Sonntag, 28. Mai 2017

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Weihnachtspause verdient


Der EHC Olten feiert gegen den EHC Winterthur seinen achten Sieg in Folge

BILDER
In dieser Szene fand EHCO-Captain Stefan Hürlimann keinen Weg vorbei an Winterthur-Goalie Remo Oehninger. (Bild: hr. Aeschbacher)

Olten - Winterthur 5:2 (2:2, 2:0, 1:0)
Kleinholz. – 3973 Zuschauer. – SR: Clément (Micheli/Rohrer). – Tore: 2. Hoffmann (Thöny, Furrer; Ausschluss Ganz) 0:1. 7. Staiger (Thomas Büsser, Hurter) 0:2. 9. Wiebe (Hirt, Schnyder) 1:2. 18. Schwarzenbach (Hürlimann, Ulmer) 2:2. 22. Hirt (Wiebe, Schneuwly) 3:2. 29. Wiebe 4:2. 50. Hürlimann (Kobach, Schwarzenbach) 5:2. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Olten. 2-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Schnyder; Meister, Kobach; Ast, El Assaoui; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Schwarzenbach, Hürlimann, Ulmer; Scherwey, Dal Pian, Wüthrich.
Winterthur: Oehninger; Steinauer, Grolimund; Thomas Büsser, Hurter; Xeno Büsser, Zuber; Weber; Beeler, Theodoridis, Furrer; Aerni, Keller, Staiger; Hartmann, Hoffmann, Thöny; Wieser, Studer, Vesely.
Bemerkungen: 14. Tor von Feser wegen Goaliebehinderung anulliert. Olten ohne Aeschlimann und Burki (beide verletzt) sowie Huber, Meyer und Morini (alle überzählig).

«Spätestens, wenn die Kerzen vom Weihnachtsbaum entfernt wurden, muss diese Mannschaft zeigen, was sie wirklich draufhat.» Das schrieb diese Zeitung nach der 2:3-Heimniederlage des EHC Olten gegen den HC Thurgau am 28. November, welche nach einer einmal mehr rätselhaft dürftigen Leistung zustande gekommen war.

Damals suchten die Powermäuse mehr schlecht als recht nach ihrer Identität, wurstelten sich irgendwie durch den Meisterschaftsalltag. Nun, knapp vier Wochen später, darf man wieder Bilanz ziehen – sogar noch bevor die Kerzen vom Weihnachtsbaum entfernt worden sind. Und die Bilanz fällt erfreulich aus. Seit besagtem Thurgau-Spiel hat der EHC Olten in acht Spielen achtmal gewonnen. So auch gestern, mit 5:2 gegen Winterthur. Einem Gegner, gegen den man sich in dieser Saison auch schon schwergetan hat. Der aber gegen einen EHCO im aktuellen Zustand trotz guten Momenten auf verlorenem Posten stand.

Glanzlicher gesetzt
Dass die Zürcher trotz einer frühen 2:0-Führung als klarer Verlierer vom Eis mussten, zeigt, wie gefestigt die Mannschaft von Trainer Heikki Leime inzwischen auftritt. Auffällig auch, wie ausgeglichen das Team ist, wenn alle Spieler einigermassen in Schwung sind. Hatte beim 8:3-Sieg in La Chaux-de-Fonds noch der Paradesturm um Topskorer Justin Feser brilliert, so setzten gegen Winterthur die zweite Formation um den zweifachen Torschützen Shayne Wiebe und der dritte Sturm um Center Stefan Hürlimann die Glanzlichter.

Doch was ist eigentlich passiert in diesen Dezembertagen? «Es ist für mich hauptsächlich eine Frage des Kopfs. Diese Liga ist sehr ausgeglichen und umkämpft. Man kann sich mentale Durchhänger kaum leisten. Die werden sofort bestraft. Damit hatten wir eine Zeit lang zu kämpfen», erklärte Heikki Leime. Für den EHCO-Trainer ist der gute Lauf der Dinge letztlich eine Frage des Selbstvertrauens, welches sich auch gegen Winterthur in Form einer souveränen Reaktion auf den Fehlstart manifestierte: «Es war ein schwieriges Spiel. Nach dem Spiel in La Chaux-de-Fonds waren wir mental müde. Aber wir gerieten auch nach dem 0:2-Rückstand nicht in Panik, sondern haben geduldig auf unsere Chancen gewartet.»
Für Stefan Hürlimann sticht heraus, dass «das System, welches wir spielen wollen, immer besser klappt.» Der Captain, der mit seinen Flügeln Diego Schwarzenbach (erzielte in seiner zweiten Partie nach der Verletzungspause seinen ersten Saisontreffer) und Martin Ulmer prächtig harmonierte, schwärmte von der guten Stimmung: «Es macht Spass, diese Spiele zu gewinnen. Alle haben Freude, der Zusammenhalt ist super.»

Der EHC Olten darf nun beruhigt in die kurze Weihnachtspause gehen. Der Kurs in Richtung Playoffs stimmt. Die grosse Kunst ist es nun, einen markanten Abfall der Leistungskurve zu verhindern. Die Erfahrungen aus dem tristen November sollten den Oltnern Warnung genug sein, nicht wieder ins alte Fahrwasser zurückzukehren. (Von Marcel Kuchta)

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