Freitag, 28. April 2017

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Ein Oltner Neujahrs-Geschenk


Der EHC Olten verliert in Rapperswil trotz zweimaliger Führung nach Verlängerung mit 2:3.

BILDER
Oltens Remo Meiser (am Boden) kann Andrew Clark die Scheibe im letztem Moment wegspitzeln. (Bild: André Grossenbacher)

Rapperswil – Olten 3:2 n.V. (0:1, 1:0, 1:1, 1:0)

Dines Club Arena. – 3624 Zuschauer. – SR Boverio, Micheli/Pitton. – Tore: 13. Schneuwly (Ulmer, Ast/Ausschluss Schlagenhauf) 0:1. 22. Clark (Strafe Rapperswil/zu viele Spieler auf dem Eis!) 1:1. 51. Ganz (Truttmann, Pargätzi) 1:2. 54. Kuonen (Aulin, Clark/Ausschluss Ganz) 2:2. 64, Profico (Kuonen, Grieder) 3:2. – Strafen: je 4-mal 2 Minuten.

Rapperswil: Nyffeler; Geyer, Blatter; Grieder, Sataric; Lüthi, Profico; Grossniklaus, Zangger; Rizzello, Clark, Aulin; McGregor, Schlagenhauf, Tkachenko; Högger, Mason, Kuonen; Hüsler, Vogel, Schaub.

Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Ast; Kobach, Meister; Schnyder, El Assaoui; Wiebe, Feser, Hirt; Wüst, Schneuwly, Ulmer; Schwarzenbach, Hürlimann, Truttmann; Scherwey, Romanenghi, Wüthrich.

Bemerkungen: Rapperswil ohne Frei, Hügli, Schommer und Schmutz (alle verletzt); Olten ohne Burki, Aeschlimann (beide verletzt), U. Huber und Morini (beide überzählig), dafür erstmals mit Romanenghi (anstelle von Dal Pian/von Lugano). Clark und Ganz als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. 20. Lattenschuss Ganz. 21. Mischler hält Penalty von Rizzello. 29. Pfostenschuss Truttmann. 32. Kobach verletzt ausgeschieden. 59. Timeout Rapperswil. 61. Pfostenschuss Clark.

Als sich die Oltner Spieler nach gut 63 Minuten Arbeit beim zahlreich (per Car und Schiff) mitgereisten Anhang für die Unterstützung bedankten, konnten sie trotz des Punktgewinns eigentlich nicht zufrieden sein. Zweimal in Führung gelegen, musste man das bessere Ende in der Verlängerung doch noch dem Gegner überlassen. «Wir machten ihnen das Toreschiessen viel zu einfach», brachte es Remo Meister auf den Punkt. Sämtliche drei Treffer der Rapperswiler hätten so nämlich nicht fallen dürfen. Ursprung des 1:1 durch Clark war ein wiederholter grober Fehlpass in eigener Überzahl, nachdem Mischler nur eine halbe Minute zuvor einen Penalty Rizzellos, das Resultat des ersten Rapperswil-Durchbruchs in Unterzahl, noch hatte entschärfen können.

Den zweiten Ausgleich durch Kuonen hatten sich die Oltner ebenfalls selber zuzuschreiben. Zwar provozierte Clark im Torraum der Oltner geschickt eine Strafe wegen übertriebener Härte gegen Ganz, welche den Ausgleich in der 54. Minute erst ermöglichte. Sieben Minuten vor Schluss ist es jedoch ziemlich ungeschickt, einem Gegner wie den Lakers eine solche Überzahl-Möglichkeit zum späten Ausgleich zu gewähren. Und auch die Entscheidung in der Verlängerung hätte so nicht fallen dürfen. Bagnoud stolperte im Rückwärtsfahren im dümmsten Moment, und Profico fand bei seinem Backhand-Abschluss die Lücke in der nahen Torecke.

Grundsätzlich liess sich das Hockeyjahr 2016 aber nicht schlecht an für die Oltner, bei welchen der Jahreswechsel im Line-Up deutliche Spuren hinterliess. Sämtliche vier Linien kamen, im Vergleich zu den beiden letzten Spielen 2015, in geänderter Formation daher. «Ich wollte mit den Wechseln in erster Linie etwas neue Energie hineinbringen», sah Coach Heikki Leime die Umstellungen nicht primär als Reaktion auf die beiden Niederlagen. «Wir haben relativ lange in der gleichen Zusammenstellung gespielt, und manchmal tut ein wenig Wechseln gut.»

Mit dem Resultat konnte Leime denn auch recht zufrieden sein. Er habe viele gute Sachen gesehen von seiner Mannschaft, welche am Ende eher unglücklich verloren habe. Schnell entwickelte sich eine typische Partie zwischen zwei Spitzenmannschaften. Man schenkte sich nichts, vor allem keine Zeit und keinen Raum für einen geordneten Aufbau. Spielzüge waren selten, viel mehr brauchte es Geduld, den richtigen Pass nach vorne ansetzen zu können. Dem EHCO gelang dies eine Spur besser als den Hausherren, entsprechend lag der Gast, nach zwei Treffern aus zentraler Position durch Schneuwly (13. Minute) und Ganz (51.) zweimal in Führung. Ehe man das Spiel unnötig aus der Hand gab. (von Michael Forster)

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