Mittwoch, 20. September 2017

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Der EHC Olten gewinnt gegen die GCK Lions ohne zu Glänzen mit 3:0.

BILDER
Die beiden Neo-Stürmer des EHC Olten, Sami El Assaoui (links) und Reto Schlapbach beim Bully mit Fredrik Sitje. (Bild: Hansruedi Aeschbacher)

Olten - GCK Lions 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)
Kleinholz. – 3022 Zuschauer. – SR: Küng/Marti, Pitton/Rohrer. – Tore: 16. (15:26) Kobach (Truttmann, Ganz/Ausschluss Braun) 1:0. 16 (15:59) Wiebe (Hirt, Schneuwly) 2:0. 60. (59:27) Feser 3:0 (GCK Lions ohne Torhüter). – Strafen: je 3-mal 2 Minuten. 
Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Schnyder; Meister, Kobach; Ast; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Hürlimann, Wüthrich, Huber; Schlapbach, El Assaoui, Morini.
GCK Lions: Guntern; Sorvik, Molina; Schmuckli, Hächler; Braun, Luchsinger; Peter; Sitje, Ulmann, Allevi; Bachofner, D. Diem, R. Diem; Hinterkircher, Hägeli, Nikiforuk; Miranda, Prassl, Schmidli; Puntus.
Bemerkungen: Olten ohne Burki, Schwarzenbach, Aeschlimann, Ulmer, Scherwey (alle verletzt) und Meyer (Brandis), dafür erstmals mit Remo Schlapbach vom 1.-Ligisten EHC Zuchwil-Regio. GCK Lions ohne Foucault (verletzt). Mischler und Guntern als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. GCK Lions von 58:52 bis 59:27 ohne Torhüter. 

Es war eine bemerkenswerte Aussage, welche Reto Kobach, einer der beiden Assistenz-Captains beim EHC Olten, nach dem ersten Drittel machte. «Wir müssen etwas ändern, damit die Zuschauer mit uns zufrieden sind», sagte der Verteidiger nämlich und vermied es tunlichst, gute Miene zum «bösen» Spiel seiner Mannschaft zu machen.

Nach einer wahrlich glanzvollen Woche mit drei deutlichen Siegen zog das Heimteam nämlich einen Abschnitt ein, in welchem praktisch nichts zusammenpasste. Davon ausgenommen waren exakt 33 Sekunden in der 16. Minute: Zuerst nutzte Reto Kobach ungewohnte Freiheiten vor Gäste-Hüter Daniel Guntern in Überzahl zum 1:0, ehe Remo Hirt, noch in der gleichen Minute, die Passabgabe gekonnt hinauszögerte und dann Shayne Wiebe perfekt in den Lauf bediente. 

Ehrliche Aussage
Die Oltner führten also standesgemäss mit 2:0, doch das war auch das einzig Positive aus dem ersten Abschnitt. Die Aussage Kobachs war nicht nur entwaffnend ehrlich, sie zeigt auch die Ambitionen beim letztjährigen Playoff-Finalisten deutlich auf. Man will nicht nur gewinnen, sondern auch gut spielen, die Zuschauer unterhalten. Lange genug wurde den Fans in dieser Saison Schmalkost geboten – in dieses Fahrwasser will man ganz offensichtlich nicht wieder zurückfallen. 

Dabei hätte man aufseiten der Oltner durchaus Gründe ins Feld führen können, weshalb es gegen die GCK Lions die ganzen 60 Minuten über nicht richtig lief. Denn die personelle Situation nimmt bei den Oltnern so langsam aber sicher bedenkliche Ausmasse an. Weil sich in Martigny mit Cyrille Scherwey bereits der vierte Angreifer verletzte und Patrick Meyer von Brandis keine Freigabe erhielt, mussten die Verantwortlichen rasch handeln und holten Remo Schlapbach mit einer B-Lizenz vom 1.Ligisten Zuchwil Regio zurück in die NLB.

Schlapbach, welcher die Saisonvorbereitung in der Ajoie absolviert hatte, die Jurassier aber kurz nach Beginn der Meisterschaft verlassen musste, durfte beim EHCO in der vierten Linie zusammen mit Paolo Morini und Sami El Assaoui ran. Der Verteidiger, zuletzt nicht mehr immer erste Wahl, hatte die nicht einfache Aufgabe, die vierte Linie als Center zu komplettieren. 

Koordination fehlte
El Assaoui lief viel, spielte engagiert und gefiel gar nicht schlecht; die Gefahr, sofern sie gegen die Lions heraufbeschworen werden konnte, ging jedoch von anderen Formationen aus. Allerdings noch nicht im zweiten Drittel. Dieses ähnelte (noch) viel zu sehr dem vorangehenden, mit dem Unterschied, dass die Scheibe jetzt ein wenig besser lief und zumindest ein paar wenige Chancen herausgespielt wurden. 

Zum Glück für die Oltner zogen aber auch die Lions keinen guten Abend ein, obwohl sie zuletzt dreimal hintereinander gepunktet und Leader Langenthal auswärts bezwungen hatten. Im Spiel der Gäste fehlte die Koordination, vieles wirkte, je näher sie dem wieder von Matthias Mischler gehüteten EHCO-Tor kamen, zufällig. Dieser musste zwar bis zuletzt auf der Hut sein, lief bei den 17 Schüssen auf sein Tor aber nie richtig Gefahr, seinen zweiten Shutout der Saison zu verlieren.

So reichten dem EHCO am Ende jene 33 Sekunden aus dem ersten Drittel, zusammen mit dem Empty-Netter von Topscorer Justin Feser – bezeichnenderweise 33 Sekunden vor dem Ende der Partie. (Von Michael Forster)

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