschlimann. Pfostenschüsse: 30. Wiedmer, 44. Schmutz. Lattenschuss: 52. Wüthrich. Tim Weber und William Rapuzzi zu den besten Spielern ihrer Teams gewählt.

 

 

Als der EHC Visp in der 31. Minute durch den Amerikaner William Rapuzzi in Führung ging, schwante vielen Zuschauern im Kleinholz Böses. Die alte Sportlerweisheit «Wenn du sie vorne nicht machst, kriegst du sie hinten rein» dürfte dem einen oder anderen durch den Kopf gegangen sein. Tatsächlich fiel das 0:1, das James Desmarais mit einem Pass von hinter dem Tor auf den freistehenden Rapuzzi mustergültig vorbereitete, völlig entgegen dem Spielverlauf. Die Oltner hätten bereits im ersten Drittel mit mindestens drei Toren in Führung liegen müssen. So vergab alleine der dank Adam Courchaines «Krankheit» wieder ins Team gerutschte Shayne Wiebe vier hochkarätige Chancen.

Und auch im Mittelabschnitt hatte der EHCO nochmals drei Hochkaräter, als Codey Burki in der 27. Minute alleine vor dem Tor den Puck nicht unter Kontrolle bekam und Remo Hirt in der 28. Minute ebenso wie Cédric Schneuwly an Schoder scheiterte. Doch zur grossen Verblüffung seiner eigenen Fans liess sich der EHCO durch Rapuzzis Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen – im Gegenteil. «Das 0:1 hat uns gar nicht gross gestört», meinte Remo Hirt, «wichtig war, dass wir weiterhin mehrheitlich im Scheibenbesitz blieben und mit vier Linien Vollgas gaben.»

Und wie die Oltner das machten: Sie spielten konsequent nach vorne und begannen nach dem 0:1 endlich zu treffen. Nur drei Minuten nach Visps Führungstor glich Tim Weber bei einer angezeigten Strafe gegen die Walliser zum 1:1 aus. «Dass der Ausgleich so schnell kam, war natürlich wichtig», so Remo Hirt. Dieser brachte sein Team nur fünf Minuten später mit einem herrlichen Ablenker nach Vorarbeit von Diego Schwarzenbach endlich in Führung.

Zwar hatte Julian Schmutz in der 44. Minute den Visper Ausgleich auf dem Stock, als er nur den Pfosten traf, doch es war dies das letzte Lebenszeichen der Gäste. Das Schlussdrittel wurde zu einem Schaulaufen der Oltner. In der 50. Minute erhöhte Justin Feser auf 3:1. In der 53. Minute erzielte Tim Weber mit seinem zweiten Tor das 4:1. Zwei Minuten vor Schluss reihte sich mit Fabian Ganz auch noch ein Verteidiger zum 5:1 unter die Torschützen ein. Und in der 59. Minute liess sich Remo Hirt als Doppeltorschütze zum 6:1, notabene dem einzigen Tor in Überzahl, feiern. Mit vier Treffern innerhalb von neun Minuten hatten die Oltner die 2:0-Führung in der Serie festgenagelt.

«Wir haben deutlich weniger zugelassen als im ersten Match in Visp», analysierte Goalie Michael Tobler, «wichtig war aber insbesondere, dass wir auch nach dem Rückstand ruhig geblieben sind. Wir hatten während der ganzen Partie viel mehr Scheibenbesitz und konnten so mehr nach vorne spielen – mit dem positiven Nebeneffekt, dass wir es hinten deutlich ruhiger hatten.» (Markus Angst)

 

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