Sonntag, 26. März 2017

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Lernen, einen Vorsprung zu verteidigen


Folgt heute der dritte Streich in Serie? Mit einem Sieg über den schwächelnden EHC Visp wäre der NLB-Saisonstart des EHC Olten als «gelungen» zu bezeichnen.

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Oltens Shayne Wiebe weiss, wo sein Team im Moment noch die grössten Defizite hat. (Bild: André Grossenbacher)

Weihnachten ist erst in gut drei Monaten. Trotzdem brennt in Visp bereits der Baum, um den Saisonstart der Lonzastädter symbolisch zu beschreiben. Aus vier NLB-Spielen resultierte gerade einmal ein Sieg gegen die GCK Lions. Auf der anderen Seite setzte es eine 4:9 Klatsche in Langenthal und zwei Heimniederlagen gegen Thurgau und Aufsteiger Winterthur ab. Also zwei Teams, die im Normalfall bis zum Schluss um die Playoff-Qualifikation kämpfen. Erstaunliche Resultate für ein Team, welches Meisterpotenzial hat. Kommt hinzu, dass mit im Schnitt über vier kassierten Gegentoren pro Spiel die Defensive katastrophale Noten erhält.

System korrekt umsetzen
Dass das Visper Gehäuse für die starke EHCO-Offensive deswegen so offen wie ein Scheunentor sein wird, glaubt Shayne Wiebe nicht. «Du musst dich nicht darauf verkrampfen, Tore erzielen zu wollen. Du hast das System richtig umzusetzen und dann fallen die Tore von alleine», sagt der EHCO-Stürmer. Oder einfach ausgedrückt: Oltens Kanadier ist es eigentlich egal, wie der Gegner heisst – das eigene Spiel korrekt umzusetzen ist das Wichtigste.

Das war auch gegen die GCK Lions der Fall, einzig eben, dass Olten in defensiver Hinsicht noch einiges zu begreifen hat. «Wir müssen noch lernen, wie wir uns bei einer Mehr-Tore-Führung zu verhalten haben. Wir müssen dann nicht mehr mit allen Mitteln den Weg zum gegnerischen Tor suchen, sondern ein wenig konservativer spielen und lediglich noch auf weitere Chancen lauern», so Wiebe. Das hiesse nicht, weniger konsequent oder mit weniger Energie zu spielen, sondern mit mehr Pucksicherheit und weniger kopflos nach vorne rennen. 

Neue Linienpartner
Shayne Wiebe ist nun bereits in seiner dritten Saison mit dem EHCO. Neu für ihn ist, dass er seit Saisonbeginn stets mit seinem Landsmann Justin Feser in derselben Linie spielt. Das harmoniert bisher ganz gut. Eigentlich auch mit dem dritten Mann im Bunde, Martin Ulmer. Trotzdem entschied sich Heikki Leime gegen die GCK Lions dafür, Remo Hirt an die Seite der beiden Kanadier zu beordern. «Weshalb der Coach sich dafür entschieden hat, weiss ich nicht», sagt Shayne Wiebe, «der Trainer versucht natürlich herauszufinden, welche Spieler am besten miteinander harmonieren. Du als Spieler kannst aber ohnehin nur ein Ziel haben: dein Bestes geben, egal wer neben dir steht.»

Und wenn die Spieler wie Shayne Wiebe ausserdem mit ihrem Tempo und Körpereinsatz den Puck vornehmlich im gegnerischen Drittel halten und ab und zu noch einen genialen Pass wie beim 4:2 gegen die GCK Lions liefern, dann ist heute Abend (20 Uhr) der zweite Heimsieg in Serie möglich. Egal wie viel die Visper beim eigenen Anhang gut zu machen haben. (von Andreas Hagmann)

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