Mittwoch, 20. September 2017

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Die gute Laune im Norden soll bleiben


Die sehr einträgliche Fondue-Lounge im Kleinholz soll möglichst rasch ersetzt werden.

BILDER
In etwa so soll die neue Fondue-Tribüne des EHC Olten ab der kommenden Saison daherkommen: in Stahl, etwas breiter und mit freier Sicht auf das Spielfeld. (Bild: zvg)

Knackpunkt Curlinghalle
Während im Nordtrakt die (vorläufig) letzte Etappe der Kleinholz-Sanierung in Angriff genommen wird, mit der Installation der Gäste-WC-Anlage sowie einer fixen Buvette (plus der Grobsanierung des alten Restaurants), wartet am anderen Ende der Halle mit der verwaisten Curlinghalle bereits die nächste (ausserfahrplanmässige) Baustelle. Zu reden gibt aber auch noch die sanitäre Situation im Bereich Haupttribüne. Aufgrund des Heimfalls der Curlinghalle bleibt vorerst auch das WC-Provisorium für die Sitzplatzgäste bestehen. Erst nach dem Entscheid der künftigen Nutzung der Curlinghalle wird über eine definitive Platzierung dieser WC-Anlage diskutiert. (mf) 

Wenn es dem Nordtrakt im Kleinholz in den kommenden Tagen und Wochen an den Kragen geht und damit die (vorläufig) letzte Etappe in der Sanierung des Eishockeystadions eingeläutet wird, dann wird auch die Fondue-Tribüne, die stattliche Holzkonstruktion des EHC Olten, welche nur dank einer Sonderbewilligung in der letzten Saison noch aufrechterhalten werden konnte, für immer verschwinden – in dieser Form. Das Geschäft mit dem flüssigen Käse hat sich für den ambitionierten NLB-Verein zunehmend als sehr einträgliches Geschäft erwiesen und muss deshalb ersetzt werden. Und zwar, geht es nach den Vorstellungen von Daniel Rhiner, im besten Fall bis spätestens Anfang Saison 2015/16. Eingeschränkt in alle Richtungen «Ich weiss», so der Verwaltungsrat der EHC Olten AG, «das ist ein sehr sportliches Ziel, aber wir geben unser Bestes. Selbst wenn es zwei Wochen länger dauern sollte, könnten wir damit leben.»

Das Fondue, serviert während den Meisterschaftsspielen der ersten Mannschaft des EHCO, sorgt also nicht nur bei den Konsumenten für eine gute Laune, sondern auch bei den Vereinsverantwortlichen. «Die Plätze sind immer sehr gut ausgebucht», verweist Rhiner darauf, dass der Fondue-Plausch sehr gefragt ist und dem Verein einen nicht unwesentlichen Betrag in die Kasse spült. So ist man seit rund einem Jahr an der Planung des neuen VIP-Bereichs auf der Nordseite des Stadions. «Zu allererst musste die Finanzierung sichergestellt werden», nennt Rhiner den wichtigsten Schritt. «Wir haben bereits zuvor, für das Restaurant und den Video-Würfel, viele Eigenmittel in den Stadion-Umbau stecken müssen, deshalb war diese neuerliche Investition keine Selbstverständlichkeit.»

An bauliche Grenzen gestossen
Man habe verschiedene Ideen verfolgt und hätte, wären die finanziellen Mittel bereitgestanden, vielleicht ein anderes Projekt verfolgt. «Allzu viele Möglichkeiten hatten wir allerdings nicht», schränkt Rhiner ein, «schliesslich mussten wir uns den Möglichkeiten vor Ort anpassen.» Sprich, die Ideen stiessen in allen Himmelsrichtungen an bauliche Grenzen. Kommt hinzu, dass man nach unten die Sicht der Stehplatz-Zuschauer nicht allzu sehr einschränken wollte und konnte. So hat man sich für eine ganz ähnliche Konstruktion entschieden, für Stahl statt Holz, mit einem neuen Aufgang, rund einem halben Meter mehr Tiefe und doppelt so vielen Sitzplätzen. Möglich wurde die Verdoppelung der Kapazität dank der Verbreiterung nach beiden Seiten, aber auch durch die Verlegung der «Küche» resp. des Umschlagplatzes: Dieser soll, sofern die Bewilligung dazu erteilt wird, neu über dem Kommandoraum auf der linken Seite zu liegen kommen.

Mit der neuen Fondue-Tribüne ist man zwar besser aufgestellt als bisher, aus der erhofften grosszügigen VIP-Plattform ist hingegen nichts geworden. «Entscheidend war das Kostendach, welches wir unbedingt einhalten wollen», so Rhiner, welcher in diesem Bereich bezüglich einer Rückkehr in die NLA von einem «weiteren Schritt» spricht. «Natürlich ist das nicht mit den einst angedachten Katakomben über der Längsgeraden zu vergleichen.» Diese Idee geistert zwar noch immer in den Köpfen einiger EHCO-Macher herum und ist, bestenfalls, nur aufgeschoben. Rein finanziell ist ein solcher VIP-Bereich zu diesem Zeitpunkt aber schlicht nicht realisierbar. 

Curlinghalle: «Objekt der Begierde»
Dafür stehen andere Themen auf der To-do-Liste des EHCO. So möchte man, lieber heute als morgen, im Bereich Süd-Annex einen Aussenbereich gestalten, damit das Restaurant im Sommer attraktiver wird. Zur Diskussion steht zudem die (verwaiste) Curling-Halle. Der Curling-Club hat sich im März in Richtung Aarau verabschiedet, was viel über den Zustand des veralteten Gebäudes aussagt. Der EHCO würde noch so gerne über den Platz in der Curlinghalle verfügen. Dazu müsste diese aber zuerst ersteigert, später durch einen massiven Umbau den Bedürfnissen angepasst werden. «Für die Zukunft des Vereins wäre eine solche Infrastruktur natürlich optimal», spricht EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli die chronisch knappen Platzverhältnisse im und um das Eisstadion an.

Auch für die Sportpark AG, in deren Besitz die Curlinghalle nach dem Heimfall zurückgefallen ist, kommt der Zukunft der Halle entscheidende Bedeutung zu. «Die Frage ist jetzt, was mit ihr passiert», sagt Geschäftsführer Viktor Müller. «Auch wir von der Sportpark AG brauchen noch mehr Platz, genauso wie der EHC Olten. Da eine Fortsetzung des Curlingbetriebs ausgeschlossen werden kann, sind schlaue Ideen über eine künftige Nutzung gefragt» – und, insbesondere, die finanziellen Mittel, diese umzusetzen. Ein Entscheid kann, da sind sich beide Parteien einig, aber frühestens im Verlauf dieses Sommers erwartet werden. (von Michael Forster)

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