Sonntag, 26. März 2017

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Geduldig zum vierten Sieg


Ohne Romano Pargätzi, aber mit Tim Grossniklaus kann der EHC Olten heute Martignys NLB-Saison beenden.

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EHCO-Verteidiger Christopher Bagnoud (links) kennt keine Berührungsängste. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Wenn der EHC Olten heute (19.45 Uhr) zum dritten Mal innerhalb von neun Tagen in der Patinoire du Forum antritt, dann mit dem klaren Ziel Finalqualifikation. Dank des 2:0-Arbeitssiegs vom Sonntag liegen die Powermäuse in der Serie mit 3:1-Siegen vorne und können diesem zähflüssigen, teilweise überharten Playoff-Halbfinal ein frühes Ende bereiten. Dass die Verletztenliste der Oltner wieder um eine Einheit angewachsen ist, ist der bittere Nachgeschmack des sonntäglichen Heimerfolgs.

Opfer des brutalen – und nur mit einer 2-Minuten-Strafe geahndeten – Checks von Tim Traber war Romano Pargätzi, der sicher heute, wohl aber noch viel länger wird pausieren müssen. «Verletzte oder abwesende Spieler sind nichts Neues für uns», sieht Trainer Heikki Leime auch eine Chance für andere – zum Beispiel Tim Grossniklaus. Am Freitag hatte dieser seinen letzten Auftritt mit den Elite-A-Junioren des SC Bern in den Playoff-Halbfinals und wird Leime und dem EHCO ab heute wieder zur Verfügung stehen.

Gegner im Auge behalten
Tim Grossniklaus wird somit einer von noch sieben verfügbaren Verteidigern sein, nachdem mit Cyrill Aeschlimann (Hirnerschütterung), Martin Wüthrich (gebrochene Kniescheibe) und jetzt Romano Pargätzi (Hirnerschütterung) drei Stammkräfte für längere Zeit ausfallen. Obwohl Martigny offensiv nicht allzu viele gute Chancen kreierte, müsse man diesen Gegner trotzdem immer im Auge behalten. «Ich habe Respekt vor ihrem Spiel», so Heikki Leime, «sie sind sehr gefährlich und setzen physisch Akzente.» Weil sie vor dem eigenen Tor nicht viel zulassen, gelte es, die Geduld nicht zu verlieren. «Das hat Spiel vier sehr schön gezeigt. Wir hatten vor allem am Anfang unsere Chancen, haben dann aber nicht aufgegeben und wurden am Ende belohnt.» 

Auch in Spiel fünf, ist sich Verteidiger Christopher Bagnoud sicher, wird sich an der bisherigen Gangart nichts ändern. «Martigny ist, wie übrigens bereits Visp, eine sehr gute Playoff-Mannschaft. Man merkt, dass das mit der Qualifikation überhaupt nicht mehr zu vergleichen ist.» Obwohl der Vergleich mit den Unterwallisern bislang für beide Seiten verlustreich verlaufen ist, will Bagnoud nicht von einer überharten Serie sprechen. Die Härte sei in dieser Phase der Meisterschaft ein Teil des Spiels: «Je länger man in den Playoffs dabei ist, desto intensiver wird es. Checks gehören dazu, wir Spieler müssen immer sehr aufmerksam sein. Solange alles korrekt abläuft, gibt es auch in harten Spielen nichts einzuwenden.» Sobald aber grobe Fouls oder unfaire Checks hinzukämen, habe dies mit dem Spiel nichts mehr zu tun.

Einer, der gerne hinsteht
Der 23-Jährige ist geradezu prädestiniert als «Playoff-Bösewicht», er verfügt nicht nur über Gardemasse (188 cm/96 kg), er setzt sie auch immer wieder ein. «Ich spiele gerne auf den Körper und stehe gerne hin für meine Teamkameraden.» Dass Christopher Bagnoud vor dem eigenen Tor keine Gnade kennt, zeigte er am Sonntag, als Tim Traber EHCO-Hüter Michael Tobler zu nahe kam und von Bagnoud sogleich den Tarif erklärt bekam. Die Oltner haben ohnehin bewiesen, dass sie den physischen Vergleich nicht zu fürchten brauchen. Und doch werden die Walliser heute wohl wieder auf jene Tugenden setzen. «Es wird sicher schwierig, diese Partie für uns zu entscheiden», urteilt Bagnoud, «aber wir wollen den Sack zumachen.» (von Michael Forster)

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