Mittwoch, 26. April 2017

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«Ich ziehe den Hut vor Winterthur»


Mit dem EHC Winterthur kommt der nächste – auf dem Papier – schwächer einzustufende Gegner ins Kleinholz. Der Liganeuling ist aber bereit, heute Dienstag (20 Uhr) gegen den EHC Olten seine Haut teuer zu verkaufen.

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Mit neun Skorerpunkten aus sieben Spielen ist der EHCO-Österreicher Martin Ulmer stark in die Saison gestartet. (Bild: André Grossenbacher)

«Am Ende war wichtig, dass wir drei Punkte geholt haben. Denn in dieser Liga kann jeder jeden schlagen», bemühte sich Martin Ulmer nach dem 4:3-Sieg gegen Thurgau am letzten Samstag um eine alte Hockeyfloskel. Der Stürmer des EHC Olten unterliess es aber nicht, anzufügen, dass es aus Oltner Sicht ein Spiel mit vielen Hochs und Tiefs war. Vor allem zu Beginn des Spiels hätten sie schlichtweg zu viele Torchancen ausgelassen. Ausserdem attestiert er Christian Weber, ein guter Trainer zu sein – Weber habe die Ostschweizer optimal auf das Duell gegen Olten eingestellt.

Zwei Punkte gesammelt
Martin Ulmer muss es wissen, erlebte der EHCO-Stürmer den heutigen Thurgau-Trainer doch zwischen 2011 und 2014 als Assistenztrainer der österreichischen Nationalmannschaft. Ulmer seinerseits konnte sich auch am letzten Samstag nicht über die eigene Performance beklagen. War er doch der einzige Oltner Akteur, der mit dem Gamewinner zum 4:1 und seinem Assist zum 1:1 ein Zwei-Punkte-Spiel verzeichnete.

Dies, obwohl er in dieser Saison mit Cédric Schneuwly und Diego Schwarzenbach zum ersten Mal andere Sturmpartner an seiner Seite hatte. «Der Trainer wollte neue Impulse setzen, da noch nicht alle Linien gleich gut funktionieren», erklärt Martin Ulmer die Umstelllungen, die sich seiner Meinung nach positiv ausgewirkt haben. «Ich ziehe ohnehin mein Spiel durch. Da spielt es keine Rolle wer neben mir aufläuft», sagt Ulmer und ergänzt mit einem Lächeln: «Für mich ist einzig wichtig, dass meine Mitspieler ebenfalls das Tempospiel mögen.» Das habe aber mit den beiden neuen Sturmpartnern hervorragend funktioniert.

Dem Gegner Respekt zollen
Diese Harmonie und Ausgeglichenheit zwischen den Sturmreihen soll auch heute Abend (20 Uhr) wieder spür- und sichtbar sein. Denn schliesslich konnten sich gegen Thurgau drei der vier Linien Skorerpunkte gutschreiben lassen. Diese Ausgeglichenheit ist gegen jedes Team hilfreich – aber auch nur, wenn der Gegner nicht unterschätzt wird. «Winterthur ist ein über die Jahre hinweg zusammengewachsenes Team. Ausserdem sind in dieser Mannschaft sehr gute Junioren zu finden, für die der Sprung von den Elite-A-Junioren in die Nationalliga A zu gross ist», weiss Martin Ulmer über den heutigen Gegner doch so einiges zu erzählen. «Man kann nur den Hut vor der Leistung der Winterthurer ziehen, spielen sie doch nebenbei ohne Söldner.»

Im Weiteren hat Winterthur mit seinem Sieg über Rapperswil am vergangenen Samstag gezeigt, was passieren kann, wenn ein potenziell stärkerer Gegner zu fahrlässig gegen die Zürcher spielt. Die Oltner tun also gut daran, dem eigenen System treu zu bleiben. Etwas, das gegen Thurgau nur phasenweise umgesetzt wurde. Denn läuferisch und technisch muss sich der EHC Olten vor niemanden in dieser Liga verstecken, davon ist auch Martin Ulmer überzeugt. «Da gehören wir zum Massstab der Liga», sagt er. Aber auch Ulmer weiss, dass man sich gegen keinen Gegner der Liga auf den eigenen Lorbeeren ausruhen kann – Hockeyfloskel hin oder her. (von Andreas Hagmann)

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