Samstag, 19. August 2017

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Mit Schwung und mentalem Vorteil ins erste Heimspiel


Der EHC Olten eilt in den Playoffs von Sieg zu Sieg. Mit einem zweiten Erfolg im Halbfinal gegen Martigny könnten die Powermäuse heute Abend (19.45 Uhr) im Kleinholz die Weichen in Richtung Finaleinzug stellen.

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Letzten Sonntag stand Martin Wüthrich zum 600. Mal für den EHC Olten auf dem Eis. (Bild: Bruno Kissling)

Dreimal ist der EHC Olten in diesen NLB-Playoffs ins Wallis gereist, dreimal konnte die Mannschaft von Trainer Heikki Leime nach Verlängerung gewinnen. «Die Siege in Visp haben uns viel Vertrauen verliehen», erklärt EHCO-Stürmer Martin Wüthrich, weshalb es nun auch in den Halbfinals in Martigny in der Overtime geklappt hat. Anders als in Visp, als die Oltner Siege auch mit etwas Glück zustande kamen, verdiente sich der EHCO den Erfolg gegen Martigny mit einer dominanten Leistung ab Spielmitte. «Im letzten Drittel», weiss Wüthrich, «hat Martigny kaum noch einen Puck gesehen.» Das grösste Manko im Oltner Spiel sei die Chancenauswertung gewesen.

Psychologisch wichtig
Für den weiteren Verlauf in der Halbfinal-Serie gegen Martigny ist der Erfolg in Spiel 1 von eminenter Wichtigkeit. In erster Linie natürlich, weil dem EHCO das wichtige Auswärtsbreak zum frühestmöglichen Zeitpunkt gelungen ist, aber zweitens auch in psychischer Hinsicht: «Siege in der Verlängerung haben immer auch einen Einfluss aufs Mentale», weiss Wüthrich, «Martigny muss diese Niederlage erst einmal verdauen.» 

Grundsätzlich sei Martigny ein starker Gegner, der in der Defensive ungemein diszipliniert spiele und kaum gefährliche Situationen zulasse. «Martigny stellt immer einen dritten Mann zurück, weshalb sich kaum 2:1- oder 3:2-Überzahlsituationen für uns ergeben werden», analysiert Wüthrich den Gegner aus dem Unterwallis und meint: «Die Grundzüge von Martignys Spielweise ähneln jenem System, das wir selber spielen wollen.»

600 Spiele für Olten
Deshalb, und weil Martigny  mit Reto Lory über einen Torhüter in absoluter Topform verfügt, sind auch im weiteren Verlauf der Serie enge und hart umkämpfte Partien zu erwarten. Das 2:1 vom Sonntag in Martigny war Martin Wüthrichs 600. Spiel für den EHC Olten. Der 32-jährige Stürmer wird heute im ersten Halbfinal-Heimspiel für dieses Jubiläum geehrt. Von den 12 Jahren bei den Powermäusen sind Wüthrich «viele schöne Momente in Erinnerung geblieben.»

Den absoluten Höhepunkt hat das polyvalent einsetzbare Oltner Urgestein indes noch nicht erlebt. «Der ‹Meisterkübel› wäre das Highlight meiner Karriere», sagt der 32-jährige Stürmer. Mit einem zweiten Sieg in der Halbfinal-Serie gegen Martigny heute Abend könnte der EHCO einen weiteren kleinen Schritt in die entsprechende Richtung machen. (von Stephan Felder)

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