Freitag, 24. März 2017

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Trotz Rückschlag eine komfortable Ausgangslage


Im letzten Spiel des Jahres trifft der EHCO auf den HC Ajoie und will sich für die Niederlage in Weinfelden revanchieren.

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EHCO-Verteidiger Reto Kobach weiss, dass im Vergleich zum Sonntag für einen Sieg gegen den HC Ajoie die kleinen Dinge wieder richtig gemacht werden müssen. (Foto: André Grossenbacher)

 

Was kann schon schiefgehen? Vielleicht stellte man sich diese Frage gar in den Reihen des EHC Olten vor dem gestrigen Auswärtsspiel in Weinfelden. Als achtfacher Seriensieger reiste der Co-Leader zu Hockey Thurgau, welches seit ebenso vielen Spielen auf ein Erfolgserlebnis wartete. Gegen eine klare Rollenverteilung sprach vor dem Anpfiff aber vor allem die Erinnerung an die letzten beiden Aufeinandertreffen, als der Favorit im November im Penaltyschiessen zweimal als Verlierer vom Eis musste.

Und an jenem Sonntag bewiesen die Ostschweizer, welche in der Tabelle auf den letzten Playoff-berechtigten Platz abgerutscht sind, dass sie es in dieser Saison bestens verstehen, die Oltner zu ärgern. Ihren schnellen Auslösungen waren die Gäste vor allem im ersten Drittel nicht gewachsen. Diese standen zu tief und wurden von den schnellen Flügeln in der Rückwärtsbewegung noch und noch überlaufen.

«Bei uns fehlte regelmässig der dritte Mann, welcher die Verteidiger unterstützen sollte», urteilte Diego Schwarzenbach nach dem Spiel. «Dieser spielte zu offensiv, das darf nicht passieren.» So dauerte es nur gerade 143 Sekunden, ehe die Oltner, welche ohne das krank gemeldete Backpaar Pargätzi/Ast auskommen mussten, ein erstes Mal ausgekontert wurden und sich Kevin Huber geschlagen geben musste.

Huber hält Olten im Spiel

Die Weihnachtsgans sei ganz bestimmt nicht mehr quer im Magen gelegen, meinte EHCO-Verteidiger Reto Kobach nach der Niederlage am Sonntag gegen Hockey Thurgau und der damit verbundenen ungenügenden Leistung gegen die Ostschweizer. "Schliesslich absolvierten wir am Samstag noch ein Training. Spätestens damit war das Weihnachtsmahl verdaut", so Kobach. Schlussendlich sei der EHCO an sich selbst gescheitert. "Wir haben nicht gemacht, was wir uns vornahmen. Wir gaben den Thurgauern zu viel Raum und zu viel Zeit", meint der 35-jährige selbstkritisch. Ein Spiel wurde verloren, deswegen sei aber nicht gleich alles schlecht. Abhaken und nach vorne schauen, so lautet die Devise von Reto Kobach. "Wir blasen wegen dieser Niederlage bestimmt kein Trübsal." Es gelte nun, sich das Positive in Erinnerung zu rufen und darauf aufzubauen. Positive Erinnerungen würden helfen, beim nächsten Spiel wieder anders aufzutreten, so der erfahrene EHCO-Verteidiger. Dazu gehört mit Bestimmtheit auch, dass im Gegensatz zu Hockey Thurgau der nächste Gegner den Oltnern etwas besser zu liegen scheint. Während man nämlich gegen Thurgau am Sonntag die dritte Niederlage im vierten Spiel in dieser Saison kassierte, konnten die bisherigen drei Partien gegen Ajoie allesamt zu den eigenen Gunsten entschieden werden.

Nicht lamentieren

Anderer Gegner, anderes Spiel. Das ist einmal das Eine. Andererseits gebe es natürlich durchaus Anpassungen, welche nach der Niederlage am Sonntag vorzunehmen seien, ist Reto Kobach überzeugt. "Wir müssen verhindern, dass Ajoie ihr Offensivspiel aufziehen kann. Das heisst auch, dass wir ihnen in unseren eigenen Zone wenig Platz eingestehen. Gleichzeitig müssen wir versuchen Überzahlsituationen bei Gegenangriffen zu provozieren", erklärt Kobach die nötigen Verbesserungen im Vergleich zum Spiel am Sonntag. Im Weiteren gelte es natürlich die kleinen Fehler wieder abzustellen, führt der 35-jährige aus. Etwas, was eigentlich in den Partien vor der Begegnung in Weinfelden auch immer besser zu funktionieren schien. Aber eben, irgendwie scheinen die Thurgauer den Oltnern nicht wirklich zu liegen. Kommt hinzu, dass die unglücklich agierenden Schiedsrichter beim vierten Thurgauer Treffer ziemlich ungeschickt handelten. Kevin Huber wurde nämlich behindert, die Schiedsrichter gaben den Treffer aber trotzdem und konnten ihn trotz der Videoanalyse nicht wieder rückgängig machen - das Reglement verbietet dies. Wenn Kevin Huber nicht gleich wieder aufgestanden wäre, hätten sie auf Behinderung entschieden und das Tor gar nicht erst gegeben, so die etwas wirre Erklärung der Schiedsrichter. Aber auch darüber zu lamentieren helfe wenig und sei sinnlos, meint Kobach abgebrüht. Es ist eines von 45 Spielen verloren gegangen und der EHCO befindet sich noch immer auf dem zweiten Tabellenrang. Was am ehesten schmerzt ist, dass ausgerechnet der Erzrivale aus Langenthal vor der Sonne steht, ansonsten ist die Ausgangslage aber komfortabel. Der Vorsprung auf das fünftplatzierte Ajoie beträgt 14 Punkte. Mit einem Sieg heute Abend gegen eben dieses Ajoie könnte dieser sogar auf 17 Punkte ausgebaut werden und somit ist der Playoff-Heimvorteil noch im alten Jahr so gut wie sicher gestellt. (Andreas Hagmann)

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