Samstag, 19. August 2017

Zofingen

17 bis 32°C

Halbstündige Übermacht bahnt den Weg


Der EHC Olten gewinnt den zweiten Playoff-Halbfinal gegen Martigny 5:2 und liegt damit in der Serie mit 2:0 vorne.

BILDER
Rettungstat in extremis: Martignys Sébastien Hostettler klärt auf der Linie für den bereits geschlagenen Torhüter Reto Lory. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Olten - Martigny 5:2 (3:0, 1:2, 1:0)
Kleinholz. – 5015 Zuschauer. – SR: Popovic/Wirth, Pitton/Wermeille. – Tore: 5. Parati (Ulmer, Feser) 1:0. 6. Ganz (Schwarzenbach, Meister) 2:0. 12. Ganz (Feser, Schwarzenbach/Ausschluss Traber, L. Zanatta) 3:0. 23. Truttmann (Wüst, Ganz) 4:0. 33. L. Zanatta (Maret, Zorin) 4:1. 40. Chiriaev (Nikiforuk/Ausschluss Burki, Parati) 4:2. 60. (59:39) Truttmann (Ganz, ins leere Tor/Ausschluss Nikiforuk) 5:2. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten, 7-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (M. Zanatta) gegen Martigny.
Olten: Tobler; Pargätzi, Meister; Ganz, Parati; Schnyder, El Assaoui; Aeschlimann; Wiebe, Feser, Ulmer; Schwarzenbach, Weber, Hirt; Wüst, Burki, Truttmann; Brunner, Studer, Scherwey; Lüthi.
Martigny: Lory; Maret, Borlat; M. Zanatta, L. Zanatta; Marti, Hostettler; Marghitola, Zorin; Knoepfli, Chiriaev, Nikiforuk; Lakhmatov, Montandon, Starkov; Dähler, Brem, Malin; Franzén, Faic, Traber.
Bemerkungen: Olten ohne Marolf, Ruhnke, Schild, Wüthrich (alle verletzt), Bagnoud, Schneuwly (krank) und Grossniklaus (Elite). Martigny ohne Gailland, Sirokovs und Wyssen (alle überzählig). – 35. Pfostenschuss Feser. 58:11 Time-out Martigny. Ab 58:50 bis 59:39 Martigny ohne Torhüter, dafür mit einem sechsten Feldspieler.

«Der Puck läuft im Moment für uns», sagte Doppeltorschütze Fabian Ganz nach dem 5:2-Sieg seines EHC Olten über den HC Martigny. «Wir waren über das gesamte Spiel gesehen die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Nun müssen wir am Freitag wieder mit Vollgas in die Auswärtspartie steigen.» In der erster halben Stunde vollführten die Oltner am gestrigen Abend tatsächlich ein regelrechtes Schaulaufen auf dem Kleinholz-Eis und legten mit 4:0 vor – die Weichen waren damit in Richtung Sieg gestellt. 

Trotz der grossen Hypothek gaben sich die Unterwalliser aber nicht geschlagen. Sie, die in den ersten 30 Minuten nichts zu melden hatten, kämpften sich zurück. Der Weitschuss von Luca Zanatta flog in der 33. Minute an EHCO-Keeper Michael Tobler vorbei ins hohe Eck und brachte seinem Team neuen Mut. Kurz nach Justin Fesers Pfostenknaller (35.) konnten die Gäste auch noch mit zwei Mann mehr auf dem Feld agieren. 42 Sekunden lang schaufelten sie sich die Scheibe erfolglos im Drittel des EHCO zu, ehe sie schliesslich mit einer grossen Portion Glück zum 4:2 verkürzen konnten. Evgeni Chiriaev spielte die Scheibe von hinten an Michael Toblers Körper, von wo sie ins Tor abprallte. Viel Pech für Oltens Keeper Tobler, der im Kasten der Gastgeber wie auch schon im ersten Halbfinalspiel eine ganz starke Partie ablieferte und clever mitspielte. 

Ulmer bei Comeback ohne Fortune
Die Partie ging also für die zu Beginn so dominanten Oltner nur mehr mit einem Zwei-Tore-Polster in den Schlussabschnitt. Viel ausgeglichener gestalteten sich so dann die letzten 20 Minuten – mit guten Torchancen auf beiden Seiten. Mehrere Powermäuse hätten jedoch den Sack zumachen können. In der 44. Minute etwa tanzte sich der starke Rückkehrer Martin Ulmer durch die Martigny-Abwehrreihe, traf aber die Scheibe nicht richtig. Diese kam frei zu liegen, Shayne Wiebe konnte knapp nicht profitieren. Die beiden kreierten wenige Sekunden gleich noch einen Hochkaräter.

Aussichtsreich war auch die Chance von Tim Weber in der 58. Minute. Er verpasste den vorzeitigen Spielentscheid haarscharf. Dieser blieb schliesslich Marco Truttmann vorenthalten, der 21 Sekunden vor Spielschluss zum 5:2 ins leere Tor einlochte. Damit liegt der EHCO nun in der Halbfinalserie gegen Martigny mit 2:0 vorn.

In allen Belangen überlegen
Bis zum ersten Treffer der Walliser in der 33. Minute waren die Powermäuse klar am Drücker. Sie, die scheinbar über frischere Beine und grösseres Selbstvertrauen verfügten, kombinierten sich immer wieder sehenswert durch die Martinacher Verteidigung. Das 1:0 in der 5. Minute fiel verdient, wenn auch glücklich. Der am Sonntag so souveräne Reto Lory war beim Schuss von Patrick Parati zwar zur Stelle, konnte die Scheibe aber nicht richtig blockieren – sie kullerte ins Tor. 

So glücklich Treffer Nummer 1 war, so gekonnt war Treffer Nummer 2: Diego Schwarzenbach bewies ein gutes Auge, spielte den frei stehenden Fabian Ganz an. Der Verteidiger versorgte die Scheibe kaltblütig in der nahen Ecke. Und in der 12. Minute drosch er in doppelter Überzahl den Puck ein zweites Mal ins Netz – 3:0. Martigny liess sich, nachdem bereits eine Strafe angezeigt war, zu einem dummen Foul verleiten, so dass die Oltner mit zwei Mann mehr ein geduldiges Powerplay aufziehen konnten.

Im Mittelabschnitt schraubte der Gastgeber das Skore knapp drei Minuten nach Wiederbeginn dank Marco Truttmann sogleich auf 4:0 hoch. Wenig später hatte Fabian Ganz in Überzahl seinen dritten persönlichen Treffer auf dem Stock. Er verfehlte das Martigny-Tor aber um Haaresbreite. Und dann bäumte sich Maritgny nochmals auf. Ganz bilanziert: «Nach dem 4:0 gingen wir wohl nicht mehr mit der gleichen Konsequenz in die Zweikämpfe.» (von Adriana Gubler) 

Kommentare zu diesem Artikel (0)
Kommentar zu diesem Artikel schreiben
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.





Sie befinden sich hier: 

Home / RESSORTS / EHCO Mobile-Website anzeigen


Verlag

Zeitungen





Copyright 2016 © Zofinger Tagblatt