Mittwoch, 20. September 2017

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Noch fehlt der schwierigste Sieg


Gelingt dem EHCO bereits im vierten Spiel der Halbfinaleinzug?

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Michael Tobler war bisher Oltens Playoff-Lebensversicherung. (Bild: ae)

Der EHC Olten führt in den Playoff-Viertelfinals gegen Visp mit 3:0 und kann mit einem weiteren Heimsieg heute im Kleinholz den Einzug in die Halbfinals perfekt machen. Auch im vierten Spiel hofft der EHCO auf einen Michael Tobler in Topform.

Keine Frage: Der EHC Olten überzeugt in diesen Playoffs mit seiner mannschaftlichen Geschlossenheit. Aus dem kämpferischen Kollektiv ragen dennoch zwei Spieler heraus: Der erst 22-jährige Kanadier Justin Feser, der sein Team wie ein Routinier anführt und der in der NLB-Playoff-Scorerliste auf Rang 1 liegt. Und Torhüter Michael Tobler, der in allen drei Spielen mit zahlreichen Paraden grossen Anteil an den Siegen der Powermäuse hatte. Tobler gibt das Lob gleich an seine Teamkollegen weiter: «Die Mannschaft hat mich brillant unterstützt. Die Verteidiger blocken viele Schüsse und die Stürmer verrichten vorzügliche Defensivarbeit.» Weshalb es dem EHCO in den Playoffs nach der mässigen Qualifikation plötzlich derart gut läuft, kann Tobler nicht genau begründen. «Wir zeigten schon in den letzten zwei, drei Wochen der Qualifikation deutlich konstantere Leistungen», so der Torhüter, der auch die kämpferische Steigerung der Mannschaft betont: «Wir geben in jedem Spiel wirklich alles.»

Eine kämpferisch starke und vorab in der Defensive konzentrierte Leistung wird der EHCO auch im vierten Playoff-Vergleich mit Visp brauchen. Eine alte Eishockey-Weisheit besagt, dass der vierte Sieg in den Playoffs immer der schwierigste sei. Auch Tobler warnt davor, bereits von den Halbfinals zu träumen: «Visp hat absolut nichts mehr zu verlieren», weiss der 29-Jährige. Für Olten sei wichtig, im zweiten Playoff-Auftritt vor eigenem Publikum einfach so weiterzuspielen wie davor und Visp keine Möglichkeit mehr zu geben, in die Serie zurückzukehren. Schon oft nämlich haben die Walliser in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sich in den Playoffs auch aus unmöglichen Situationen noch zu befreien vermögen. Daran denkt Tobler indes nicht: «Wir konzentrieren uns einzig auf unsere eigene Leistung», so der Schmeriker.

In personeller Hinsicht stehen Trainer Heikki Leime alle drei Ausländer zur Verfügung. Shayne Wiebe ist entgegen erster Meldungen nach seiner Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Dienstag nicht gesperrt, weil die Strafen aus der Qualifikation zum Playoff-Start gelöscht wurden. Ob Adam Courchaine eine neue Chance erhalten wird, entscheidet sich erst am Spieltag. Dasselbe gilt auch für allfällige Einsätze von Marco Truttmann und Adrian Brunner, die im Verlauf der Woche wieder ins Teamtraining einsteigen konnten. (Stefan Felder)

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