Freitag, 28. April 2017

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Die Freude am Spiel


Heute ab 20.00 Uhr sind die GCK Lions im Kleinholz zu Gast - ob Torhüter Kevin Huber wie am Sonntag spielen wird, ist hingegen noch nicht bekannt.

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Kevin Huber zeigte eine gute Leistung gegen Martigny - ob er heute Abend wieder im Tor stehen wird, ist gleichwohl ungewiss. (Bild: André Grossenbacher)

Man soll bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben. Trotzdem ist es im positiven Sinne erstaunlich, was die beiden EHCO-Torhüter Matthias Mischler und Kevin Huber in den letzten Spielen zeigten. Nach einem beinahe perfekten Spiel gegen Rapperswil und einer Abwehrquote von über 96 Prozent aller Schüsse, die auf den Kasten von Mischler flogen, folgte Kevin Huber mit einem nicht minder überzeugendem Auftritt in Martigny und einer Abwehrquote von über 94 Prozent. In beiden Spielen agierten die Torhüter ruhig, unaufgeregt und souverän. Nachdem viele Fans auf der Position des Torwarts bereits eine Oltner Schwachstelle heraufbeschwören wollten, steht das Trainerduo im Moment viel mehr vor einem Luxusproblem. Beide Torhüter sind "heiss" und zeigen sich von ihrer besten Seite. "Ich denke durchaus, dass wir uns gegenseitig pushen. Ein gesunder Konkurrenzkampf hat nur Vorteile", ist Kevin Huber überzeugt. Der 22-jährige Huber musste seine aktuelle Position allerdings erkämpfen: "Zu Beginn der Saison bekam ich zu spüren, dass ich die klare Nummer 2 bin." Seine guten Auftritten, besonders im Cup gegen Zug, aber auch gleich nach der Nationalmannschaftspause, verhalfen ihm, dass es jetzt zu einem regen Wechsel auf der Torhüterposition kommt. Ohne aber, dass Heikki Leime ein bestimmtes Rochade-System anwenden würde. Wer heute Abend im Tor stehen wird, haben die beiden Torhüter daher erst gestern erfahren, die Fans werden es sogar erst heute Abend wissen.

Wenig Platz gewähren

Der Torhüter kann zwar ziemlich wenig spielerischen Einfluss nehmen. Trotzdem entging natürlich auch Kevin Huber die Inkonstanz seiner Vorderleute nicht. Bis vor einer Woche plötzlich alles anders wurde. Mit der ersten von zwei englischen Wochen fanden die Oltner nämlich endlich die nötige spielerische Konstanz und vermochten diese ebenfalls in Tore ummünzen. Die fehlende Konstanz sei sodann intern auch mehrfach ein Thema gewesen, so Kevin Huber. "Wir hatten teilweise sehr gute Phasen im Spiel. Gleichzeitig besassen wir bis vor Kurzem aber auch stets 20 oder sogar 40 Minuten pro Spiel, in welchen wir völlig im Schilf standen", erklärt Huber. Ausserdem habe man teilweise zu kompliziert gespielt, gerade was die Angriffsauslösung aus dem eigenen Drittel anbelangte. "Jetzt stehen wir aber auch in der Defensive solide und lassen dem Gegner kaum Raum", meint Kevin Huber.

Dies soll auch heute Abend gegen die GCK Lions so sein. Die Junglöwen befinden sich momentan in einem kleinen Hoch. Von den letzten drei Spielen gewannen die GCK Lions deren zwei und das Dritte ginge erst in der Verlängerung verloren. Die Zürcher versuchen sich also doch noch an die Playoffplätze heran zu schleichen. Um die Chancen erhöhen zu können, benötigen sie weitere Siege. Dies wollen Kevin Huber und der EHCO verhindern: "Die Spieler der GCK Lions sind individuell bereits stark. Das Zusammenspiel haben sie hingegen noch nicht wirklich im Griff. Es ist daher wichtig, ihnen wenig Platz zu gewähren", glaubt Kevin Huber das Erfolgsrezept zu kennen. Klingt wie immer einfacher, als es dann möglicherweise ist. Daher will Kevin Huber trotz gutem Lauf des EHCO im Moment nicht zu euphorisch sein. "Die Saison dauert noch lange. Wenn wir aber weiterhin mit so viel Freude in die Spiele hineingehen, dann wird es auch weiterhin nach oben gehen." Die Freude ist ausserdem nicht nur aufseiten der Spieler bei Auftritten wie vergangene Woche vorhanden, sondern auch auf den Rängen. (Von Andreas Hagmann)

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