Donnerstag, 29. Juni 2017

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Nun wartet das Überraschungsteam


Nach der Express-Halbfinalqualifikation geht das Playoff-Abenteuer für den EHC Olten endlich weiter. Nun wartet mit Martigny die Überraschungsmannschaft schlechthin.

 

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Wie schon in der Qualifikation darf man auch im Playoff-Halbfinal zwischen dem EHC Olten und Martigny viele umkämpfte Spiele erwarten. (Bild: Bruno Kissling)

«Es war eine lange Woche», sehnt Heikki Leime den Auftakt zu den Playoff-Halbfinals richtiggehend herbei. «Es ist schwierig, wenn du mitten in den Playoffs bist, aber keinen Ernstkampf hast», sagt der Trainer des EHC Olten. Und doch zeigt sich der Finne zuversichtlich. «Wenn du das Spiel geniesst, dann spielst du automatisch gut», lautet seine Devise.

Im Hintergrund der Trainerkabine ist das Standbild eines Matchvideos zwischen Martigny und dessen Viertelfinalgegner Ajoie zu erkennen. «Wir haben bereits im Verlauf der Woche die beiden potenziellen Gegner Langnau und Martigny etwas studiert – mit den Spielern haben wir nicht darüber gesprochen», äussert sich Heikki Leime zur Vorbereitung. Erst am Samstagmorgen richtete das Trainergespann vor der versammelten Mannschaft den Fokus auf den kurzfristig feststehenden Halbfinalgegner. Am Sonntag-Vormittag wird das Oltner Ensemble vor der Fahrt ins Wallis gemäss Leime noch mit einigen Videosequenzen vertraut gemacht.

Verblüffende Konstanz
Martigny ist nach seinem 2012 geschafften Wiederaufstieg in die NLB erstmals in die Playoff-Halbfinals vorgestossen. Überhaupt ist es 21 Jahre her, seit die Walliser einen derartigen Erfolg verbuchen konnten – eine Tatsache, die für überzeugende Arbeit der Oltner Spielerlegende Albert Malgin, der heute als Headcoach bei Martigny amtet, spricht. Obwohl zum Saisonauftakt um Martigny Konkursgerüchte die Runde machten und man einige gewichtige Abgänge zu verkraften hatte, vermochten die Walliser in der Qualifikation zu überraschen. Sie legten eine zuvor nie gesehene Konstanz an den Tag, die mit dem zweiten Qualifikationsrang belohnt wurde.

Nur schien der Funke lange Zeit nicht auf die Bevölkerung über zu springen. Im Rahmen der drei bisherigen Playoffpartien strömten aber immerhin knapp 2400 Zuschauer ins Forum d’Octodure, das ein Fassungsvermögen von 3520 Plätzen besitzt. Und nun soll gemäss Medienberichten der Halbfinalvorverkauf wunschgemäss angelaufen sein.

Respekt ist gross
«Ich bin sicher, dass Martigny Druck auf uns ausüben wird», zeigt Heikki Leime Respekt vor dem neuen Herausforderer. Respekt, den sich die Malgin-Truppe in der vergangenen Qualifikation erarbeitet hat. Der EHC Olten musste aus sechs Begegnungen vier Niederlagen einstecken – die heimstarken Walliser konnten auswärts nie bezwungen werden.

Gross ist der Respekt allerdings auch beim Kontrahenten, der wesentlich weniger Playoff-Erfahrung als der EHC Olten ausweist. «Dass Olten Visp in vier Spielen eliminiert hat, ist ziemlich beeindruckend», wird Martignys Assistenztrainer Adrien Plavsic in der Lokalzeitung «Le Nouvelliste» zitiert. Verteidiger Mathieu Maret zeigt sich insbesondere von der Oltner Zuschauerkulisse beeindruckt, was die Aufgaben im Kleinholz erschwere. 

«Ein positives Problem»
Im Hinblick auf die Playoff-Halbfinal gegen Martigny konnte die EHCO-Chefetage in personeller Hinsicht derweil ausschliesslich erfreuliche Neuigkeiten vermelden. Martin Ulmer steht den Oltnern ab sofort wieder zur Verfügung und wäre für die erste Halbfinalpartie gemäss eigener Aussage einsatzbereit, nachdem er in der vergangenen Woche wieder uneingeschränkt am Training teilnahm. Bis auf die Langzeitverletzten Roman Schild, Mike Marolf und Corey Rhunke kann Heikki Leime gegen Martigny also aus dem Vollen schöpfen. Auch der zuletzt angeschlagene Remo Meister und die krank gemeldeten Romano Pargätzi und Michael Tobler kehren in die Mannschaft zurück.

Wer in der Halbfinalserie im Tor den Auftakt macht, wollte Heikki Leime indes nicht verraten. «Es ist ein positives Problem, dass wir auf der Goalieposition haben», sprach der EHCO-Trainer die herausragenden Torhüterleistungen im Viertelfinal an. Während die beiden Verträge mit Michael Tobler und Thomas Bäumle nach dieser Saison auslaufen und somit die Oltner Torhüter-Zukunft ungeklärt ist, soll gemäss «Le Quotidien Jurassien» der Ajoie-Hüter Matthias Mischler vor einem Wechsel nach Olten stehen. (von Yann Schlegel)

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