Donnerstag, 29. Juni 2017

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Olten besiegt Rapperswil-Jona nach einem beinahe perfekten Auftritt mit 4:1.

BILDER
Mann des Abends: Wie schon in Winterthur erzielte Marco Truttmann auch gegen Rapperswil-Jona drei Treffer. (Bild: Hr. Aeschbacher)

Olten - Rapperswil-Jona 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)

Kleinholz. – 4542 Zuschauer. – SR: Boverio, Huggenberger/Stuber. – Tore: 1. (0:37) Bagound (Truttmann) 1:0. 4. Truttmann (Wüst, Feser) 2:0. 7. Mc Gregor (Hügli, Mason) 2:1. Truttmann (El Assaoui) 3:1. 60. (59:29) Truttmann (ins leere Tor) 4:1. – Strafen: Je 3-mal 2 Minuten.

Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Schnyder; Meister, Kobach; Ast, El Assaoui; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Huber, Hürlimann, Ulmer; Scherwey, Wüthrich, Morini.

Rapperswil-Jona: Nyffeler; Lüthi, Profico; Geyer, Blatter; Grieder, Sataric; Zangger, Grossniklaus; Schommer, Schlagenhauf, Kuonen; Rizzello, Clark, Aulin; Mc Gregor, Mason, Hügli; Hüsler, Vogel, Schaub.

Bemerkungen: Olten ohne Burki, Schwarzenbach, Aeschlimann (alle verletzt) und Dal Pian (zurück in Lugano). Rapperswil-Jona ohne Schmutz, Höffer und Frei. 3. Pfostenschuss Pargätzi. Rapperswil von 57:47 bis 59:29 ohne Torhüter, dafür mit weiterem Feldspieler. 58:11 Timeout Rapperswil.

 

 

Die einzig richtig schlechte Nachricht des gestrigen Abends kam für den EHC Olten vor dem Spitzenkampf gegen die Rapperswil-Jona Lakers: Giacomo Dal Pian, zuletzt mit deutlicher Aufwärtstendenz, wurde von Lugano per sofort zurückgeholt, nachdem sich mit Matteo Romanenghi ein nächster HCL-Angreifer im Morgentraining verletzt hatte. Man werde deshalb quasi mit dem letzten Aufgebot auflaufen, flachste EHCO-Sportchef Köbi Kölliker vor der Partie. Nicht nur deshalb war die Leistung des neuen Tabellendritten stark, sehr stark.

Die gut 4500 Zuschauer bekamen, in vielerlei Hinsicht, den wohl besten EHCO-Auftritt der Saison zu sehen. Zum Beispiel in Sachen Intensität. Kurze Zeit nur musste man sich ein wenig Sorgen machen um die Oltner, doch nach dem frühen Anschlusstreffer durch Mc Gregor (7.) war es auch in diesem Bereich ein Duell auf Augenhöhe. Die Oltner hielten mit allen verfügbaren Mitteln entgegen, was auch den Gegner zu beeindrucken schien. Dieser versuchte zwar weiterhin, seine physischen Vorteile auszuspielen, biss beim Heimteam aber zunehmend auf Granit. «Das war heute von A bis Z eine super Leistung», sagte EHCO-Goalie Matthias Mischler, «und zwar von jedem einzelnen.» Diverse Male wurde er von seinen Vorderleuten in der Vergangenheit im Stich gelassen, gestern konnte er diesbezüglich Bestnoten verteilen.

Gut, ja vorzüglich war gestern auch die Effizienz der Oltner. Von total 19 Schüssen aufs Tor zappelten nicht weniger als deren vier im Netz. Hatte in der Ajoie noch der Gegner nach 37 Sekunden das Score eröffnet, rehabilitierten sich die Oltner für den Kaltstart vom Dienstag und trafen ihrerseits nach exakt 37 Sekunden. Bagnoud zog von der blauen Linie ab, und Melvin Nyffeler, statistisch die Nummer 1 der Liga, musste den nicht allzu scharfen Schuss passieren lassen. Allerdings war ihm in der ersten Flugphase die Sicht verdeckt. Und als Truttmann keine drei Minuten später das 2:0 gelang, war der Traumstart für Grün-Weiss perfekt.

Läuferisch enorm stark

Damit der EHCO nach dem 2:1 physisch mithielt und resultatmässig die Oberhand behielt, dafür musste er seine auffälligste Qualität an den Tag legen: die läuferischen Fähigkeiten. Gepaart mit einer – gegenüber den ersten Spielen nach der Nationalmannschaftspause – verbesserten Passqualität, entwickelte sich gegen den beinahe komplett angetretenen SCRJ eine mehr als ansehnliche Partie. Mit dem besseren Ende für Olten, welchem die neuerliche 2-Tore-Führung (27.), erneut erzielt durch Truttmann nach einem El-Assaoui-Pass, sichtlich in die Karten spielte.

Die Gäste erspielten sich zwar vor allem gegen Ende des zweiten Drittels eine Reihe von sehr guten Möglichkeiten, vermochten aber gegen einen bestechend sicheren Matthias Mischler keine davon zu verwerten. Und das war fatal. Denn im letzten Drittel liess der EHCO praktisch nichts mehr zu, und kontrollierte die Partie. «Wir waren uns nicht zu schade, die Scheibe in die Mittelzone zu spielen», so Mischler, «das hätten wir in zwei, drei Spielen vor der Nati-Pause auch schon machen sollen.» (Michael Forster)

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