Samstag, 25. März 2017

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Die nötige Effizienz und eine Prise Glück


Der EHC Olten holt mit dem 5:2 gegen La Chaux-de-Fonds den ersten Sieg in dieser NLB-Saison.

BILDER
Shayne Wiebe nutzt den zusätzlichen Raum mit einem Mann mehr zum zwischenzeitlichen 3:1 für den EHC Olten. (Bild: Bruno Kissling)

Olten - La Chaux-de-Fonds 5:2 (1:0, 2:2, 2:0)
Kleinholz. – 3059 Zuschauer. – SR: Kämpfer, Bürgi/ Gnemmi. – Tore: 17. Scherwey (Dal Pian) 1:0. 27. Carbis (Burkhalter) 1:1. 29. Wüst (Hürlimann, Hirt) 2:1. 31. Wiebe (Hirt, Feser/Ausschluss Blatter) 3:1. 35. Blatter (Leblanc, Burkhalter) 3:2. 46. Schneuwly (Truttmann, Schwarzenbach) 4:2. 53. Ulmer (Wiebe, Feser) 5:2. – Strafen: Je 5-mal 2 Minuten.
Olten: Mischler; Ganz, Pargätzi; Meister, Kobach; El Assaoui, Schnyder; Aeschlimann; Wiebe, Feser, Ulmer; Schwarzenbach, Schneuwly, Truttmann; Wüst, Hürlimann, Hirt; Wüthrich, Dal Pian, Scherwey; U. Huber.
La Chaux-de-Fonds: Giovannini; Jacquet, Erb; Stämpfli, Hostettler; Vuilleumier, Hofmann; Blatter, Zubler; Muller, Forget, Camarda; Neininger, Meunier, Grezet; Poudrier, Bonnet, Merola; Carbis, Burkhalter, Leblanc.
Bemerkungen: Olten ohne Burki (verletzt) und Bagnoud (gesperrt). La Chaux-de-Fonds ohne Girardin (verletzt). 28. Tor von Neininger aberkannt (Kickbewegung). 

Es war ein Duell der verpassten Chancen, welches sich Olten und La Chaux-de-Fonds am Dienstagabend lieferten. Mit dem besseren Ende für die Oltner, welche den Sieg, nach den zwei Niederlagen im Penaltyschiessen zum Saisonauftakt, einen Tick mehr suchten. Sie agierten in den entscheidenden Momenten zielstrebiger und liessen weniger Möglichkeiten aus als der Gegner, bei welchem Michael Neininger die Partie in der ersten Hälfte praktisch im Alleingang hätte entscheiden müssen.

Ganz sicher hatten die Oltner aber auch ein wenig Glück, dass es mit dem ersten Sieg in der noch jungen Saison klappte. Symbolisch dafür stand die 28. Minute, welche die Partie in die – für den EHCO – richtige Richtung leitete. Der HC La Chaux-de-Fonds hatte nur eine halbe Minute zuvor den Ausgleich erzielt, und schon lag der Puck nach dem 1:1 wieder im Tor der Oltner. Doch Head Kämpfer schaute sich die Szene noch einmal auf dem Video an und entschied auf ein Kicktor Neiningers.

Noch nicht alles in Ordnung
Der (absolut richtige) Entscheid entpuppte sich als Wende zum Guten für die Oltner. Anstatt 1:2 hiess es kurze Zeit später nämlich 3:1. Zuerst setzte Topscorer Remo Hirt an der Bande erfolgreich nach und ermöglichte so den Führungstreffer von Philipp Wüst, ehe Shayne Wiebe, nach einer perfekt getimten Backhand-Vorlage Hirts, gar der Zwei-Tore-Vorsprung gelang. Alles in Ordnung also bei den Gastgebern? Noch lange nicht. Sie hatten zwar nach dem Doppelschlag alle Vorteile auf ihrer Seite, doch es gab eben auch weiterhin noch die Schattenseiten. Längst nicht immer wurde nämlich vor Giovannini so zielstrebig agiert wie zu Spielmitte. So verpasste zum Beispiel Marco Truttmann, welcher seiner Form noch massiv hinterherläuft, das 4:1 doch ein wenig gar leichtfertig. 

Der grösste Schwachpunkt im Spiel des EHCO ist und bleibt aber nicht etwa Formschwäche oder mangelnder Einsatz, sondern die individuelle Fehlerquote. Sie trug dazu bei, dass die Partie kurze Zeit später bereits wieder offen war und, mehr noch, auf die Seite der Neuenburger zu kippen drohte. Nach dem Anschlusstreffer von Florian Blatter, welcher das 3:1 noch von der Strafbank aus erlebt hatte, roch es nämlich stark nach dem Ausgleich. Die Oltner konnten sich kaum mehr befreien und mussten schliesslich froh sein, den knappen Vorsprung in die Drittelspause retten zu können. 

Zweite Video-Konsultation
Es brauchte schliesslich eine nächste umstrittene Szene, ehe die Gastgeber wieder ein wenig aufschnaufen konnten. 45 Minuten waren gespielt, als Kämpfer ein weiteres Mal das Video konsultierte, ehe er den vierten EHCO-Treffer durch Cédric Schneuwly gab. Dieser hatte eine Vorlage Truttmanns unter die Latte geknallt, doch schien der Puck vor der Linie wieder aufzusetzen.

Wie auch immer: Nach diesem neuerlichen Rückschlag schienen die Gäste jetzt aber doch bedient. Sie drängten die Gastgeber zwar in deren Drittel zurück, aber ohne Erfolg. Es war vielmehr der EHCO, welcher durch Martin Ulmer gar noch einen Treffer nachlegte zum etwas zu deutlichen 5:2-Sieg. Hätte der HCC vor allem im Mitteldrittel nur ein wenig kaltblütiger agiert, hätte das Spiel auch anders verlaufen können. 

«Treffer so etwas wie Bonus»
Zu den Gewinnern des Abends zählte Cyrille Scherwey. Auf der einen Seite erfüllte er seinen Part als Aggressivleader in der 4. Linie perfekt, zudem war er für die erste Führung der Partie verantwortlich. «Der Treffer war so etwas wie der Bonus dafür, dass ich meinen Job erledigt habe», sagte der Neuzuzug der Oltner. Man habe die drei Punkte unbedingt gewollt, vor allem nach den beiden knappen Auftaktniederlagen.

Allerdings habe man dafür hart arbeiten müssen. «La Chaux-de-Fonds ist läuferisch extrem stark, was uns das Aufbauen doch ziemlich erschwerte. Es musste alles sehr schnell gehen», sagte Scherwey. Ihren nächsten Auftritt haben die Oltner am Samstag auswärts gegen die GCK Lions. (von Michael Forster)

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