Samstag, 19. August 2017

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Im Stil eines Spitzenteams


 Der EHC Olten bestätigt seinen Aufwärtstrend und siegt in Martigny 4:1

BILDER
Des einen Freud, des andern Leid im Duell Olten gegen Martigny. (Bild: André Grossenbacher)

Martigny - Olten 1:4 (0:1, 1:3, 0:0)
Patinoire du Forum. – 1317 Zuschauer. – SR: Erard, Barcelo/Fr (Margry/Fr, Micheli). – Tore: 4. Kobach (Ganz, Truttmann; Ausschluss Zorin) 0:1. 21. (20:50) Wüst (Truttmann) 0:2. 23. Meyer (Kobach, Wiebe) 0:3. 31. Bagnoud (Hirt, Schneuwly; Ausschluss Lachmatow/Bankstrafe) 0:4. 36. Michael Zanatta (Brügger, Wyssen) 1:4. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Martigny. 4-mal 2 Minuten gegen Olten.
Martigny: Waeber; Luca Zanatta, Flyagin; Michael Zanatta, Borlat; Wyssen, Vermeille; Marti, Currit; Knoepfli, Starkow, Franzén; Gailland, Brügger, Balej; Lachmatow, Brem, Malgin; Dähler, Loeffel, Zorin.
Olten: Kevin Huber; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Schnyder; Meister, Kobach; Ast, El Assaoui; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Ueli Huber, Hürlimann, Meyer; Scherwey, Wüthrich, Morini.
Bemerkungen: Olten ohne Burki, Schwarzenbach, Aeschlimann und Ulmer (alle verletzt) sowie DalPian (bei Lugano).

Martigny war für den EHC Olten in den letzten Jahren oftmals keine Reise wert. Die Unterwalliser sind vor allem vor eigenem Publikum ein unbequemer Gegner. Unter diesem Gesichtspunkt war das Gastspiel der Oltner ein guter Indikator dafür, ob die beiden letzten, guten Auftritte in der Ajoie (6:3) und zu Hause gegen Rapperswil (4:1) mehr als ein Strohfeuer waren. Um es vornweg zu nehmen: Der EHC Olten bestätigte beim HC Red Ice Martigny seinen Aufwärtstrend. Mehr noch: Die Mannschaft trat im Stile eines Spitzenteams auf. Der 4:1-Sieg war in dieser Höhe absolut verdient und vor allem auch nie gefährdet. Was viel aussagt über den durch und durch soliden Auftritt der Mannschaft von Headcoach Heikki Leime.
Entsprechend zufrieden war der Finne, der noch vor Wochenfrist nach der 2:3-Heimniederlage gegen Thurgau sehr nachdenklich gewirkt hatte. «Ich bin sehr glücklich. Das war ein alles andere als einfaches Spiel. Wir haben uns wie schon gegen Rapperswil an unser System gehalten. Am Ende haben wir sehr überlegt und intelligent gespielt und sind deshalb nie in Panik geraten.» In der Tat traten die Oltner nach einem starken Mitteldrittel, in welchem sie mit einem Zwischenspurt von 1:0 auf 4:0 davongezogen waren (Leime: «Dort haben wir genau das umgesetzt, was wir im Training besprochen hatten»), in den letzten 20 Minuten äusserst abgeklärt auf und liessen kaum mehr Chancen der Unterwalliser zu. So, wie das eben Spitzenteams zu tun in der Lage sind.

Schon der Auftakt in die Partie verlief sehr verheissungsvoll. Verteidiger Reto Kobach tat das, was er in der letzten Zeit immer mal wieder erfolgreich tat: Er stand im Powerplay vor dem gegnerischen Goalie und lenkte einen Schuss von Fabian Ganz entscheidend ab. Dieses frühe 1:0 gab den Oltnern jene Sicherheit, die für den weiteren Verlauf der Partie wegweisend sein sollte.

Physisch sehr präsent

Danach sah man den EHC Olten, den man im bisherigen Verlauf der Meisterschaft so oft vermisst hatte. Die Mannschaft war physisch sehr präsent, die Spieler machten immer wieder ihre Checks fertig und entschieden einen Grossteil der Zweikämpfe gegen die hartnäckigen Martinacher zu ihren Gunsten. «Wir haben 60 Minuten solid gespielt. Das hat uns in dieser Saison oft gefehlt. Wir haben das, was uns der Trainer mit auf den Weg gegeben hat, perfekt umgesetzt», freute sich der Schütze des 1:0, Reto Kobach, der später auch noch das 3:0 durch Cédric Schneuwly vorbereitete. Der Routinier sah die Arbeit der letzten Woche in diesem Spiel bestätigt: «Wir wissen, wie gross unser Potenzial ist. Aber wir haben im bisherigen Verlauf der Saison zu oft zu viele Kleinigkeiten nicht beachtet. Das hat sich summiert. Das hat uns der Trainer klar vor Augen geführt mit Videos und Gesprächen. Man sieht das Resultat.»

Heikki Leime trat aller Zufriedenheit zum Trotz auf die Euphoriebremse: «Die Saison ist so lange. Vor allem auf mentaler Ebene ist es schwierig, die ganze Zeit auf höchstem Niveau zu bleiben.» Doch der Oltner Trainer hatte in Martigny mit grosser Zufriedenheit zur Kenntnis genommen, dass das Feuer in sein Team zurückgekehrt ist: «Jetzt ist mehr Energie, mehr Leben in der Mannschaft. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Garderobe.» (Marcel Kuchta)

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