Sonntag, 28. Mai 2017

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Favoritenschreck Olten


Der EHC Olten bezwingt am Heimturnier das DEL-Team Augsburg nach starkem Auftritt.

BILDER

Olten – Augsburg 3:2 n.P. (1:0, 0:0, 1:2, 1:0)
Kleinholz. – 1214 Zuschauer. – SR: Mandioni/Fischer, Kehrli/Schüpbach. – Tore: 20. (19:59) Schneuwly (Ganz, Truttmann) 1:0. 45. Iggulden (Mancari/Ausschluss Ulmer) 1:1. 54. Thiel (Bettauer) 1:2. 59. Ast (Ganz/Ausschluss Oberg) 2:2. – Penaltyschiessen: Truttmann -, Iggulden 0:1; Schneuwly -, Matsumoto -; Schwarzenbach 1:1, Mancari -; Feser 2:1, LeBlanc -; Wüst -, Ciernik -. – Strafen: 9-mal 2 Minuten gegen Olten, 8-mal 2 Minuten plus 10-minütige Disziplinarstrafe (Dinger) gegen Augsburg.
Olten: Mischler; Meister, Kobach; Ganz, Ast; El Assaoui, Bagnoud; Schnyder, Aeschlimann; Wiebe, Feser, Scherwey; Schwarzenbach, Schneuwly, Truttmann; Wüthrich, Hürlimann, Ulmer; Wüst, Burki, Hirt.
Augsburg: Deslauriers; Dinger, Lamb; Tölzer, Bettauer; Oberg, Stamler; Holzmann, LeBlanc, Iggulden; Mancari, Matsumoto, Ciernik; Polaczek, Weiss, Grygiel; Thiel, MacKay, Detsch.
Bemerkungen: 14. Pfostenschuss Augsburg. 65. Timeout Augsburg. El Assaoui fällt verletzt aus.

«Wir dürfen auf keinen Fall das Spiel des Gegners annehmen», forderte EHCO-Trainer Heikki Leime im Vorfeld einen mutigen Auftritt seines Teams. Das eigene Spiel sollte stattdessen gegen den Turnierfavoriten aus Augsburg vorangetrieben, verbessert werden. Dass dies nur mit einem ebensolchen mutigen Auftritt möglich sein würde, das zeigten die ersten Minuten dieses zweiten Halbfinals. Es waren Minuten, welche die Gastgeber dazu benötigten, den Respekt vor dem Gegner abzulegen, sich auf die flotte Gangart der Panther einzustellen. Doch einmal im Spiel und damit im Rhythmus, zeigten die Oltner ihre Qualitäten. Auffallend das schnelle Umsetzen, welches zuweilen hervorragend klappte und die Gäste in der Rückwärtsbewegung immer wieder vor grössere Probleme stellte. Dass sich vor dem eigenen Tor der eine oder andere Fehlpass einschlich, war angesichts der hohen Kadenz nicht erstaunlich. Aber auch nicht weiter tragisch, denn Augsburg vermochte die Scheibengewinne nicht gewinnbringend umzusetzen.
So wurde der Vergleich zwischen DEL und NLB rasch zum Duell auf Augenhöhe – in jeder Beziehung.

Tempomässig gar leicht überlegen, punkteten die Powermäuse zunehmend auch in Sachen Körperspiel. Exemplarisch hierfür der Check von Bagnoud zu Drittelsmitte auf offenem Eis. Die Deutschen konnten zwar öfters ihr Kombinationsspiel im Oltner Drittel aufziehen, doch das war zu wenig zwingend. Anders der EHCO. Wenn sich ihm die Chance bot, dann ging es häufig schnell – und direkt. So verpasste Scherwey am Ende einer sehr sehenswerten Direkt-Pass-Stafette von Feser und Wiebe das 1:0 nur knapp (12.), und doch wurde die verdiente Führung noch im ersten Drittel Tatsache. Schneuwly lenkte mit der Sirene eine Ganz-Vorlage unhaltbar ab.

Via Penaltyschiessen in den Final

Eine andere Qualität, welche die Oltner schon seit Jahren auszeichnet, ist das Unterzahlspiel. Unter der Woche hatte man dieses expliziert trainiert; die Leidtragenden waren die Augsburger Panther. Die Scheibe lief zwar nicht schlecht durch die eigenen Reihen, zum entscheidenden Pass vermochten sie hingegen nicht anzusetzen. Zu agil waren die Oltner in diesen Phasen aufgestellt, drängten den Gegner zu Schüssen aus der Distanz und räumten vor dem eigenen Gehäuse konsequent auf. Und sie kamen ihrerseits zu Möglichkeiten in Überzahl, gar mit zwei Mann mehr, doch auch ihnen gelang das Überraschende während 110 Sekunden nicht.

Bis zur 45. Minute waren die Oltner also voll auf Kurs, ehe sich Mischler ein erstes Mal, in Unterzahl, bezwingen lassen musste. Die Partie, welche durch die vielen Strafen ein wenig an Spielfluss einbüsste, hätte nun auf beide Seiten kippen können. Doch es waren die Gäste, welche in der 54. Minute das Tor zur Finalteilnahme weit aufstiessen und mit 2:1 in Führung gingen. Der EHCO zeigte aber Moral, legte wieder einen Zacken zu und schaffte tatsächlich noch den Ausgleich. Ast, in Olten noch bis Ende Oktober im Tryout, liess Gästehüter Deslauriers bei seinem Weitschuss allerdings nicht gut aussehen. Doch das reichte zur Verlängerung, in welcher die Oltner eher die besseren Chancen hatten, die Entscheidung zu ihren Gunsten jedoch für das Penaltyschiessen aufsparten. Schwarzenbach und Feser drehten ein 0:1 und sorgten damit für die Überraschung.

In der ersten Partie des Tages besiegte der SC Langenthal nach Startschwierigkeiten die Kassel Huskies verdient mit 6:4. Damit kommt es heute Samstag zu den Partien Olten – Langenthal und Augsburg – Kassel. (Michael Forster)

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