Samstag, 25. März 2017

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Die Ruhe bewahren


Mit den GCK Lions ist das Schlusslicht der NLB im Kleinholz zu Gast. Kein Grund, überheblich zu sein, findet EHCO-Stürmer Marco Truttmann.

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Marco Truttmann überläuft seine Gegner – so sehen ihn die EHCO-Fans am liebsten. (Bild: André Grossenbacher)

Er gehört zu den meist kritisiertesten Spielern der Oltner seit Saisonbeginn. Vom 30-jährigen Marco Truttmann sind sich die Fans nur Tore und Assists gewohnt. Bisher hat er allerdings noch kaum getroffen. In La Chaux-de-Fonds markierte er erst sein zweites Tor der Saison. Ein Erfolgserlebnis, über welches er sich angesichts des Resultats von 2:6 nicht richtig freuen konnte. Trotzdem ist er überzeugt, dass dieses Tor gut für sein Selbstvertrauen sei. «Ich versuchte zwar stets positiv zu bleiben. Aber ich war beim Saisonstart nicht zu hundert Prozent bereit und habe auch privat Probleme gehabt.» Vielleicht sei die kurze Verletzungspause daher gar nicht so ungelegen gekommen, fügt Marco Truttmann an. Ob seine Punkteproduktion jetzt wieder steigt, wird sich zeigen und ist natürlich auch von der Leistung des gesamten Teams abhängig. Die Darbietung in La Chaux-de-Fonds will der Oltner Stürmer nämlich nicht schön reden: «Die ersten beiden Drittel waren eine veritable Katastrophe. Zum Glück war La Chaux-de-Fonds ebenfalls nicht immer ganz auf der Höhe des Geschehens. Denn jedes Mal, wenn sie einen Angriff starteten, wurden wir unerklärlicherweise nervös und vergassen ausserdem einander zu helfen.» Letzte Saison habe den EHCO eine solide Defensive ausgezeichnet, das sei im Moment nicht mehr so, meint Truttmann. «Oft möchten wir gleich zu Beginn das Spiel entscheiden. Das ist nicht nötig, wir müssen die Ruhe bewahren», so der Oltner Flügelstürmer. Also, weniger mit dem Kopf durch die Wand wollen, sondern aus einer soliden Defensive mit sicheren Pässen das Spiel aufbauen und im Griff haben, lautet die Devise. 

Auf den Trainer hören

«Wenn wir umsetzen, was der Trainer sagt und jeder seine Position im Spiel einnimmt, die ihm zugedacht ist, dann funktioniert auch unser Spiel wieder», ist Marco Truttmann überzeugt. Mit dem GC wartet nach Langenthal und La Chaux-de-Fonds zwar das abgeschlagene Schlusslicht der NLB. Auf die leichte Schulter will Truttmann die Junglöwen gleichwohl nicht nehmen. «Die sind läuferisch enorm stark. Dafür sind wir physisch überlegen, das müssen wir unbedingt ausnutzen.» Ausserdem sei wichtig, dass man selbst bei einem allfälligen Rückstand den Kopf nicht hängen lasse – etwas was zuletzt geschehen sei. Wenn all die angesprochenen Punkte verbessert werden können, fehlt nur noch ein optimiertes Powerplay. «Wir haben das neue System erst am Dienstagmorgen einstudiert. Daher war ich am Abend vermutlich noch etwas statisch, als es zum ersten Mal zur Anwendung kam. Ich bin aber überzeugt, dass dies schon bald funktionieren wird», erklärt Truttmann. An was es im Moment harzt, ist also bekannt. Jetzt ist es an der Mannschaft die Vorgaben des Trainerduos umzusetzen und in den drei Spielen vor der Natipause noch Moral zu tanken. Teil eins beginnt heute Abend gegen die GCK Lions. (Andreas Hagmann)

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