Samstag, 25. März 2017

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Das konsequente Oltner Körperspiel hat Playoff-Gegner Visp müde gemacht.

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Visps James Desmarais hat gegen hartnäckige Oltner (links Justin Feser) bislang kein einfaches Spiel. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Weiter ohne Truttmann und Courchaine
Anders als beim EHC Visp wird der EHC Olten heute Dienstag (20 Uhr) im Wallis in unveränderter Formation auflaufen. Das heisst weiterhin ohne den zuletzt kranken Topscorer Marco Truttmann, aber auch ohne Adam Courchaine. Dem 30-Jährigen wird also auch in Spiel drei wieder Shayne Wiebe vorgezogen. EHCO-Trainer Heikki Leime wollte nicht bestätigen, dass es sich dabei um eine disziplinarische Massnahme handle. Ihm lägen, so Leime, keine konkreten Beweise für ein allfälliges Fehlverhalten Courchaines vor. Dieser habe sich am Morgen vor dem zweiten Spiel bei ihm persönlich als krank gemeldet. Schliesslich hat Leime, nach dem starken Auftritt Wiebes, keinen Grund für einen erneuten Wechsel. Sollten sich die hartnäckigen Gerüchte um die spätabendlichen Vergehen Adam Courchaines jedoch bewahrheiten, muss zuerst einmal die Vereinsleitung hinstehen und mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit gelangen. (mf) 

Nach zwei Spielen in der Best-of-7-Serie gegen den letztjährigen NLB-Meister Visp haben die Oltner in den Playoff-Viertelfinals alle Vorteile auf ihrer Seite. Nach dem 4:3-Auswärtssieg nach Verlängerung vom Freitag doppelten die Oltner am Sonntag zu Hause nach und erteilten den Wallisern eine 6:1-Lektion. Dabei zeigten sich die Gastgeber in allen Belangen überlegen, sogar im physischen Bereich. Dabei deutete im Vorfeld dieses Duells nicht allzu viel darauf hin, dass sich die «Kräfte»-Verhältnisse verschieben würden. «Es ist unglaublich», bestätigt der Visper Niki Altorfer, «wie solid der EHCO defensiv spielt und gleichzeitig überraschend, wie konsequent sie auf den Körper spielen.» Ähnliches habe man vom diesjährigen Playoff-Gegner in der letzten Saison so nicht gesehen.

Erfolgsrezept gefunden
Die Konzentration auf einen physisch einwandfreien Auftritt scheint das Erfolgsrezept gegen Visp zu sein. «In einer solchen Serie ist das ein wichtiger Bestandteil des Spiels», schmunzelt Sami El Assaoui, als es um Provokationen auf dem Eis geht. «Visp hat es nicht gerne, wenn hart gespielt wird, und natürlich wird es zum Vorteil für uns, wenn sie den Kopf verlieren.» Für El Assaoui und EHCO-Verteidigerkollege Chris Bagnoud heisst das, gegen die erste Linie der Visper mit James Desmarais und William Rapuzzi einen möglichst guten Job zu machen. «Wir wissen genau: Wenn die keinen Punkt erzielen oder vielleicht nur einen einzigen, dann gewinnen wir jeden Match.»

Das A und O sei das körperbetonte Spiel, «damit fängt alles an. Dann werden sie nervös und schlagen irgendwann zu, womit sie weniger aufs Spiel fokussiert sind – und je weniger sie im Spiel sind, desto besser ist das für uns.» Wenn er beispielsweise für vier Minuten auf die Strafbank müsse, gleichzeitig aber auch einer der beiden Visper Ausländer raus müsse, dann profitiere vor allem sein eigenes Team.

«Haarsträubende» Auftritte
Das hat auch Visp-Trainer Kim Collins längst bemerkt. Die unsanfte Behandlung hat Spuren hinterlassen und die während der Qualifikation auf Hochtouren laufende EHCV-Offensive fast zum Erliegen gebracht. Als «haarsträubend» bezeichnet Collins das, was seine Stürmer in den Playoffs bislang zustande gebracht haben, vor allem im Powerplay. Aufgrund der ungemütlichen Ausgangslage sah er sich zu tiefgreifenden Umstellungen gezwungen. Die beiden Ausländer werden vor Spiel drei auseinandergenommen, die ersten drei Linien komplett umgestellt. (von Michael Forster)

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