Donnerstag, 29. Juni 2017

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An die Tabellenspitze geknorzt


Der EHC Olten besiegt in der 8. NLB-Runde Winterthur 2:0 und profitiert von Langenthals Niederlage.

BILDER
Remo Hirt jubelt: Soeben erzielte Shayne Wiebe im ersten Überzahlspiel die Oltner Führung zum 1:0. (Bild: André Grossenbacher)

Olten - Thurgau 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)
Kleinholz. – 3473 Zuschauer. – SR Peer (Huguet/Rebetez). – Tore: 4. Damon (Sterchi, Eigenmann/Strafe Schnyder) 0:1. 9. Wiebe (Ulmer, El Assaoui/Strafe Rohner) 1:1. 10. Dal Pian (Scherwey, Wüthrich) 2:1. 24. Hirt (Feser, Pargätzi) 3:1. 25. Ulmer (Schwarzenbach, Kobach) 4:1. 25. Blasbalg (Sterchi, Urech) 4:2 49. Parati (McGrath, Brunner) 4:3. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Olten, 2mal 2 Minuten gegen Thurgau.
Olten: Mischler; Ganz, Pargätzi; Kobach, Meister; Bagnoud, El Assaoui; Schnyder, Aeschlimann; Wiebe, Feser, Hirt; Schwarzenbach, Schneuwly, Ulmer; Wüst, Hürlimann, Truttmann; Wüthrich, Dal Pian, Scherwey.
Thurgau: Aeberhard, Bahar, Parati; Kühni, Maier; Eigenmann, Urech; Bucher, Senn; Rohner, Damon, Bischofberger; Blasbalg, Küng, Sterchi; Brunner, McGrath, Arnold; Lemm, Fuhrer, Andersons.
Bemerkungen: Olten ohne Huber und Burki (beide verletzt), Thurgau ohne Roos und Wichser (beide verletzt). 10. Pfostschuss Wiebe, 15. Pfostenschuss Hirt. 39. Mischler hält Penalty von Rohner. 59. (58:06) Time-Out Thurgau, danach ohne Torhüter.

Mit dem 6:4 gegen Rapperswil-Jona lieferte der Aufsteiger Winterthur letzten Samstag eine starke Leistung ab und setzte gleichzeitig das i-Tüpfelchen auf einen mehr als gelungenen Saisonauftakt. Gleichzeitig tat sich der EHC Olten unerwartet schwer mit dem Playout-Kandidaten Thurgau, dominierte zwar die Partie, musste aber am Ende froh sein, der Verlängerung entronnen zu sein.

Und doch schienen die Rollen relativ klar verteilt vor dem gestrigen Aufeinandertreffen des Schweizer-Amateur-Meisters und dem NLB-Playoff-Finalisten der letzten Saison. Hier die Gäste, welche ihrer eigenen Linie, die gegen Rapperswil-Jona zum Erfolg geführt hatte, auch gegen das sehr gut organisierte Olten treu bleiben wollten, betonte Trainer Markus Studer. Da die Oltner, welche sich für den unbefriedigenden Auftritt gegen Thurgau rehabilitieren wollten.

Unterschied früh sichtbar
Ein ähnlicher Auftritt sollte ihnen, das war von Anfang an zu merken, nicht noch einmal passieren. Bis auf eine unübersichtliche Situation mit dem Beinahe-Ausgleich von Gian-Andrea Thöny in der 12. Minute war der Tabellenzweite nämlich der Herr im eigenen Haus, kam früh zum 1:0 durch Shayne Wiebe in Überzahl und bestimmte danach die Gangart. Der Unterschied wurde früh sichtbar, vor allem dann, wenn es schnell ging. «In den technischen Belangen müssen wir noch besser werden, bei hoher Geschwindigkeit die richtigen Entscheidungen treffen», ortete Studer das grösste Steigerungspotenzial seiner Mannschaft.

Genau dies bestätigte sich je länger, je mehr. Winterthur erwies sich zwar als aufsässiger und engagierter Gegner, doch mit zunehmendem Tempo häuften sich die Unsicherheiten. Auf der anderen Seite war der fehlende Spielfluss, welcher sich im ersten Drittel beim EHC Olten einzuschleichen begann und in der Folge Überhand nahm. Die Oltner verloren ein wenig die Linie, weshalb Cédric Schneuwly nach 40 Minuten ein schnelleres Überwinden der neutralen Zone forderte. Und: «Wir müssen wieder mehr dort hingehen, wo es wehtut.»

Glück benötigt
Der EHCO überstand zwar Drittel zwei ohne Verlusttreffer, benötigte dabei aber auch ein wenig Glück. Derweil schraubte auf der anderen Seite Winterthur-Torhüter Fabio Haller seine Fangquote auf beinahe 96 Prozent nach zwei Dritteln und lag damit fast zehn Prozent über seinem Durchschnitt aus seinen bisherigen drei Teileinsätzen. 

Das von Cédric Schneuwly geforderte schnelle Spiel nach vorne wollte auch im letzten Abschnitt nicht recht gelingen. Selten nur konnte aus der neutralen Zone der nötige Speed mitgenommen werden, immer wieder blieben die Oltner im Bereich der Mittellinie oder bereits in der eigenen Zone hängen. Winterthur leistete nicht nur sehr effiziente Störarbeit, es kam auch zu Chancen und hätte sich zumindest den einen Punkt redlich verdient. Doch es kam anders. Shayne Wiebe traf 25 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor und besiegelte damit den sechsten EHCO-Sieg in Serie. (von Michael Forster)

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