Samstag, 19. August 2017

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Der Härtetest beim Leader


Stefan Hürlimann kehrt mit dem EHCO zu seinem Stammklub Rapperswil zurück.

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Trug jahrelang das Dress der Rapperswil-Jona Lakers, jetzt jenes des EHC Olten: Captain Stefan Hürlimann. (Bild: AE)

Wie ist Ihre Gefühlslage vor dem Duell gegen Ihren Stammklub?

Stefan Hürlimann: Verfolgen Sie noch, wie es Ihrem langjährigen Arbeitgeber ergeht?

Ich freue mich für Rapperswil, dass es ihm läuft. Ich bin der Organisation sehr dankbar. Ich durfte dort eine schöne Zeit verbringen. Jetzt komme ich als Gegner zurück und werde alles für den EHCO geben.

Pflegen Sie noch Kontakte?

Ich habe noch mit einigen Spielern Kontakt, auch mit Vertretern des Staffs. Das hat sich über viele Jahre so entwickelt. Den Krafttrainer kenne ich seit 20 Jahren. Da wächst natürlich etwas zusammen. Persönliche Treffen gibt es kaum. Ich stecke meine Energie in meine Arbeit und meine Familie. Aber wenn ich Zeit hätte und gerade in der Region wäre, dann würde ich mich sicher mit dem einen oder anderen Kollegen treffen.

Erwarten Sie viele bekannte Gesichter auf der Tribüne?

Ich weiss, dass meine Eltern zuschauen werden, und habe auch schon SMS von Verwandten, Freunden und Bekannten erhalten, dass sie vorhaben, ins Stadion zu kommen. Sie alle wissen, dass mit Olten eine gute Mannschaft kommt. In erster Linie werde ich mich trotzdem auf den Match konzentrieren und versuchen, all das Drumherum zu vergessen.

Was aber nicht immer einfach ist.

Ich darf nicht zu viel darüber nachdenken, was in den Köpfen der Leute vor sich geht. In dem Moment, wo das Spiel beginnt, denkt man sowieso nur noch an Eishockey. Meine Hauptaufgabe ist, meine Rolle so gut wie möglich zu spielen und meinem Team zu helfen.

Zumal es Ihnen persönlich ja derzeit nicht allzu schlecht läuft.

Ich habe grosse Freude, wenn es läuft und ich auch meine Punkte mache. Wenn man hart arbeitet, dann kommen sie unweigerlich. Diesen Weg will ich weitergehen. Unsere Linie läuft super. Mit Philipp Wüst habe ich einen Flügel, der sehr torgefährlich ist, viel läuft und kämpft. Das erwarte ich von meinen Flügeln. Das habe ich auch «Ulmi» (Martin Ulmer) gesagt. Er ist ein Künstler und soll auch etwas probieren, das entspricht auch seinem Naturell. Aber wenn er den Puck verliert, dann muss auch er den Rückwärtsgang einlegen.

Wie sieht Ihr Wunschszenario aus für das Spiel?

Mein Wunsch sind drei Punkte in Rapperswil. Wenn wir so powern wie im letzten Drittel gegen Visp, wird es auch für die Lakers schwierig. Wenn ich dazu noch ein Tor erzielen könnte, wäre das natürlich zusätzlich wunderschön. Rapperswil hat als Leader momentan sicher viel Selbstvertrauen. Aber ich habe ja selber gegen viele dieser Spieler trainiert und mit ihnen zusammengespielt. Wir müssen uns nicht verstecken.

Wo sehen Sie Steigerungspotenzial?

Ich wünsche mir, dass wir vor allem in der Defensive mal über 60 Minuten eine saubere Leistung zeigen, dass wir etwas Stabilität reinbringen. Wobei das auch ein Prozess ist. Das dauert noch eine Weile.

Wie bewerten Sie die Aufholjagd Ihrer Mannschaft gegen Visp?

Es ist schön, dass wir dieses 0:4 aufgeholt haben gegen Visp. Aber wir dürfen uns deswegen auch nicht in falscher Sicherheit wiegen und überheblich werden nach dem Motto: «Uns reichen ja zehn gute Minuten, um ein Spiel noch zu gewinnen.» Ich würde dieses Spiel nicht überbewerten und diese Schublade erst aufmachen, wenn der Baum wirklich mal brennt, in den Playoffs, oder Ende Saison, wenn es um die Wurst geht. (Marcel Kuchta)

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