Freitag, 21. Juli 2017

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Mit gemischten Gefühlen ins 2016


Der EHC Olten muss sich im letzten Spiel des Jahres Ajoie mit 1:3 geschlagen geben.

BILDER
Ajoies Jonathan Hazen (Nummer 4) machte der Oltner Hintermannschaft das Leben oftmals schwer. (Bild: ae)

Olten - Ajoie 1:3 (0:0, 1:2, 0:1)
Kleinholz. – 4273 Zuschauer. – SR: Clément/Müller, Altmann/Wermeille. – Tore: 32. (31:38) Hazen (Barras, S. Barbero) 0:1. 33. (32:42) Hirt (Wiebe, Meister) 1:1. 38. Horansky (S. Barbero, Orlando) 1:2. 47. Ryser (Devos, Rouiller) 1:3. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Olten, 4-mal 2 Minuten gegen Ajoie.
Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Kobach, Meister; Bagnoud, Schnyder; El Assaoui; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Schwarzenbach, Hürlimann, Ulmer; Scherwey, Wüthrich, Meyer; U. Huber.
Ajoie: Rochow; Rouiller, Ryser; Hauert, S. Barbero; Orlando, Dupertuis; Pouilly; Barras, Mäder, Hazen; Pedretti, Devos, V. Barbero; Horansky, Kummer, Holdener; Tuffet, Frossard, Heinimann.
Bemerkungen: Olten ohne Burki, Aeschlimann (beide verletzt), Ast (krank) Dal Pian (Lugano) und Morini (überzählig). Ajoie ohne Casserini (krank), Lüthi und Paupe (beide verletzt). El Assaoui und S. Barbero als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 57. Timeout Olten.

Beim letzten Auftritt des EHC Olten in diesem Jahr haperte es in jeder Beziehung. Weniger Schüsse, weniger kernige Checks, weniger Spielfluss: Der HC Ajoie ging nach den letzten 60 Minuten im 2015 als logischer und verdienter Sieger vom Eis. «Sie haben uns die Räume insbesondere in der Mittelzone extrem eng gemacht», ortete EHCO-Stürmer Cédric Schneuwly den Hauptgrund für die Probleme seiner Mannschaft im Spiel nach vorne.

Anstatt zügige Angriffe sah man deshalb vor allem Oltner Angriffe, welche von der jurassischen Abwehr souverän pariert wurden. Die Oltner kassierten in den ersten 20 Minuten zwar keinen Gegentreffer, waren ihrerseits, bei lediglich sieben Abschlüssen aufs Tor von Sascha Rochow, aber auch relativ weit entfernt von einem Erfolgserlebnis.

Remo Hirt im Anschluss war noch am nächsten dran an der ersten Führung der Partie, doch so richtig brenzlig wurde es auf der anderen Seite. Jonathan Hazen, der auffälligste Jurassier, sah den Puck bereits hinter der Linie, doch auch nach längerem Videostudium blieben die Unparteiischen bei ihrem Kein-Tor-Entscheid.

Gäste erwartet konsequent
Die Schussstatistik von 7:9 im ersten Drittel machte deutlich, wie wenig vor allem die Gäste zuliessen. «Checks fertigmachen und genauere Zuspiele» forderte EHCO-Stürmer Philipp Wüst zur ersten Pause, doch das sollte auch im zweiten Abschnitt nicht ganz einfach zu erfüllen sein. Die Gäste waren weiter der erwartet konsequente Gegner, die Oltner ihrerseits nicht imstande, den jurassischen Riegel aufzubrechen.

Dazu hatte Ajoie auch jetzt ein Plus bei den Abschlüssen zu verzeichnen und ging in der 32. Minute durch Hazen in Führung. Er zog am letzten Verteidiger vorbei und liess EHCO-Torhüter Matthias Mischler herrlich aussteigen. Zumindest die Reaktion der Gastgeber blieb nicht aus. Wie wenn sie auf diesen Nadelstich gewartet hätten, schalteten sie, in der Person von Remo Hirt, einen Gang höher. Dieser tanzte zuerst drei Gegner aus, ehe er einen Doppelpass mit Shayne Wiebe zum Ausgleich abschloss. «Es kann nicht sein, dass wir erst nach einem Gegentreffer richtig Hockey spielen», meinte Cédric Schneuwly nach der Partie.

Baustelle Powerplay
Zurecht, denn der EHC Olten liess danach wieder locker und verpasste es, den Schwung bis Drittelsende mitzunehmen. Und das rächte sich: Exakt sechs Minuten nach dem 0:1 fälschte Stanislav Horansky einen Distanzschuss unhaltbar zum 2:1 ab. Ajoie lag wieder vorne, und wieder reagierten die Oltner. Jedoch mit dem Makel, dass Cyrille Scherweys sehenswerter Einzelaktion kein Erfolg beschieden war. 

War bei den letzten Angriffsversuchen des EHCO vor der zweiten Pause auch ein wenig Pech dabei, so war es vielmehr ärgerlich, dass der Ausgleich nach 43 Minuten noch nicht gefallen war. Ganze 95 Sekunden konnten die Oltner in doppelter Überzahl agieren, brachten, ausser ein paar Schüssen von der blauen Linie, aber nichts zustande. Das Powerplay bleibt damit die mit Abstand grösste Baustelle bei den Powermäusen, welche im Hinblick auf die Playoffs unbedingt entschärft werden muss. 

«Nicht als Team aufgetreten»
So kamen die Gäste, etwas unverhofft, zur Vorentscheidung. Kevin Ryser fand, aus vermeintlich harmloser Distanz, die Lücke zum 3:1 zwischen Mischlers Schulter und der Lattenunterkante. Anders als bei den ersten Gegentreffern blieb diesmal die unmittelbare Reaktion der Oltner aus, welche ihre ganze Energie in Einzelaktionen verpufft sahen. «Wir sind nicht als Team aufgetreten», fand Cédric Schneuwly deutliche Worte zum Auftritt, «und deshalb haben wir auch verdient verloren. Beschäftigen werden uns die zwei Niederlagen gegen Thurgau und Ajoie aber nicht mehr. Die lassen wir im 2015 und blicken stattdessen nach vorne.» (von Michael Forster)

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