Samstag, 25. März 2017

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Ratlosigkeit tönt anders


Beim EHC Olten weiss man genau, wie man heute in Langnau zurückschlagen kann.

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Das unbefriedigende Heimspiel vom Freitag ist laut EHCO-Stürmer Diego Schwarzenbach abgehakt. (Bild: Bruno Kissling)

Es war die grosse Chance für die Oltner, in der NLB-Playoff-Finalserie gegen die SCL Tigers auf 2:0 davonzuziehen und den favorisierten Gegner endgültig ins Grübeln zu bringen. Doch es kam anders. Die Langnauer waren am Freitag im ausverkauften Kleinholz die bessere Mannschaft und glichen die Serie zum 1:1 aus. «Es gibt nichts schönzureden», sagt Diego Schwarzenbach. «Wir haben gewusst, dass wir in der Lage sind, das Spiel zu machen. Es war tatsächlich eine gute Chance», so der Oltner Flügel.

Aber bei den Gastgebern wollte nicht viel zusammenpassen. Es sei nicht so einfach gewesen vor ausverkauftem Haus, alle seien ein bisschen nervöser gewesen als sonst, bestätigt der 27-Jährige. «Das mag durchaus ein Grund für unseren Auftritt gewesen sein. Ich glaubte, dass vor allem die Langnauer Probleme mit dem Druck haben würden, aber am Freitag haben wohl auch wir selber uns zu viel Druck auferlegt.»

Allein, jetzt sei man auch diesbezüglich in der Serie angekommen, ist sich Schwarzenbach sicher. «Das ist jetzt vorbei. Unser nächster Heimmatch wird ganz anders aussehen», meint er. Ausserdem spüre Langnau «den viel grösseren Druck als wir. Sie machen ihn sich selber, und zwar dadurch, was sie sagen und von sich geben.» 

Zu wenig Unterstützung
Der EHC Olten kann also heute Abend in Spiel drei, das in der Ilfishalle um 18.15 Uhr angepfiffen wird, befreit aufspielen. Von einem Denkzettel, welchen man von den Langnauern am Freitag erhalten hat, will Diego Schwarzenbach nichts wissen. Es sei nicht in erster Linie Langnau gewesen, welches sein Spiel im Vergleich zur ersten Begegnung umgestellt und die Oltner dadurch vor unlösbare Probleme gestellt habe. Vielmehr sei es seinem Team nicht mehr gelungen, an die Leistung vom Dienstag anzuknüpfen. «Sie standen ein wenig defensiver, aber das ist auswärts normal. Wir dagegen haben ein paar Sachen nicht gut gemacht. Das Hauptproblem war, dass wir den puckführenden Spieler zu wenig gut unterstützt haben», sagt der Oberbuchsiter. 

Immer wieder kamen die Oltner einen Schritt zu spät, zudem habe der Abstand zwischen den Spielern nicht gestimmt, so Diego Schwarzenbach. Das permanente Hinterherlaufen hatte zur Folge, dass die Mitspieler auch diesen einen Schritt zu spät frei angespielt werden konnten. Diese Details habe man im gestrigen Training mittels Videosequenzen analysiert. «Während des Spiels sind solche Sachen schwer zu erkennen, das geht auf dem Video viel besser. Wir haben aber gemerkt, dass wir Mühe bekundeten, den Weg aus der eigenen Zone zu finden, und haben das im letzten Drittel bereits ein wenig verbessert», sagt Schwarzenbach. 

Fehler analysiert
Auffällig in Spiel zwei war zudem, wie unsicher Tigers-Goalie Damiano Ciaccio agierte. Er produzierte viele gefährliche Abpraller, von denen die Oltner nicht zu profitieren vermochten. «Das haben wir uns nach dem ersten Drittel zwar vorgenommen», sagt Diego Schwarzenbach, «er hat ja praktisch keinen Puck gefangen. Aber auch hier standen wir zu wenig nahe beieinander und unterstützten uns zu wenig gut.» 

Es macht also den Anschein, als ob die Oltner überzeugt sind, die Vorteile wieder auf ihre Seite zu reissen. Die Fehler sind analysiert und erkannt, das unbefriedigende Heimspiel vom Freitag abgehakt. «Das ist vorbei», bestätigt Diego Schwarzenbach trocken. «Heute ist Spiel drei. Wenn wir gewinnen, sind wir wieder in der genau gleichen Situation.» (von Michael Forster)

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