Freitag, 21. Juli 2017

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Er gehört zum EHCO


Remo Hirt ist beim EHC Olten zur Identifikationsfigur gereift.

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Remo Hirt wird von EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli beglückwünscht. (Bild: ae)

Bevor es heute Dienstag auf dem Eis wieder losgeht, zogen die Spieler des EHC Olten drei trainingsfreie Tage ein. Zeit, auszuspannen und zurückzublicken auf die Viertelfinal-Serie gegen Visp. Dass man sich der Aufgabe gegen den letztjährigen NLB-Meister in nur vier Partien würde entledigen können, damit hatte im Vorfeld auch Remo Hirt nicht gerechnet. «Ich habe in den letzten zehn Jahren in Visp nicht allzu oft gewonnen», erklärt er, «dass uns dies in der gleichen Playoff-Serie jetzt gleich zweimal gelang, das ist einfach hervorragend.» Entscheidende Bedeutung komme, so der Berner, dem knappen Startsieg zu. «Das gab uns die Euphorie und das nötige Selbstvertrauen, auch die zweite Verlängerung und später die Serie schliesslich mit 4:0 zu gewinnen.»

Noch keine grosse Feier

Der 29-Jährige ist sich aber bewusst, dass es nach vier Spielen auch hätte 2:2 lauten können. Umso glücklicher kann man sich im Lager der Oltner schätzen, das als starke Playoff-Mannschaft bekannte Visp aus dem Weg geräumt zu haben. Gefeiert sei nicht gross geworden, erzählt Hirt: «Wir haben in der Garderobe ein Bierchen zusammen getrunken und ein wenig diskutiert – das wars dann aber.» Dabei hätte gerade er selber durchaus Grund gehabt, richtig zu feiern, schliesslich bestritt er im dritten Viertelfinal seine 500. Partie für den EHCO und wurde deshalb geehrt.

«Das ist eine sehr lange Zeit», blickt der Stürmer auf seine letzten zehn Jahre als NLB-Spieler zurück. Von den Elite-Junioren des SC Bern stiess er damals zum EHC Olten und entwickelte sich zum unverzichtbaren Wert im grünweissen Ensemble. «Ich schätze es sehr, dass ich demselben Club so lange habe die Treue halten können.» Die letzten vier Spiele hätten zweifellos zum Besten gehört, was die Oltner in dieser Zeitspanne gezeigt haben, bestätigt Hirt. «Es war auch deshalb speziell, weil uns das Umfeld eine solche Leistung kaum zugetraut hätte. Es haben einige nicht mehr an uns geglaubt, das macht die Siege umso schöner.»

«Derby im Halbfinal wäre super»

Mit dem Coup gegen Visp soll es in dieser Saison aber noch lange nicht gemacht sein. «Ich hoffe natürlich, mit dem EHCO noch möglichst lange spielen zu können und die Meisterschaft zu gewinnen.» Wie es danach weitergeht, will der trickreiche Stürmer noch nicht sagen. Nur so viel: Den Entscheid über den weiteren Verlauf seiner Karriere habe er getroffen. Noch offen ist hingegen Oltens weiterer Playoff-Verlauf. Sollten sich sowohl Langenthal als auch Ajoie durchsetzen, hätte der EHCO in den Halbfinals Heimvorteil und könnte die Oberaargauer zum Derby empfangen. «Bezüglich der beiden ausstehenden Entscheidungen bin ich vollkommen neutral», so Hirt, «doch ein Derby im Halbfinal wäre natürlich super.» (Michael Forster)

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