Sonntag, 28. Mai 2017

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Finalissima zwischen Langnau und Olten


Der Meistertitel in der NLB wird am Dienstag in einem siebten Spiel vergeben. Langnau gewann das sechste Playoff-Finalspiel in Olten mit 5:1 und glich in der Serie aus. 

BILDER
Hängende Köpfe beim EHC Olten nach der 1:5-Pleite gegen die SCL Tigers. (Bild: Marcel Bieri/key)

Olten - SCL Tigers 1:5 (0:3, 1:0, 0:2)
Kleinholz. – 6270 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Fischer/Kurmann, Gnemmi/Wüst. – Tore: 5. Tom Gerber 0:1. 6. Stettler 0:2. 14. Gustafsson (Bucher, DiDomenico) 0:3. 26. Ganz (Ausschluss Müller) 1:3. 45. Bärtschi 1:4. 52. Gustafsson (Bucher/Ausschlüsse Wiebe, Truttmann) 1:5. – Strafen: 6-mal 2 plus 10 Minuten (Scherwey) gegen Olten, 7-mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
Olten: Tobler; El Assaoui, Bagnoud; Parati, Ganz; Meister, Aeschlimann; Grossniklaus, Schnyder; Ulmer, Feser, Wiebe; Truttmann, Burki, Wüst; Schwarzenbach, Schneuwly, Hirt; Scherwey, Studer, Weber.
SCL Tigers: Ciaccio; Stettler, Bärtschi; Hecquefeuille, Kim Lindemann; Ronchetti, Müller; Bonnet; Gustafsson, DiDomenico, Bucher; Haas, Claudio Moggi, Sven Lindemann; Tom Gerber, Adrian Gerber, Sandro Moggi; Rexha, Albrecht, Wyss; Sterchi.
Bemerkungen: Olten ohne Wüthrich, Ruhnke und Pargätzi (alle verletzt), SCL Tigers ohne Nüssli (verletzt), André Lakos und Tremblay (beide überzählige Ausländer). – Timeout Olten (6.).

In Olten wäre knapp 20 Jahre nach einem Nachlass, einem Spielerstreik und einem Schuldenberg in Höhe von dreieinhalb Millionen Franken alles bereit gewesen für den zweiten Titelgewinn in der NLB der Klubgeschichte nach 1988. Der Meisterpott stand bereit. Die Feier nach der Pokalübergabe wäre nicht in der renovierten Kleinholz-Eishalle, sondern mitten in der Stadt gestiegen. Für die Freinacht war alles aufgegleist.

Ein brutaler Fehlstart
Für den grossen Coup waren die Oltner Akteure zumindest am Sonntagabend aber (noch) nicht bereit. Wie die SCL Tigers am Freitagabend im fünften Spiel verschlief der EHC Olten gestern den Start komplett. Nach 14 Minuten lautete das Schussverhältnis 14:2 für Langnau. Aus Oltner Sicht lief alles schief, was überhaupt hätte schieflaufen können.

Nach vier Minuten stocherte Oltens Captain Patrick Parati den Puck in der eigenen Zone an Justin Feser vorbei vors Tor, dort nahm der Langnauer Tom Gerber das Geschenk dankend an, es stand 1:0. Lediglich 66 Sekunden später erhöhte der Emmentaler Verteidiger Martin Stettler mit einem haltbaren Slapshot auf 2:0. Oltens Goalie Michael Tobler, am Freitagabend in Langnau mit fast 40 Paraden noch der gefeierte Held der Oltner, liess diesmal zwei der ersten fünf Schüsse auf sein Tor passieren. 

Und trotz eines frühen Timeout kam es noch schlimmer für Olten. Nach 14 Minuten erhöhte Trainersohn Anton Gustafsson auf 3:0. Für den Schweden mit Schweizer Lizenz war es das erste Tor in der Finalserie, nachdem er in Viertel- und Halbfinal noch am Laufmeter getroffen hatte. Im Finish gelang Gustafsson sogar noch ein zweites Goal zum 5:1.

Viele Chancen vergeben 
Wie am Freitag Langnau benötigte auch Olten ein glückhaftes erstes Goal zum 1:3, um überhaupt eine Reaktion einleiten zu können. Aber auch den Solothurnern gelang es nicht, die Partie nach einem Drei-Tore-Rückstand noch aus dem Feuer zu reissen. Auch, weil das Heimteam zu nervös ob der Chance zum Titel agierte und sich das Leben selbst schwer machte. Eine Drei-Tore-Wende bewerkstelligte in diesen Playoffs bislang erst Martigny gegen Ajoie (5:4-Sieg nach 0:3-Rückstand).

Derweil sich den Tigers im fünften Spiel gegen Olten nach dem 0:3-Rückstand noch ein Dutzend Ausgleichschancen geboten hatten, vergaben die Oltner am Sonntag nach dem Ehrentor von Fabian Ganz eine Handvoll ausgezeichneter Möglichkeiten für den 2:3-Anschlusstreffer, der die Langnauer gewiss nervös gemacht hätte. Stattdessen fiel nach 45 Minuten und einem weiteren Goalie-Fehler Toblers das 4:1 für die SCL Tigers durch Deny Bärtschi.

Heimvorteil ohne Wert
Damit steht es in der Serie nun 3:3. Die Langnauer befinden sich vor der Finalissima vom Dienstagabend in der Ilfishalle nun wieder leicht im Vorteil, weil sie das entscheidende siebte Spiel vor eigenem Anhang bestreiten dürfen. Das Momentum schwingt in dieser Serie aber munter und unberechenbar hin und her. Der Heimvorteil war bislang nicht viel wert: Die Spiele 1 und 5 gewann Olten in Langnau, in Spiel 3 führten die Solothurner ebenfalls mit 2:0, ehe sich Langnau noch glückhaft 4:2 durchsetzte. Schon vor einem Jahr verloren die Langnauer das entscheidende siebte Finalspiel um den NLB-Titel in der Ilfishalle, damals mit 1:5 gegen Visp. (von Rolf Bichsel)

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