Sonntag, 20. August 2017

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Eine Herausforderung? Ja, aber ...


Oltens Romano Pargätzi sagt vor dem Derby, es gibt schwierigere Spiele als jene in Langenthal.

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Nach der 2:4-Pleite in Langenthal Mitte Oktober will Romano Pargätzi (91) mit Olten diesmal als Sieger vom Eis. (Bild: freshfocus)

Besser geht es nicht. Wenn der SC Langenthal den EHC Olten empfängt, kommt es zum Duell der Nummer 1 gegen die Nummer 2 der NLB. Dabei treffen die beiden offensiv klar stärksten Mannschaften der Liga aufeinander. Die Oltner sind also gewarnt, zumal der letzte Vergleich im Schoren mit 2:4 verloren ging. Setzt es für die Powermäuse im vierten Vergleich der Saison die dritte Niederlage ab, droht ihnen der Erzrivale im Kampf um Platz eins zu enteilen. «Unser primäres Ziel ist nicht Rang eins», sagt Romano Pargätzi, «zuallererst geht es darum, möglichst jedes Spiel zu gewinnen. Die Folge davon wäre aber natürlich, auch in der Rangliste ganz zuoberst zu stehen.»

Musste Coach Heikki Leime seine Spieler zuletzt in Küsnacht mit einem Trick auf das wenig beliebte Auswärtsspiel gegen die GCK Lions einschwören, konnte er diesmal getrost darauf verzichten. Duelle gegen den SC Langenthal, sagt Pargätzi, kämen einem Playoff-Match in jeder Beziehung am nächsten. «In diesen Spielen geht es immer um einiges, vor allem bei einer solchen Ausgangslage. Da braucht es tatsächlich keine zusätzliche Motivation mehr.»

Trotzdem: Als heikelste Aufgabe würde er Auswärtsspiele beim SCL nicht bezeichnen, so der langjährige EHCO-Verteidiger. «Es hat dort immer so viele Olten-Fans, dass man sich als Spieler beinahe an einem Heimspiel wähnt.» Schwieriger seien Partien in La Chaux-de-Fonds, in einer kalten Halle mit euphorischen Heimfans. «Die Differenz zwischen Heim- und Aufwärtsauftritten ist bei La Chaux-de-Fonds viel grösser als bei Langenthal», so Pargätzi. Aber natürlich sei ein Spiel in Langenthal immer eine Herausforderung.

Nicht alle Mann an Bord

Seit  rei Spielen ist der EHCO ungeschlagen, der SCL seit deren vier. Allerdings müssen die Oberaargauer heute auf bewährte Kräfte verzichten. Mit Eichmann, Fröhlicher und Campbell fehlt aus jeder Abteilung ein Schlüsselspieler, wobei vor allem die Scheibengewinne des starkes Bully-Spielers Campbell in der ersten Angriffsformation vermisst werden. Zumindest bei Seydoux und Ranov besteht die (kleine) Hoffnung, dass sie gegen den EHC Olten ins Team zurückkehren werden. Ähnlich sieht es bei Cyrill Aeschlimann aus. Der Fuss liesse ein Einsatz gegen den SCL zu, zudem trainiert der Verteidiger seit letzten Freitag wieder mit der Mannschaft. Wenn möglich, wolle er aber erst nächste Woche wieder in den Meisterschaftsbetrieb eingreifen.

Egal, wie sich das Line-up des Gegners heute präsentiert: Als Oltner sei man vor einer solchen Partie schon angespannter als sonst, räumt Pargätzi, der momentan statistisch stärkste Spieler der NLB mit einer Bilanz von +24, ein. «Vor den Derbys ist alles ein bisschen intensiver, es wird mehr darüber gesprochen und geschrieben – sprich, es wird einen als Spieler so richtig bewusst gemacht, um was es geht.» Pargätzi sagt ein Duell auf Augenhöhe voraus, denn Spitzenspiele würden immer ausgeglichener. Vor allem bei Vollbestand seien Torchancen Mangelware: «Die Entscheidung wird im Box- und Powerplay fallen. Wer im Überzahlspiel effizienter ist, wird die Partie gewinnen.» Sollte es tatsächlich so kommen, hätte das definitiv bereits den Charakter einer Playoff-Partie. Doch wer weiss: «Vielleicht kommt es auch ganz anders», schmunzelt Pargätzi. (Michael Forster)

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