Sonntag, 23. Juli 2017

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Über den Kampf ins Spiel und zum Sieg gefunden


Nach einem Kaltstart hielt der EHC Olten gegen Ajoie geschickt dagegen und verdiente sich den dritten Sieg im dritten Vergleich mit den Jurassiern dank viel Einsatz und Disziplin.

BILDER
Der Oltner Remo Hirt. (Foto: André Grossenbacher)

 Ajoie – Olten 3:6 (1:1, 0:1, 2:5)

Voyeboeuf. – 1304 Zuschauer. – SR: Peer, Jetzer/Micheli. – Tore: 1. (0:37) Hazen 1:0. 3. Wüthrich (Ganz, Scherwey) 1:1. 38. Hazen (Devos, Hauert) 2:1. 42. Schneuwly (Hirt, Wiebe) 2:2. 44. Wiebe (Ganz, Truttmann/Ausschluss Barras) 2:3. 53. Wüst (Feser, Ganz/Ausschluss Hazen) 2:4. 57. Hazen (Devos, Horansky) 3:4. 58. (57:17) Truttmann (Wüst) 3:5. 59. (58:26) Feser (Truttmann, Kobach/Ausschluss Tuffet) 3:6. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Ajoie, 2-mal 2 Minuten gegen Olten.

Ajoie: Descloux; S. Barbero, Casserini; Hauert, Rouiller; Orlando, Ryser; Pouilly, Girardin; Tuffet, Mäder, V. Barbero; Lüthi, Frossard, Holdener; Horansky, Devos, Hazen; Barras, Kummer, Girard.

Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Schnyder; Meister, Kobach; Ast; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Huber, Hürlimann, Ulmer; Scherwey, Dal Pian, Wüthrich; Morini.

Bemerkungen: Ajoie ohne Mosimann (verletzt), Paupe, Erard, Dupertuis (alle überzählig), Ness und Pedretti (beide NLA); Olten ohne Aeschlimann, Burki, Schwarzenbach (alle verletzt) und El Assaoui (überzählig). Hazen und Wiebe als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet.

Der EHC Olten und Ajoie – das scheint in dieser Saison ganz einfach zu passen. Nach zwei ziemlich schwachen Auftritten gegen Thurgau und La Chaux-de-Fonds fanden die Powermäuse nämlich zum Siegen zurück – und wie. Obwohl: Der zweite Auftritt in der Pruntruter Eishalle liess sich alles andere als gut an. 37 Sekunden waren erst gespielt, als Jonathan Hazen die aufgerückte EHCO-Verteidigung an der blauen Linie mit einer simplen Körpertäuschung aussteigen liess und das Direktduell mit Mischler sicher gewann.

Anders als beim ersten Vergleich in dieser Saison in der Ajoie gingen die Gäste das Tempo diesmal jedoch mit, hielten mit einigen gelungenen Szenen, vor allem aber mit Kampf dagegen. Und das sollte sich, je länger die Partie dauerte, als Schlüssel zum Erfolg herausstellen. «Wir haben schon vor der Partie gewusst, dass es eine sehr kampfbetonte Angelegenheit geben würde», sagte Cyrille Scherwey nach äusserst intensiven 60 Minuten. Der EHCO nahm den Kampf an und liess sich kein zweites Mal derart überrumpeln, wie noch Mitte Oktober.

Schützenfest im letzten Drittel

Spielerisch wussten die Gäste in den ersten Minuten aber nur hie und da zu überzeugen. Am ehesten noch die vierte Linie: In der 3. Minute liessen sie die Scheibe schnell und präzise zirkulieren, ehe Wüthrich gegen die komplett ausgespielte HCA-Defensive zum 1:1 traf. «Dieser schnelle Ausgleich war natürlich ganz wichtig», strahlte Linienkollege Scherwey. «Es war unser erste Shift in dieser Partie und wir hatten uns explizit vorgenommen, von der ersten Sekunde an Vollgas zu gehen.» In einem steten Hin und Her schienen in der Folge die Gastgeber leichte Vorteile zu geniessen, konnten aber klare Chancen nicht verwerten. Der EHCO seinerseits liess die Präzision bei den Pässen aus dem eigenen Drittel vermissen, und auch längere Zuspiele in der neutralen Zone funktionierten vorerst nicht. So gesehen war das 1:1 nach 20 Minuten keine allzuschlechte Ausbeute für die Gäste, welche dann aber spätestens zu Spielmitte hätten in Führung liegen müssen. Vor allem Feser liess in dieser Phase die Kaltblütigkeit vermissen, zudem war es wieder die vierte Linie, welche sich positiv in Szene zu setzen vermochte – den Torerfolg diesmal jedoch verpasste.

Dieser gelang, fast ein wenig entgegen dem Spielverlauf, dem HC Ajoie. Wieder traf mit Hazen der beste Jurassier des gestrigen Abends. Doch dann setzten die Oltner zu einer Gala im letzten Drittel an. Innerhalb von 20 Minuten erzielten sie fünf Treffer; mehr, als in den letzten acht Abschnitten zuvor zusammen. Jetzt hatten sie die Partie vollends im Griff und spielten mit deutlich mehr Selbstvertrauen. Das zeigte sich in vielen gewonnenen Zweikämpfen und dem Drang aufs Tor. Zwar klappte auch jetzt nicht restlos alles bei den Gästen. So ärgerte sich Scherwey beispielsweise, dass man den Gegner noch einmal auf 3:4 hatte herankommen lassen. Im Vergleich mit den letzten Auftritten im November konnte gestern aber bestimmt (wieder einmal) ein Schritt nach vorne gemacht werden. (Michael Forster)

 

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